Alejandro Fernandez Pesquera Crianza Tinto, 2004

Alejandro Fernandez Pesquera Crianza Tinto, 2004

Dichtes und undurchsichtiges Purpurrot. In der Nase Schwarzkirsche, rote Johannisbeere, ein Touch Orange, die Nase ist insgesamt sehr frisch, ergänzt durch würzige Toast-Noten. Im Mund dichter, als es die Nase erwarten lässt; wieder Schwarzkirsche, Nougat, ein Küchenkräuterton, etwas Menthol. Der Wein hat viel Zug im Mund, fast schon eine Spur schärfend ist hingegen der Alkohol, am zweiten Abend wirkt er aber milder. Der Wein hat viel Extrakt, ohne dabei ins Süßliche abzugleiten. Am Gaumen fällt der Wein leider in Sachen Komplexität etwas ab, ein leicht alkoholischer Ton beeinträchtigt zudem den Abgang. Dieser ist mittellang, mit würzigen Bitterschokonoten (gab es früher nicht mal eine Schokosorte „Herbe Sahne“) und dunkler Frucht versehen. Merkliches Tannin, das aber etwas stumpf wirkt.

Ich würde empfehlen, diesem Wein einen kräftigen Counterpart entgegenzusetzen – wir hatten ihn zu einem Wildschweingulasch, wobei er sehr gut funktionierte und dabei den leichten Alkoholton besser verbarg als als Solist. Eine weitere Lagerung scheint zudem nicht zu schaden, das Tannin war doch noch ein wenig zu kantig. Offen probiert, zuvor knapp eineinhalb Stunden in der Karaffe belüftet.

Im Fachhandel gekauft, 16,90 Euro, 85+ Punkte (sehr gut), 2011 bis 2014