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Category: Alle Verkostungen

Reinhold & Cornelia Schneider Ruländer Auslese *** -R-, 2004

Reinhold & Cornelia Schneider Ruländer Auslese *** -R-, 2004

Kräftiges Altgold, mit bernsteinfarbenen Reflexen. Die Nase präsentiert einen Grauburgunder im allerbesten Sinn: nussiger Duft, gepaart mit reifen Apfelaromen, nach zwei Stunden in der Karaffe fast opulent, ohne dass die feine Stuktur und die Filigranität verloren gehen. Den Barrique-Einsatz verleugnet der Wein nicht, aber trotzdem halten sich die Holznoten dezent im Hintergrund und geben den Fruchtaromen nur sanft-rauchige Nuancen auf den Weg, ein feiner Touch Milchschokolade und Honignoten kommen mir in den Sinn, und ganz hinten scheint mir ein wenig überreifer…

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„Honivogl-Hirsch-Highlights“ – 11 x Grüner Veltliner

„Honivogl-Hirsch-Highlights“ – 11 x Grüner Veltliner

Bis zu diesem, mir als denkwürdig in Erinnerung bleibenden Abend hatte ich eigentlich die gutmütige Überzeugung, die Referenz für mineralische Weißweine könne eigentlich nur aus Riesling produziert werden. Nicht zwingend und ausschließlich von heimischen Böden, aber was die Rebsorte betrifft, da hatte ich schon wenig Bedenken – an Grünen Veltliner hätte ich jedenfalls nicht in erster Konsequenz gedacht. Inzwischen aber habe ich beschlossen, diese Haltung doch noch einmal nachhaltig zu überdenken. Denn was an diesem Abend in Sachen geballter, salz-durchzogener…

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Georg Mosbacher Riesling Forster Freundstück Großes Gewächs, 2002

Georg Mosbacher Riesling Forster Freundstück Großes Gewächs, 2002

Mit 3,5 Hektar ist das Freundstück, umgeben vom Kirchenstück und Ungeheuer, die kleinste und wohl unbekannteste der Forster Lagen. Nachdem ich kürzlich den Deidesheimer Kieselberg, ebenfalls aus 2002, ebenfalls von Mosbacher, verkostet hatte, war ich nun sehr gespannt auf die Unterschiede. Kräftiges Gelbgold mit altgoldenen Reflexen. Die Nase gefällt von der ersten Sekunde an, derart vielschichtig und offensiv kommt sie daher. Tiefe, rauchige Mineralität in wunderbarer Harmonie mit einem Abrieb von angetrockneten Zitronen und einem ganzen Strauß frischer Küchenkräuter. Dahinter etwas Aprikosencreme und…

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Van Volxem Riesling Wiltinger Kupp, 2004

Van Volxem Riesling Wiltinger Kupp, 2004

Im Glas ein dichtes, reifes Zitronengelb, zur Mitte hinten dunkler werdend. In der überaus schönen Nase eine ausgeprägte charakteristische Melange aus reifen, sahnig-cremigen Zitrusnoten, Akazienblüten, auch rotbeerige Aromen, Erdbeeren. Dazu kommt als Konterpart eine rauchige, würzige, herb wirkende Schiefermineralik. Im Mund ungeheuer dicht, fast ölig. An Aromen Zitronen, aber auch herbe Quitten und weiter hinten ganz ausgeprägt speckige, salzige Noten mit Gruyere und Feuerstein. Die Mineralität begleitet die opulenten Aromen und bleibt im langen Abgang am Gaumen stehen. Aromatisch, intensiv,…

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Chateau Larcis Ducasse Saint-Émilion Grand Cru Classé, 1996

Chateau Larcis Ducasse Saint-Émilion Grand Cru Classé, 1996

Transparentes Rubinrot, ins bräunliche tendierend und mit einem schmalen Wasserrand versehen. In der überraschend zurückhaltenden Nase Unterholz und leicht pilzige Noten, rote Beeren, vorallem Johannisbeeren, dazu etwas Kirsche, dann gewinnt das Holz die Oberhand (was nicht schwer ist, da die Fruchtnoten wirklich zurückhaltend sind) und zeigt ein wenig holzwürzige Schokolade. Die Nase deutet unzweifelhaft auf einen sehr reifen Wein hin, „morbider Charme“ hat etwas leicht euphemistisches. Im Antrunk mit kleinem Körper, wirkt wieder eher einen Hauch zu welk. Der Wein…

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Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Kieselberg Großes Gewächs, 2002

Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Kieselberg Großes Gewächs, 2002

Strahlendes, blasses Zitronengelb. Intensiver und zupackender Duft nach einer kreidigen Mineralik ohne Kompromisse, mitsamt medizinalen Anklängen. Ebenso deutlich reife Pfirsiche und Äpfel, ein Touch Zitrusfrüchte und grasige Anklänge. Der Antrunk ungemein saftig, aber sehr kompakt und nachhaltig. Trockene Stilistik. Im weiteren Verlauf setzt sich aber die kompromisslose, deutlich salzig-kreidige Mineralik durch und wird so dem Ruf des Kieselbergs gerecht. Dies gilt auch für die präsente, fast rustikale Säurestruktur. Des weiteren verleihen die kräutrig-grasigen Aromen dem Wein eine eigene Note. Bestimmt kein…

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Chateau Montus Madiran, 1999

Chateau Montus Madiran, 1999

Südlich von Bordeaux, irgendwo im Nirgendwo kurz vor den Pyrenäen, liegt das 500-Seelen-Örtchen Madiran. Dieses hat seine Bekanntheit vor allem durch die enorm tanninreichen Weine, die dort gewonnen werden. Die Weinberge sind mit der lokalen Traube Tannat bestückt, woraus die tanninstärksten Weine Frankreichs gewonnen werden, in der Jugend wahre Tanninmonster, die die Winzer durch Verschnitt und Holzeinsatz zu zähmen versuchen. Eine undokumentiert gebliebene Probe in der Bonner Weinrunde Anfang 2008 zeigte, dass das oft nicht gelingt. Der einzige Wein, der…

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16 Spätburgunder aus Baden

16 Spätburgunder aus Baden

Die erste Probe der Bonner Weinrunde im Jahr 2010 führte in die “Sonnenstube der Republik” oder auch “Deutschlands längstes Weinbaugebiet”, nach Baden. Das Thema war rot — passend zum nasskalten Winter sollten Florian und ich badische Spätburgunder präsentieren. Die Erwartungen waren hoch, viele hatten bei der Themenwahl für das Thema votiert, entsprechend umkämpft waren die 15 Verkostungsplätze. Besonderen Einsatz zeigte die exilbadische Fraktion der Weinrunde, die teils sogar aus dem Ruhrgebiet angereist war. Mit Spannung wurde erwartet, wie sich die…

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F.X. Pichler Riesling Loibner Berg Smaragd, 2001

F.X. Pichler Riesling Loibner Berg Smaragd, 2001

Glänzendes Gelbgold, hohe Viskosität. Dunkel-rauchige Mineralik, getoastetes Weißbrot und feine buttrige Anklänge prägen die Nase, fast meint man Barriquenoten zu vernehmen. Deutlich im Hintergrund ein dezenter Bergamotteduft und ein erster Hauch Firnenoten. Ein überaus ansprechendes, tiefes und verführerisches Bukett. Im Mund vergleichbar mit dem 2003er (hier lesen), jedoch spürbar reifer und stärker bestimmt von Sekundäraromen. Ganz deutlich und verführerisch die typische Loibner-Mineralik nach warmen Bienenwachs und dunklen, getrockenten Kräutern. Dahinter ein feine, aber intensive Fruchtsüße nach überreifen Pfirsichen und Aprikosen. Der…

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Weingut Franzen Riesling Bremmer Calmont QbA, 2006

Weingut Franzen Riesling Bremmer Calmont QbA, 2006

Wer einmal ein Gefühl dafür bekommen möchte, was Steillagenwinzer in ihrer täglichen Arbeit leisten müssen, kann sich im Bremmer Calmont, einem der — wenn nicht dem — steilsten Weinberg Europas ein eigenes Bild hiervon machen. Denn mitten durch die Weinbergslagen führt ein „Klettersteig“, der seinen Namen wahrlich nicht zu unrecht trägt. Über Stahlleitern und steile Tritter führt der Weg in den Berg — Schwindelfreiheit schadet hier übrigens nicht. Nichts also für die Kategorie „Sonntagsspaziergang“. Wenn man diesen Weg einmal „gegangen“…

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