Ascheri „Podere di Rivalta di la Morra“ Nebbiolo D´Alba, 2007

Ascheri „Podere di Rivalta di la Morra“ Nebbiolo D´Alba, 2007

Mittwochswein, der sechste.

Wer in diesem Blog akribisch mitliest, wird beim Namen Ascheri vielleicht aufmerken und sagen: Das Weingut hatten wir doch auch schon einmal. Stimmt. Und in zweifacher Hinsicht doch wieder nicht. Denn zum einen ist dies schon der inzwischen dritte Wein von Ascheri, zum anderen unterscheidet sich der heutige Wein auch signifikant von den bisherigen beiden Flaschen: die Cantina Ascheri vermarktet unter dem gemeinsamen Weingutsnamen nämlich Weine von zwei verschiedenen Weingütern/Lagen — während unter den blauen Etiketten Weine von „Podere di Sorano di Serralunga d´Alba“ in die Flasche kommen, weisen die roten Etiketten den Weg zu „Podere di Rivalta de la Morra“. Na, dann wollen wir mal sehen, ob der Griff zu „blau“ nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre…

Dunkles, transparentes Rubinrot. Geringer Wasserrand. In der noch jugendlichen Nase ein leichtes Kirschkonfit, Rose, weitere Blütenaromen, ein Hauch Himbeere. Satte Fruchtstruktur, die aber den Alkohol nicht verleugnen kann. Im Antrunk ebenfalls auf Frucht bauend, der Alkohol ist im Mund besser integriert. Eher schlanker, runder Stil mit Sauerkirsche, Rose, dann bitter-herbe Töne, nur ein Hauch dunkles Holz, eine kräftige Säure, einer Spur schärfender weisser Pfeffer. Das Tannin ist überraschend recht moderat, aber kirschkernig stumpfend. Ein Bitterl bleibt auch am Gaumen stehen, knapp mittellanger Abgang, es bleibt auch ein Geschmack von rotem Traubennektar zurück.

Der Wein kam bei uns am Folgeabend zu einem italienischen Fleischgericht auf den Tisch – und genau hierfür scheint er auch gedacht. Ein sortentypischer, eher einfacher, aber sauberer Essensbegleiter.

Offen probiert, eine Stunde in der Karaffe belüftet (am zweiten Abend noch etwas zugänglicher) .

Im Fachhandel gekauft, 9,50 Euro, 82-83 Punkte (gut), jetzt bis Mitte 2012.