Kloster Marienthal Spätburgunder trocken „Der Mönch“, 2005

Kloster Marienthal Spätburgunder trocken „Der Mönch“, 2005

Klar und glänzend im Glas mit einem intensiven Rubinrot und dunklen Reflexen. Eine intensive Nase mit einer Mischung aus Frucht- und Holzaromen: Himbeere, Vollmilchschokolade, dazu eine Frische wie von Tannennadeln. Ein erfreulich üppiges, noch ungestümes, harziges, insgesamt junges Bukett, das schon hoch punktet. Im Mund wird die Zunge zuerst in eine Wolke von weichen Tanninen getaucht, die sich rasch ausbreiten — überraschend für einen so jungen Wein, der drei Monate Barrique gesehen hat. Das Aroma bleibt dabei himbeerig und kirschig, intensiv, durch die etwas offensive Säure fast brauseartig. Dazu kommt eine weiche, aber deutliche Barriquenote mit einer Trockenfruchtsüße. Frucht und Holznote ringen miteinander bis in den mittleren Abgang hinein. Insgesamt kein komplexer, dafür aber geschmackvoller Ahr-Spätburgunder mit ganz weichen Sekundäraromen — eher üppig gebaut als mit Ahr-typischer Filigranität und Sehnigkeit. In seiner Klasse ein Good Buy!

Vom Weingut, 11,80 Euro, 86 Punkte (sehr gut), bis 2010