Browsed by
Kategorie: Saar

Terrassen-Zeit? Riesling-Zeit!

Terrassen-Zeit? Riesling-Zeit!

Wie schön, der April zeigte sich von seiner schönsten Seite und so verlegten wir unseren Skatabend spontan auf meine Terrasse und genossen bei milden Temparaturen diverse Rieslinge, die in mir große Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling und Sommer entfachten. Es ging los mit einem erstaunlich fein-balancierten Tonschiefer von Dönnhoff aus dem Jahr 2009. Riesling von der Nahe hatten wir schnell erraten, aber einen derartig guten Tonschiefer hatten wir noch nie. Ein eleganter Riesling von großer Harmonie, die ausdruckstarke Mineralität spielt…

Weiterlesen Weiterlesen

Markus Molitor Riesling Alte Reben Saar, 2010

Markus Molitor Riesling Alte Reben Saar, 2010

Die alten Reben von der Saar sind regelmäßig mein favorisierter Wein von Molitor im mittleren Segment. Die Rebstöcke aus dem Herrenberg bringen aufgrund des hohen Skelettanteils einen verhältnismäßig konzentrierten Rieslingstil hervor, beherbergen aber auch die Feinheit der Saar. Die Weine bestechen durch eine botrytisfreie, saubere Fruchtaromatik samt einer feingliedrigen Säure. Der 2010er duftet herrlich frisch nach Zitronen, Grapefruit, jungen Mangos und grünen Äpfeln, steinige Mineralität, also ein wilder Mix, noch sehr jugendlich. Am Gaumen wirkt der Wein noch unentwickelt. Im…

Weiterlesen Weiterlesen

Loch Riesling (Weingut Herrenberg) Saartyr, 2010

Loch Riesling (Weingut Herrenberg) Saartyr, 2010

Während die Lagenweine uns im Frühjahr 2014 noch arg jugendlich und zugeknöpft gegenübertraten, präsentierte sich der Saartyr nun zu Beginn 2015 in Höchstform. Bereits das Bukett lies aufhorchen. Es strömt prägnant aus dem Glas, klare Rieslingfrucht nach Mandarinen, Steinfrüchten und kandierte Zitronen, dazu diese eigentümliche Note von vielen 2010er, klare Botrytis, würzge Note, leicht laktische Anklänge, die an eine BSA erinnern, dazu Röstaromen, insgesamt sehr animierend. Am Gaumen quicklebendige, saftige Früchte im Auftakt, die Säure verbindet sich ohne Spitze mit…

Weiterlesen Weiterlesen

Egon Müller Riesling Spätlese Scharzhofberger, 1995

Egon Müller Riesling Spätlese Scharzhofberger, 1995

Ich sag es immer wieder, gute Weinfreunde muss man haben. Und so fand sich diese 95er-Spätlese in meinem Glas wieder. Das Etikett und die Kapsel sahen aus als hätte die Flasche schon einige Jahrzehnte auf dem Meeresboden zugebracht, moder pur. Der gammelige Korken bröselte uns entgegen und stank nach hochreinem Weinfehler. Was aber ins Glas kam war klar wie Felsquellwasser, von Reife gezeichnet, aber der Petrolduft war fein und ummantelt von einer so herrlich animierenden Frucht, dass es mir einen…

Weiterlesen Weiterlesen

Forstmeister Geltz Zilliken Riesing Kabinett Saarburger Riesling, 2012

Forstmeister Geltz Zilliken Riesing Kabinett Saarburger Riesling, 2012

Die 2012er-Kabinette können einfach herrlich sein, so auch dieser einfache Ortswein von Zilliken. Glasklarer Duft nach grünen Äpfeln und jungen Pfirsichen vermält mit feinem Schieferduft und einem Hauch reifen Blutorangen, macht umgehend große Vorfreude auf den ersten Schluck. Am Gaumen wie man sich Kabinett vorstellt, klar, frei von jeder Botryits, dominiert von jugendlicher Frucht, herrlich frisch mit der jahrgangstypischen Säure, also mit einem gewissen Biss, aber sehr weich und fein verwoben mit der saftigen Frucht, die dem Naseneindruck entspricht, perfekt…

Weiterlesen Weiterlesen

Riesling Große Gewächse 2011 – weitere Eindrücke

Riesling Große Gewächse 2011 – weitere Eindrücke

Mit einigen Wochen Abstand zur Veröffentlichung der Großen und Ersten Gewächse des Jahres 2011 am 1.9.2012 hatte ich im Zeitraum Ende September bis November 2012 bei VDP-Veranstaltungen und im privaten Umfeld Gelegenheit, einige Weine der Gattung Riesling EG/GG 2011 nachzuprobieren. Gemein war den Probiergelegenheiten, dass ausreichend Wein im Glas war und genug Zeit und Ruhe bestand, um sich diesen Weinen entsprechend zu widmen. Hier folgen nun die Verkostungsnotizen. Weiter lesen…

Weingut von Othegraven Riesling Ockfener Bockstein Großes Gewächs, 2009

Weingut von Othegraven Riesling Ockfener Bockstein Großes Gewächs, 2009

Blind kam dieser Wein in mein Glas. Ich hatte nicht die Spur einer Idee, was da durch mein Glas schwappte… Klar, Riesling, das stand dann doch schnell fest. Aber im Übrigen: Blindflug bis hin zum Prädikat. Nun konnte ich weiter recht zügig die Jugend dieses Weines erkennen, nach dem ersten Schluck ging das Urteil auch schnell auf das Jahr 2009. Und dann? Ich habe gemutmaßt, ich hätte eine Spätlese eines Winzers aus der zweiten/dritten Reihe im Glas. Wenn ich so…

Weiterlesen Weiterlesen

Weingut von Othegraven Kanzem Altenberg Erstes Gewächs QbA, 2005

Weingut von Othegraven Kanzem Altenberg Erstes Gewächs QbA, 2005

Nach einer langen Rotweinprobe sah ich verzückt was unser Gastgeber zum Abschluss als großes Gewächs auf den Tisch stellte; ein hochgelobtes erstes Gewächs von der Saar. Immer wieder hatte ich von der besonders gelungen 2005er Kollektion dieses Winzers gelesen. Also die Vorfreude und auch das Wohlwollen, eigentlich aller Weinfreunde, war groß, aber irgendwie zündete der Wein bei uns so gar nicht. Bereits die Nase erzeugte einige skeptische Falten auf der Stirn. Derartig überreife Steinfrüchte drängten sich mit aller Macht aus…

Weiterlesen Weiterlesen

Riesling Große / Erste Gewächse 2009 – weitere erste Eindrücke…

Riesling Große / Erste Gewächse 2009 – weitere erste Eindrücke…

Wie schon im ersten Beitrag zu diesem Thema angekündigt, sollten meinen Eindrücke von den diversen Händlerproben nicht die einzigen bleiben… Auch Thorsten hat seine Notizen inzwischen online gestellt! Bei einigen Weinen sind wir uns ziemlich einig – bei anderen gilt: Zwei Verkoster, drei Meinungen… Aktuell sind damit nun rund 50 GG/EG erfasst… 

Loch Riesling (Weinhof Herrenberg) Saartyr, 2008

Loch Riesling (Weinhof Herrenberg) Saartyr, 2008

Helles strohgelb. In der Nase eine leicht cremige Zitrusfrucht, feine tropische Nuancen, ein kalkig-staubiges Mineral. Noch sehr jugendlich, aber schon zugänglich. Anders im Mund. Hier ist der Wein noch erkennbar zu jung: Saftige Zitrusnoten umspülen einen nicht ganz trockenen Fruchtkörper, der Wein hat eine mittlere Dichte. Saftig-(feinherb)süßlich, aber animierend verspielt – so der erste Eindruck, bis sich die kernige, fast noch resch wirkende (Saar-)Säure Respekt (und Speichelfluss) verschafft und die leicht cremigen Fruchteindrücke unwirsch zur Seite drückt. Ein straff-kerniger Nachhall,…

Weiterlesen Weiterlesen