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Schlagwort: Weinverkostung

Zwei Silvaner von Rudolf May

Zwei Silvaner von Rudolf May

Schaut man nach Franken, kommt man am Weingut Rudolf May nicht vorbei. Da sind die auffällig modernen Etiketten, mit denen einem die Weine immer häufiger auf den Empfehlungslisten begegnen. Und die Weine erzielen Jahr für Jahr einen immer größeren Ruf. Dabei gibt es das Weingut von Rudolf May noch gar nicht mal lang. Es ist kein Betrieb, der über Generationen gewachsen ist, zu Werke geht hier immer noch Generation Nummer eins. Erst 1999 errichtete es der gelernte Winzer und Weinbautechniker in Retzstadt, nördlich von Würzburg in einem…

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Kreta auf den Punkt gebracht – die Dafnios-Weine von Nikos Douloufakis

Kreta auf den Punkt gebracht – die Dafnios-Weine von Nikos Douloufakis

Aus Kreta kamen vor ganz langer Zeit die großartigsten Weine Europas, so besagen es antike Funde. Heute ist es als Weinland in einer Nische verschwunden. Zu unrecht, denn wie in vielen anderen Gebieten auch gibt es hier seit den Neunzigern einige moderne, ambitionierte Winzer, die mit viel Ambition versuchen, Qualität und Herkunft in ihren Weinen herauszuarbeiten. Einer der wichtigsten unter ihnen ist Nikos Douloufakis. Er hat das Weingut seines Großvaters und seines Vaters in den letzten zwanzig Jahren einer schonenden Frischzellenkur unterzogen und setzt…

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Zwei Riesling-Kabinette von Julian Haart

Zwei Riesling-Kabinette von Julian Haart

Es ist etwas im Gange beim Riesling Kabinett. Lange war er ganz schwer nicht im Trend. Leichter Körper, oft viel Restsüße, vorurteilshaft als lieblich und altmodisch abgetan. Dem Prädikat wurde damit Unrecht angetan, denn beschwingte, tänzelnde Kabinette gab es zu jeder Zeit, zumindest von den guten Winzern. Und auch Weine, die mit Mineralität und Würze ihre Herkunft durchschmecken ließen, es sei denn, sie waren einfach nur stark geschwefelt. Seit drei, vier Jahren ist aber etwas in Bewegung geraten. Einige Winzer…

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Keller Westhofener Brunnenhäuschen »Abtserde« Großes Gewächs, 2014

Keller Westhofener Brunnenhäuschen »Abtserde« Großes Gewächs, 2014

Die Keller Abtserde aus dem Jahrgang 2014 hat mich bereits direkt nach der Abfüllung begeistert. Und auch ein Jahr danach ist sie in einem betörendem Jungweinstadium, wenngleich sie vermutlich mindestens zehn Jahre von der ersten Trinkreife entfernt ist. Dieser Riesling duftet am ehesten wie ein Chablis, der kein Barrique gesehen hat. Ich schnuppere an blankem Kalkstein, grün-vegetabile Noten im positiven Sinne, Erbsen, weißer Rauch, ein Hauch Nüsse, Abrieb von Zitrone, Limettenblätter, natürlich null Botrytis, sehr eng und fokussiert, die Kraft…

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Wittmann Westhofener Aulerde Riesling Großes Gewächs, 2006

Wittmann Westhofener Aulerde Riesling Großes Gewächs, 2006

Manchmal vergisst man einen Wein im Keller, erst unabsichtlich und dann bewusst, denn es quält das schlechte Gewissen, ihn nicht früher getrunken zu haben. Man denkt, das ist die einzige Flasche, die wird diesmal nicht zu jung, sondern bei optimaler Trinkreife aufgezogen. Und dann liegt sie da im Regal, viel zu lang, und ist am Ende nominell Jahre über den Höhepunkt hinaus. So ging es mir mit dieser Wittmann Aulerde. Das kleinste Große Gewächs des Weinguts, das in der Regel…

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Kilburg Riesling Kabinett Ohligsberg, 2014

Kilburg Riesling Kabinett Ohligsberg, 2014

Ist ja irgendwie überhaupt nicht komisch, besonders dann Lust auf einen jungen Riesling Kabinett zu bekommen, wenn man Urlaub am Meer macht. Das passt gut zusammen, die salzige Luft, das ruppige Wetter und dann ein versöhnlicher, charmanter, frischer, knackiger Wein mit Restsüße. Diesen Riesling Kabinett kannte ich bisher noch nicht. Er war eine Empfehlung von Frau Porn im Rieslinghaus Bernkastel. Bei Betrachtung der sonstigen Flaschen in meinem Einkaufskorb schenkte sie mir damals einen vielsagenden Blick und stellte fest: »Sie haben…

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Barolo und Freunde – eine Probe mit gereiften Piemontesern

Barolo und Freunde – eine Probe mit gereiften Piemontesern

Eine Piemont-Reise vermochte es, unseren Weinblog-Freund Norbert neu für die Weine aus Barolo und Umgebung zu gewinnen und sich doch noch in den Nebbiolo zu verlieben. Die Weine ließen ihn nicht mehr los, und so lud er nach Oberhausen ein auf eine schöne Probe mit gereiftem Barolo, Barbaresco und Brunello. Das Essen wurde vortrefflich auf die Weine abgestimmt, mit einem fantastischen getrüffelten Carne Cruda und, nicht gerade piemontesisch, aber geschmacklich höchst verlockend, einem Dry-Aged-Nebraska-Rind direkt aus dem Beefer. Die Weine…

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Weingut Emrich-Schönleber Auf der Lay (A.de.L.) Riesling Großes Gewächs, 2011

Weingut Emrich-Schönleber Auf der Lay (A.de.L.) Riesling Großes Gewächs, 2011

Spätestens mit vier Jahren Flaschenreife versuchen wir, einen Riesling-Jahrgang in der Breite erneut zu verkosten. So verkosteten wir gut 40 Große Gewächse des Jahrganges 2011 in aller Ruhe. Als Probenleiter wollte ich mich adäquat vorbereiten und zog am Vorabend eine Magnum des Emrich-Schönleber Auf der Lay, Jahrgang 2011, auf. Im Bukett finde ich einen hochfeinen Rieslingduft wieder, eher verhalten als laut – gut so. Der erste Eindruck bietet eine schöne Harmonie mit steinwürziger Mineralität und cremiger Grapefruit, dazu diverse Kräuter….

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Weingut Seeger Blauer Spätburgunder trocken »R« Heidelberger Herrenberg, 2011

Weingut Seeger Blauer Spätburgunder trocken »R« Heidelberger Herrenberg, 2011

Ganz im Norden des Südens liegt eines dieser kleinen Weinbaugebiete, das irgendwie nur Insider auf dem Schirm haben. Die Badische Bergstraße ist wunderschön am Westhang des Odenwalds gelegen, man kann in die Pfalz und nach Hessen hinübergrüßen. Das Bild bestimmen hier Genossenschaften und Nebenerwerbswinzer, große Namen kennt man hier nicht, bis auf einen: das Weingut Seeger, dessen sämtliche Rebflächen im Leimener und Heidelberger Herrenberg liegen. Als erster und alleiniger Winzer von der Bergstraße ist Thomas Seeger seit 2010 Mitglied im…

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Weingut Heymann-Löwenstein Riesling Winningen Uhlen L „Laubach“, 2008

Weingut Heymann-Löwenstein Riesling Winningen Uhlen L „Laubach“, 2008

Erst nach zwei Stunden in der Karaffe hatte sich der Wein geöffnet und zeigte seinen momentanen Entwicklungszustand an. Vor zwei Jahren verkosteten wir ihn im Rahmen unserer 2008er-Riesling-Probe und notierten folgenden Eindruck: Recht verschlossene, indifferente Nase nach hochreifen Steinfrüchten, Botrytis, Zuckerguss und erdiger Mineralik. Mittlerer bis kräftiger Körper am Gaumen, aber insgesamt noch in guter Balance, reife Steinfrüchte, vor allem Marille und Aprikose, deutliche Restsüße, bitterer Abrieb von der Orange, erneut Botrytis, gute Tiefe, lang. 2015 bis 2020, 89–90+ Punkte…

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