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Category: Alle Verkostungen

Van Volxem Riesling Wiltinger Klosterberg „Millichberg“, 2002

Van Volxem Riesling Wiltinger Klosterberg „Millichberg“, 2002

Notschlachtung! Eigentlich wollte ich diese Flasche noch ein bis zwei weitere Jahren im Keller vergessen halten, aber hier hat mir die Korkindustrie ein wenig einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich zur vorzeitigen Öffnung der Flasche bewogen. Denn durch den leidlichen Baumrindenverschluss war im Laufe der Zeit etwas Flüssigkeit ausgetreten, der Füllstand war zwar kaum beeinträchtigt, aber die Kapsel war derart aufgebläht, dass sie wie ein kleiner Pilzkopf daherkam. Ich rechnete also mit einem verdorbenem Wein, jedenfalls mit einem, der einen oxidativen…

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Weingut Koehler-Ruprecht Riesling Kallstadter Saumagen Spätlese halbtrocken, 2004

Weingut Koehler-Ruprecht Riesling Kallstadter Saumagen Spätlese halbtrocken, 2004

„Eine Flasche für den Gockel, eine Flasche für uns“ hieß bei uns jüngst die Devise. Aber anders als bei einem klassischen „Coq au vin“, bei dem man ja traditionell eine Flasche burgundischen Chambertin Pinot Noir im Topf versenkt und damit die Menu-Kosten ein klein wenig explodieren lassen kann, wählten wir die etwas preisgünstigere Variante eines „Coq au Riesling“. Warum wir den Vogel gerade in diesem Wein als Kochgrundlage schwimmen liessen? Wenn man Rieslinge von Koehler-Rupprecht trinkt, so soll es, auch ich habe es in Blindverkostungen…

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Jakob Sebastian Spätburgunder trocken Heimersheimer Berg, 2007

Jakob Sebastian Spätburgunder trocken Heimersheimer Berg, 2007

Helles Kirschrot, recht blass in der Farbtiefe, leicht durchsichtig. In der ansprechend würzigen Nase Kirschen und etwas Erdbeere, ergänzt durch weihnachtliche Gewürze und einen Hauch von Lorbeerblatt. Im Mund jung, hier macht sich der Alkohol etwas bemerkbar, zeigt sich aber ebenfalls mit würzigen Kirschnoten. Der Wein hat eine schlanke Struktur, ist sauber vinifiziert, aber von eher einfacher Art. Nichtsdestotrotz bis hierhin ein wirklich angenehmer Vertreter seiner Zunft. Leider trübt sich dieser durchaus positive Eindruck am Gaumen, hier präsentiert der Wein eine herbe, ins bitterliche gehende Würze, das…

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Chateau La Louviere Pessac-Léognan, 1994

Chateau La Louviere Pessac-Léognan, 1994

Purpurnes Rot mit leicht bräunlichen Reflexen. In der Nase Schwarzkirschen, Pflaumen, ganz fein auch Orangenmarmelade. Hinzu gesellt sich mit mehr Luft eine Schwarzteenote und ein warmer, ganz leicht alkoholischer Schokoladenton. Im Mund schlanker als in der Nase, recht balanciert mit Schwarzkirsche und wieder Teenoten, hat dabei aber eher eine geringe Tiefe. Am Gaumen mit viel angenehmer Bitterschokolade, zeigt sich hier ein noch recht präsentes, aber geschliffenes Tannin. Mittellanger Nachhall. Wirkt insgesamt ein klein wenig erdig-rustikal, ganz so, wie man es…

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Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2002

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2002

Die Nase wird geprägt von einer umheimlich cremigen Mineralik, sehr vielschichtig und konzentriert. Erst nach vielen Stunden in der Karaffe dringt ein deutlicher Pfirsichduft durch, daneben tropische Früchte, ein Hauch Graphit, Bienenwachs und überreife Zitronen. Im Mund erfüllt der Wein die Erwartungen an einen Spitzenriesling aus dem Rheingau im besten Sinne: packende, tiefgründige Mineralität, reintönige Steinfruchtaromen, recht trocken, dadurch unheimlich feingliedrig und elegant. Getragen wird der Wein von einer überraschend jugendlichen Säure, die zusammen mit den zarten Gerbstoffen und dem…

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Van Volxem Saar-Riesling trocken, 2007

Van Volxem Saar-Riesling trocken, 2007

Im Glas ein dichtes junges Gelb mit deutlichen grünen Reflexen, noch fein perlend. In der Nase mittlere Intensität. Zuerst ein leichte Schwefelnote, die schnell verfliegt. Dann gelbe Steinfrüchte, weiße Blumen, grüne Küchenkräuter, auch eine pikante mineralische Schiefernote. Noch etwas Schärfe. Im Mund eine Mischung aus Cremigkeit und starker Mineralität. Aromen von Pfirsich und Zitrusschale, auch wieder grüne Kräuter, hinten eine schlanke Anisnote. Die Aromen werden getragen von feiner Süße und flankiert von einer noch etwas kantigen, überaschend packenden Säure. Die…

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Joao P. Ramos Marques de Borba Tinto, 2006

Joao P. Ramos Marques de Borba Tinto, 2006

Kennen Sie Trincadeira? Und Aragonez? Nein? Sollten Sie aber, zumindest einmal im Glas gehabt haben. Ich muss natürlich zugeben, dass sich meine Weinerfahrungen mit autochthonen portugiesischen Rebsorten auch nur in übersehbaren Grenzen halten. Und doch habe ich eine ausgesprochene Sympathie für gerade solche Rebsorten, die man halt nicht an jedem Fleck dieser Erde findet. Bei diesem Wein handelt es sich um die handgelesene Basiscuvée, sein großer Bruder erscheint als Reserva, den hatte ich aber bislang noch nicht im Glas. In…

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Sieben mal Chateauneuf-du-Pape

Sieben mal Chateauneuf-du-Pape

Der Winter neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, um nochmal einige gehaltvolle Rotweine zu verkosten. Auf dem Programm standen sieben Chateauneuf du Pape, die man sich leisten kann. Wir erwarteten viele eingekochte Früchte und Alkoholbomben. Und waren am Ende doch überrascht, wie viel Eleganz wir in den Gläsern hatten. Weiterlesen …

Wirsching Riesling Iphöfer Kronsberg Großes Gewächs, 2006

Wirsching Riesling Iphöfer Kronsberg Großes Gewächs, 2006

Sattes Strohgelb mit zitronengelben Reflexen. In der Nase fällt zu allererst die zupackende Mineralik und der klare, intensive Pfirsichduft auf. Sehr gelungen auch die Verbindung von floralen Noten und einem Hauch von süsslichem Pfeifentabak; etwas Alkohol. Ein markantes Bukett mit Substanz. Im Mund opulent, überaus saftig mit betörend intensivem Geschmack nach Pfirsich. Dahinter grasige Noten, feinwürzige Mineralik und frische geschnittene Wiesenkräuter. Die Säure ist noch überaus vital und zeigt die Jugendlichkeit des Weines an. Der Abgang ist sehr lang und…

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Bouvet Ladubay Cuvée „Tresor“ Blanc Brut, 2006

Bouvet Ladubay Cuvée „Tresor“ Blanc Brut, 2006

Kurz vor der 200. Verkostungsnotiz muss man sich ja doch einmal dazu Gedanken machen, womit man auf dieses kleine Jubiläum anstoßen könnte. Und da drängt sich doch ein Prickelwässerchen geradezu auf. Als (absolut bezahlbare) Alternative zu einigen Markenchampagnern dachte ich spontan an diesen Cremant von der Loire. In der Nase bietet diese Cuvée aus 80 % Chenin Blanc und 20 % Chardonnay viel Frucht, insbesondere Aprikose. Dazu kommt ein leichter Honigton und — noch deutlicher — florale Anklänge, auch etwas…

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