Fattoria San Francesco Ronco dei Quattroventi Cirò Rosso Classico, 2004

Fattoria San Francesco Ronco dei Quattroventi Cirò Rosso Classico, 2004

Es ist nun ein knapp ein Jahr her, dass ich diesen Wein zuletzt im Glas hatte. Zu einem italienischen Abend mit fleischlastigem Gericht und später dann einem Doublefeature „Der Pate“ erschien mir der Wein aber gut passend… ich gab ihm drei Stunden in der Karaffe, was er mit einer eingepassten Säure (die war etwas spitz, frisch geöffnet probiert) dankte.

Wenn ich heute das Trinkfenster mit einem Fragezeichen versehe, so kommt dies wegen des noch vorhandenen trocknenden Tannins… so richtig sicher bin ich mir nicht, ob dies je schöner werden kann/wird… insofern auch kein Wein der Kategorie: „ich mache Dir ein Angebot, dass Du nicht ablehnen kannst“.

[13. August 2009] „Schwarzrot mit leichten Aufhellungen zum Rand des Glases hin. In der Nase finden sich wilde Kräuter, Kirschlikör, ledrige Töne, auch Edelhölzer. Die einzelnen Elemente sind ansprechend und sehr fein miteinander verwoben, ja fast ein wenig zurückhaltend elegant. Mit mehr Luft entwickelt der Wein dann Noten von Vollmilchschokolade und etwas Karamell. Sauerkirsche, Kirschkern und einer ledrigen Komponente — diese drei Komponenten prägen den Geschmack; eher schlanker, aber durchaus nachhaltiger Körper. Im mittellangen, leicht ledrig-kirschlikörigen Abgang finden sich wieder Schokoladenspuren, die aber hier an Herrenschokolade erinnern, mit feinkörnigem, aber noch leicht stumpfendem Tannin.

Im Fachhandel gekauft, 13 Euro, 85+ Punkte (sehr gut), 2009 bis 2012


[08. August 2010] Dunkles Purpurrot mit schwarzrotem Kern, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. In der eher eleganten Nase Pflaume, rote Sauerkirsche, Orangentöne, Menthol, dann ein breiter Schoko-Nougatkern, auch etwas Balsamik und Hölzer. Etwas nasaler Alkohol. Im fast schon schweren Antrunk Zwetschke, Sauerkische, etwas Orange und grüne Kräuter. Dominierendes Element ist aber die Assoziation an Tabakkiste, die deutlich durch das Glas weht. Dunkles Nougat, eine schokoladige Herbe, die schon leicht ins Bittere geht, den Wein aber gegen die vorhandene Extraktsüße führt. Vitale Säure. Kraftvolles Tannin, das noch etwas ruppig ist, zudem trocknet es am Gaumen aus. (Guido)

Im Fachhandel gekauft, 13 Euro, 85 Punkte (sehr gut), bis 2012 (?)