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Category: Alle Verkostungen

Perrin et Fils Cairanne „Peyre Blanche“, 2005

Perrin et Fils Cairanne „Peyre Blanche“, 2005

Mittwochswein, der fünfte. Diesmal aus wohlbekanntem Hause. Wie, Perrin, diese Familie kennen Sie nicht? Dann gehören Sie sicher zu den Weintrinkern, die sich die Etiketten nicht genau genug ansehen — denn ansonsten wäre Ihnen der Name auf einem Etikett von Chateau Beaucastel aus Chateauneuf du Pâpe sicher schon einmal aufgefallen. Denn beide Weine kommen aus dem selben Haus. Beide Weine sind auch eine Assemblage aus Grenache, Syrah und Mourvedre. Doch zugegeben, hier enden die Gemeinsamkeiten. Und wenn ich die Wahl…

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Paul Achs Blaufränkisch Edelgrund, 2005

Paul Achs Blaufränkisch Edelgrund, 2005

Schneegedämpfte Ruhe, eisige Temperaturen, ein freies Wochenende. Der Wein der Wahl ist ein Blaufränkisch aus dem Burgenland. Im Glas ein klares dunkles Rubinrot mit schwarzen Reflexen. In der elegant anmutenden Nase beerige und auch vegetabil-würzige Aromen, an Hagebutten erinnernd, dazu eine wunderbar saubere Holunderfrucht und eine würzige, leicht schweißige Note. Im Antrunk zuerst eine trockene Frucht mit saftigen Kirschen, auch immer noch Holunderbeeren und wieder fruchtig-gemüsige Noten. Nach und nach dazu kommen getrocknete Pflaumen, ein leichtes rotes Paprikaaroma und ein…

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Weingut Markowitsch St. Laurent Rothenberg, 2006

Weingut Markowitsch St. Laurent Rothenberg, 2006

Dunkles Rubinrot. Mittelintensive Nase nach schon etwas reifen dunklen Beerenfrüchten, auch Himbeeren, dahinter getrocknete Gräser und eine zarte Schokoladennote. Am Gaumen sehr saftig, die resche Säure fallt sofort auf. Die gelungenen Fruchtaromen erinnern an Heidelbeeren und Kirschen, leicht unterlegt mit floralen Anklängen. Die Tannine sind feinporig, fast seidig. Der Abgang mittel, nicht sonderlich komplex und endet auf einer rotbeerigen Frucht mit einem Touch Minze. Nicht aufregend, aber gut. Zu Hause offen verkostet, einige Stunden in der Karaffe. Vom Weingut, 12,50…

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WG Herxheim am Berg Weißburgunder Herxheimer Honigsack Spätlese trocken, 2002

WG Herxheim am Berg Weißburgunder Herxheimer Honigsack Spätlese trocken, 2002

Über die so genannten Tollen Tage verabschiede ich mich traditionell aus dem Rheinland Richtung Süden, um meine Eltern zu besuchen. Die Tage dort sind meist nicht minder toll, habe ich doch jedes Mal wieder das Vergnügen, in Papas Weinkeller Ausgrabungen vorzunehmen, die zwar — Papa, verzeih! — selten wirklich Gutes, gelegentlich aber zumindest Interessantes an den Tag fördern. So wie dies hier, eine Weißburgunder-Spätlese von einer an sich recht ordentlichen Winzergenossenschaft aus dem pfälzer Norden. Ich habe in meinem früheren…

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Dr. Heger Spätburgunder Ihringer Winklerberg Großes Gewächs, 1999

Dr. Heger Spätburgunder Ihringer Winklerberg Großes Gewächs, 1999

Kennen Sie das? Sie wandern durch einen Weinberg und fragen sich, wie dieser Wein wohl später mal schmecken wird? Meinem Mitverkoster an diesem Abend mag es so gegangen sein, als er im Sommer 1999 am Ihringer Winklerberg die Post austrug — ausgerechnet am wärmsten Weinberg Deutschlands, der auch nicht gerade als Flachlage bekannt ist. Dass wir ausgerechnet diesen Wein aufzogen, war übrigens absoluter Zufall und ein sehr schöner Weinmoment. Im Glas ein eingetrübtes Rot mit vielen braunen Reflexen, ein noch…

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Chateau Poujeaux Moulis-en-Medoc, 1999

Chateau Poujeaux Moulis-en-Medoc, 1999

Von unserer letzten Redaktionskonferenz wurde ja schon berichtet. Auch diesen Wein schenkten wir uns an dem Abend ein. Er sollte das Highlight sein. In der Nase Kaffee, eine tiefe, intensive Frucht mit vielen rote Beeren und schwarze Johannisbeeren, dazu etwas Stall und eine deutliche Zündholznote. Schon in der Nase wirkt das sehr kräftig und überbordend. Im Antrunk packt der Wein dann richtig zu. Kräftige, aber geschmackvolle Tannine, wieder die intensiven Beerenaromen, noch stärker aber eine kräuterige Tabakigkeit und etwas grüne…

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Weingut Keller Riesling trocken Von der Fels, 2007

Weingut Keller Riesling trocken Von der Fels, 2007

Helles goldgelb. Der Wein hat – insbesondere mit mehr Wärme – eine in Ansätzen komplexe Nase nach Aprikose und etwas Traubenzucker. Die Frucht wirkt dabei hochreif und lässt einiges an Fruchtsüße erwarten. Feines, kreidig-staubiges Mineral. Ein sehr verhaltener Kaffeeton, den man bei konzentriertem Riechen erfassen kann. Mit mehr Wärme bekommt die Nase auch etwas lackiges – es bleibt aber bei einem sympathischen Gesamteindruck. Im Antrunk aus der frisch geöffneten Flasche noch etwas Kohlensäure. Dichter Spätlesestil. Mit mehr Luft dann rotwangiger…

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Chateau Tour de Pez St. Estèphe, 1999

Chateau Tour de Pez St. Estèphe, 1999

Sehr dunkle, fast blickdichte Farbe. In der Nase sehr würzig, fruchtsüß, fast ein wenig kompottig, eingelegte Kirsche, ein Hauch von Marzipan, auch etwas alkoholisch. Dagegen steht eine leichte ätherische Kräuternote, was Ansätze zu ganz nettem Spiel ergibt, die kompottige Seite scheint aber zu gewinnen. Am Gaumen gewisse Reifetöne, ohne jedoch direkt die klassischen Tertiäraromen von Waldboden, Laub und Pilzen aufzubieten. Eine gute Struktur mit präsenter Säure und schönem Holz, das uns von einer Flasche aus dem Dezemeber 2008 allerdings noch…

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Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Leinhöhle Spätlese trocken, 2008

Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Leinhöhle Spätlese trocken, 2008

Kräftiges Gelb mit ganz leichtem Grün-Einschlag. Aus dem Glas wallt ein überwältigender Kräuter- und Trockenblumenstrauß, nasser Kieselstein, Tabak und Rauch. Hinter all dem eine deutliche Zitrusfrucht und – etwas diffuser – etwas Pfirsich und gelber Apfel. Viel Kraft, allerdings derzeit vielleicht ein wenig einseitig. Im Mund wieder die Kräuter und die rauchigen Noten, Speck, Zitrus, mürber Apfel, gewisse Süße, etwas widerborstiger Gerbstoff. Eine schöne Struktur, im mittleren Verlauf eine kleine Delle, man würde sich hier etwas mehr Spiel und Tiefe…

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Chateau Chasse Spleen Moulis en Médoc, 1996

Chateau Chasse Spleen Moulis en Médoc, 1996

Dunkles Rubinrot mit Aufhellungen zum Rand hin. Die gereifte Nase eröffnet mit nassem Laub, Unterholz und grüner Paprika. Dazu kommt eine verhaltene Minzigkeit, Teer und — leider — auch eine kleine Spur Alkohol. Die rote Frucht im Antrunk ist noch saftig, aber auch sie weist schon Spuren von erkennbarer Reife auf. Mittlere Tiefe. Kirschkern, dunkle Schokonoten ergänzen den Geschmack, der am Gaumen sogar etwas welk und vegetabil wird. Mittellanger, mit leicht trocknenden Tanninen versehener Abgang. Der Wein, zumindest diese Flasche,…

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