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Category: Alle Verkostungen

Saladini Pilastri „Vigna Monteprandone“, 2003

Saladini Pilastri „Vigna Monteprandone“, 2003

Im Glas ein schönes Rubinrot, in der Mitte dunkel und extraktreich, violette Reflexe. Rauchig in der Nase, Cassis und dunkle Edelkirsche, Trockenpflaume, ganz deutlich ein süßlicher aromatischer Tabak und eine reine Nadelholznote, dazu ein etwas ans Orientalische erinnernder Duft wie von Kreuzkümmel und Piment. Im Mund eine volle Schwarzkirsche, dann etwas Marzipan. Eine auffallend deutliche, erfrischende, kühlende Säure mit einem feinen herben, mineralischen Nachhall, dazu recht straff am Gaumen. Die vorsichtigen Tannine sind frisch und gehen mit leichter Herbheit eine…

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Kurt Angerer Grüner Veltliner Eichenstaude, 2005

Kurt Angerer Grüner Veltliner Eichenstaude, 2005

Farblich der in Nuancen Gelbste vom Angerer. In der Nase vermischen sich Aromen von Wiesenblumen mit Ananas, die typische Grapefruit- und weiße Pfeffer-Melange findet sich deutlich, ein richtiger Prototyp für einen Grünen Veltliner von der Donau. Beim Verkosten würzig-frisch – überraschend die deutliche Säure, die aber nicht knackig wirkt, sondern tiefer eingebunden ist und neue Aromen freisetzt. Der Eichenstaude hat mehr Birne als Grapefruit, dazu etwas Blaubeere und sogar duftig-dunkle Holundernoten. Eine feine herbe, ganz Angerer-typische mineralische Note kommt dazu….

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Kurt Angerer Grüner Veltliner Loam, 2005

Kurt Angerer Grüner Veltliner Loam, 2005

Strohgelb mit jungen grünen Reflexen. Ein starker fruchtiger Duft mit einem Aroma von gelben Früchten, vor allem Grapefruit, etwas Ananas. Die Intensität erinnert fast an Fruchtgummi. Pfefferwürzig zeigt er seine klassische GV-Note. Beim Verkosten fallen zwei Eindrücke besonders auf: Der beeindruckende wuchtige Körper und der zartcremige Schmelz. Beißende Säure weit gefehlt, im Gegensatz zur Nase lassen sich auch die klassische Dillnote und das hier sehr zurückhaltende Pfefferl nur erahnen. Stattdessen gibt es ein leicht salziges Tabakaroma. Dieser Grüne Veltliner ist…

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Kurt Angerer Grüner Veltliner Spies, 2005

Kurt Angerer Grüner Veltliner Spies, 2005

Der Spies vom Angerer im Vergleich zum Loam: Seine Farbe ist etwas heller, dafür hat er ein paar grüne Reflexe mehr. Das Bukett ist ganz ähnlich wie das vom Loam, Grapefruit, Ananas, ein wenig Pfefferl und Dill, aber nur in Nuancen. Der Unterschied zeigt sich im Mund. Der Spies kommt deutlich knackiger daher. Mehr Säure, seine Frucht entfaltet sich dafür weniger, das Pfefferl tritt in Aktion. Er ist insgesamt ein grüner, auch grasiger, trockener Grüner Veltliner, wie der Granitboden, von…

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Kurt Angerer Grüner Veltliner Kies, 2005

Kurt Angerer Grüner Veltliner Kies, 2005

Der „kleinste“ der Grünen Veltliner von Kurt Angerer. Im Glas der hellste, in der Nase der bescheidenste, hier mit einer diesmal besonders intensiven gelben Fruchgummi-Note. Beim ersten Verkosten ein herzhafter, knackiger grüner Apfel, dann kommen subtil exotische Töne von der Passionsfrucht zu. Etwas Salzmandeln. Mit Luft konzentrierte gelbe Früchte, dabei sehr schön mineralisch herb mit einer konzentrierten aromatischen Würze. Legt sich mit seinen Aromen elegant auf den Gaumen und macht den Abgang recht lang. Pfeffer und Dill sind auch im…

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Jamek Riesling Smaragd „Freiheit“, 2000

Jamek Riesling Smaragd „Freiheit“, 2000

Dieser Smaragd aus der Wachau von Jameks Budget-Lage Freiheit hat viel Sonne und auch schon einige Jahre gesehen. Die Farbe ist hellgolden, die Nase sehr intensiv mit mineralischen Sekundäraromen und einem üppigen mirabelligen Fruchtschmelz. Im Mund ist er zuerst ähnlich überschwänglich, sogar Vanillenoten und eine unverwechselbare Note von reifen, direkt von der Staude gepflückten Bananen. Ein insgesamt cremiger Aromaeindruck, dabei ein voluminöser Körper — 13,5 Prozent, die man auch deutlich spürt. Neben den schönen Aromen wirkt seine Struktur leider etwas…

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Chateau Puech-Haut Cuvee Prestige, 2001

Chateau Puech-Haut Cuvee Prestige, 2001

Etwas überraschend strömt bei diesem roten Syrah-Grenache-Cuvee mit schwarzen Reflexen als erstes eine stark an Cabernet erinnernde Johannisbeere mit einem Bordeaux-typischen Toastgeruch in die Nase. Erst nach etwas Atmen kommen würzige Kräuter und rot-schwarze Beeren zum Vorschein, auch etwas eingekochte Aprikosen. Beim Verkosten bleibt er bei der aromatischen Cote-du-Rhone-Note, nimmt aber nicht dessen Süße und Volumen an. Vielmehr zeigt er einen kontrollierten Körper, eine rotwürzige Garrigues-Note, etwas Lakritz und volle Tannine — in einem schönen Toastgeschmack und mit einer angenehm…

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Chateau Cap de Faugères Cotes de Castillon, 2000

Chateau Cap de Faugères Cotes de Castillon, 2000

Das zweite Gewächs von Château Faugerès stammt fast aus der Appellation St.-Emilion. Doch die Reben wachsen auf der falschen Straßenseite, was ihn zu einem Cotes-de-Castillon macht. Genauso wie sein direkter Nachbar, der Grand Cru Château Faugerès, wird er aus 80% Merlot, 15% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon gewonnen. Im Glas ein volles Kirschrot, undurchdringlich, trübe und stoffreich. Die Nase ist intensiv, dabei Herbstlaub, Erde, Cabernet-Würze und eine noch etwas zurückhaltende Pflaume. Beim Verkosten geht das Aroma in eine andere…

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Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Martin Tesch ist als Purist bekannt. Er keltert seit einigen Jahren nur noch sechs Prädikatsweine aus niedrigsten Erträgen, allesamt trocken und durchgegoren: den Kabinett „Unplugged“ (siehe Verkostung vom 30. Juli) sowie fünf trockene Spätlesen aus Lagen in Laubenheim und Langenlonsheim. Eine Querverkostung ist interessant, denn die Weine unterscheidet nichts als die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima. Gemeinsam ist ihnen eine knackige Säure und ein komplexer mineralischer Schmelz. Der Beste aus 2005 ist nach meinem Geschmack der St. Remigiusberg. Er ist schon…

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Calheiros Cruz Reserva, 2000

Calheiros Cruz Reserva, 2000

Im Glas viel Substanz, ein tiefes Schwarzkirschot, leichte Brauntöne, eine Farbe von Amarenalikör. Und auch die Nase überrascht, hochreife Beeren, getrocknete Feigen, eine Portwein-Note, schwarzer Mocca, etwas Kokosnuss. Beim Kosten dann Brombeeren, schwarze Kirschen, wieder Kaffee, etwas Teer, eine enorme Fülle in einem nicht zu großen Körper. Und, als dritte Überraschung, eine deutliche, erfrischende Säure, die dem Marmeladigen entgegenwirkt. Die Tannine sind tief eingebettet und nehmen erst im langen Abgang Gestalt an. Ein Exot und originaler Portugiese vom Douro. Das…

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