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Category: Alle Verkostungen

Bodegas Alvaro Palacios Finca Dofi Priorat, 1997

Bodegas Alvaro Palacios Finca Dofi Priorat, 1997

Der 97er-Finca Dofi ist ein bemerkenswerter Wein. Der lebende Beweis wie gut Priorat-Weine reifen können und nicht nur halten, sondern geschmacklich gewinnen bzw. ihre innere Harmonie finden. Auf einer großen Priorat-Verkostung (Bericht folgt) war meine Premiere mit ihm und sofort war ich begeistert. Kurz darauf hatte ich zufällig Gelegenheit einige Flaschen zu erwerben. Natürlich war ich neugierig ob sich die Qualität bestätigen würde. Die Nase wirkt etwas reifer mit deutlicher Würze von Kräutern und Holz, auch ein Touch Balsamico, an…

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Domaine Michel Lafarge Volnay Vendanges Sélectionnées, 2007

Domaine Michel Lafarge Volnay Vendanges Sélectionnées, 2007

Die Domaine Michel Lafarge gehört zu den renomierten Produzenten in Volnay. Papa Michel und Sohn Frédéric arbeiten noch immer gemeinsam im Betrieb und bereits vor 20 Jahren begannen sie auf bio-dynamischen Anbau umzustellen und seit dem Jahrgang 2000 wird auf jede Chemie verzichetet. Lafarge ist nicht leicht zu erfassen, denn die knapp zwölf Hektar in Mersault, Volnay, Pommard und Beaune, sind auf acht Premier Crus, zwei Village und mehreren Gutweinen verteilt. Bei den Village-Weinen gibt es dazu noch eine spezielle…

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Michel & Stéphane Ogier Côte-Rôtie, 2007

Michel & Stéphane Ogier Côte-Rôtie, 2007

Glänzendes, mitteltiefes schwarkirschenrot, blickdichter Kern. Jugendliches, jedoch schön entfaltetes Nasenbild, reife schwarze Früchte, im Vordergrund Blaubeeren, Brombeeren, Abrieb von der Zitrone, keinerlei Überreife zu erkennen, deutliche, etwas staubige Holzwürze, Teer, getrocknete Kräuter und rohes Fleisch verleihen dem Bukett Tiefe und zeigen Herkunft. Am Gaumen von mittlerem Körper, bei aller vorhandenen Konzentration eher ein leichter, feiner Wein, mit klarer, dunkler Frucht, erneut Zitrusnoten, rote Johannisbeere, rohes Fleisch und eingelegten grünen Oliven, die Säure pikant, lebendig und gelungen mit der Frucht verwoben,…

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2 x 8 Spätburgunder vs. Pinot Noir

2 x 8 Spätburgunder vs. Pinot Noir

September 2012 stiegen jeweils acht Spätburgunder aus Deutschland und Frankreich in den Ring um die alte Frage zu klären: wer ist denn der schönste Pinot Noir im Ländle. Eigentlich ging es Heiko und mir aber viel mehr darum, den Teilnehmern der Bonner Weinrunde einen breiten Überblick über die Stilistiken der vermutlich großartigsten roten Rebsorte zu vermitteln. Die Probe sollte dabei für Normalsterbliche bezahlbar bleiben und so bewegten wir uns bei den Burgundern im Village bzw. 1er Cru-Bereich und selbst bei…

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Weingut Mosbacher Riesling Forster Ungeheuer GG, 2003

Weingut Mosbacher Riesling Forster Ungeheuer GG, 2003

Helles goldgelb. Dieses Ungeheuer hat eine kraftvolle, zugleich charmante Nase mit Eindrücken von gelbem Apfel und kandierter Orangenfrucht. Die Nase wirkt recht komplex und vermittelt schon im ersten Eindruck etwas mineralisch-kristalines. Begleitet von einer feinen Nussaromatik weist dieser Riesling im 10. Lebensjahr keinerlei Reifetöne auf. Ein Antrunk voller Kraft. Etwas üppig-lasziv ist dieser Auftritt, die kandierten Apfel und Orangenaromen füllen den Mund. Balancierend steht hiergegen ein strenger und fester Mineralkern, der dem Wein Festigkeit und Souveränität gibt. Die Säure ist…

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Bosman Family Wineyards Pinot Noir Chardonnay Pinot Meunier, 2010

Bosman Family Wineyards Pinot Noir Chardonnay Pinot Meunier, 2010

Zartes Lachsrosé. In der Nase wird diese klassische „Champagner Blend“ bestimmt von kräftigen Krokant-Aromen vom Holzeinsatz, flankiert von herben Zitruszesten und einem feinwürzigen Erdbeerton, mit mehr Luft auch etwas Litschi.Auch im Mund würzige Holzaromatik, schlanker bis schon mittelvoller Antrunk, kräftig das Holz, aber nicht unangenehm, erst mit mehr Wärme arbeiten sich dazu eine Melange aus Melone und Walderdbeere hervor, diese sorgen für einen dezenten Schmelz. Der Wein ist sensorisch trocken, geschmacklich eine ungewohnte Abwechslung, der Alkolhol wird noch gut eingebunden….

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Riesling Kraftakt V – 2012

Riesling Kraftakt V – 2012

Bereits zum fünften Mal in Folge trafen sich dieselben Weinnasen im Herbst eines Jahres um die Tradition des Kraftaktes ein weiteres Mal aufleben zu lassen. Zum Jubiläum waren alle aufgerufen besonders lange in ihren Kellern zu graben, um ihren besten Riesling zu bergen. Guido wachte streng darüber die Güte der angestellten Tropfen, einige Teilnehmer mussten nachsitzen, aber es lohnte sich. Dieser Kraftakt war von der formalen Güte der Weine, aber auch vom Ergebnis das mit Abstand gelungenste und vielfältiges Feuerwerk…

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Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Nach drei Jahren gab es ein Wiedersehen mit diesem Wein: Eine stattliche Nase, unheimlich kräuterwürzig, es duftet aus dem Glas als habe man darin Brombeeren in Averna mariniert (aber ohne irgendwelche Schnapsnoten), gepudert mit Herrenschokolade, nach dem Abtrocknen drapiert auf einem feinen Stück Leder, ein Hauch schwarzer Pfeffer oben drauf gestreut-  und fertig. Maskulin, animierend, ernsthaft. Zugegeben, eine etwas adsurde Metapher – und doch finden sich darin alle Leitaromen dieses Gigondas wieder. Ein kühler, dunkelfruchtiger Antrunkt, ätherisch – kräuterwürzige Aromen…

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Weihnachtstasting in Bonn – oder der Weihnachtsmann kam 2012 erst am 26. Dezember

Weihnachtstasting in Bonn – oder der Weihnachtsmann kam 2012 erst am 26. Dezember

Die Liste jener Weine, die unbedingt noch ihren Weg in mein Glas finden müssen, wird ständig länger anstatt kürzer. Vermutlich kennt jeder von uns dieses Phänomen. Anlass genug spontan mit ebenso verrückten Weinfreunden einen spontanen Abend zu verabreden, an dem in kleiner und vertrauter Runde große Weine aufgezogen werden; getreu dem Motto der Weihnachtsmann kommt 2012 erst am 26ten. Die Weine wurden der Runde in Flights vorgesetzt, als Gastgeber kannte ich als einziger das gesamte Line-Up. Wie immer weichen bei…

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Muhr von der Nierport Blaufränkisch Prellenkirchen, 2003

Muhr von der Nierport Blaufränkisch Prellenkirchen, 2003

Wir hatten eigentlich vor, einen unkomplizierten Wein zu trinken, der uns und unser Abendessen nach einem anstrengenden Tag saft in den Abend begleiten sollte. Daraus wurde insoweit nichts, denn dieser Wein wollte erarbeitet werden. Aber gut, arbeitsscheu sind wir ja eh nicht. Schon die Nase dieses Blaufränkisch lässt aufhorchen (liebe Anatomiefreunde, bitte übt Nachsicht!), der Wein eröffnet mit einer strengen, teerwürzigen, sehr kernigen Kischnase, kontastrierend eine frische rote Sauerkirsche, die aus dem Glas strahlt. Ernst und fast ein wenig abweisend…

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