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Category: Alle Verkostungen

La Réserve de Léoville Barton, Saint-Julien, 1996

La Réserve de Léoville Barton, Saint-Julien, 1996

Es gibt Konsumenten, die kaufen einen Wein nur deshalb, weil das Etikett „so hübsch“ aussieht. Die dahinterstehende Logik drängt sich einem ja auch förmlich auf: wenn schon die Verpackung klasse ist, kann der Inhalt ja auch gar nicht schlecht sein. Oder so ähnlich. Keine Frage, nach der Maßgabe hätte es dieser Wein bei diesen Frauen Konsumenten wirklich sehr schwer. Denn das Keilerkopf-Etikett des Zweitweins von Chateau Léoville-Barton gehört meiner bescheidenen Meinung nach mit zu den hässlichsten Flaschenaufdrucken, die das Bordelais jemals verlassen haben. Aber getreu dem…

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Müller-Catoir Rieslaner Haardter Herzog Auslese, 2005

Müller-Catoir Rieslaner Haardter Herzog Auslese, 2005

Rieslaner gehört zu den Traubensorten, die in der Weinöffentlichkeit ein ziemliches Nischendasein fristen. Wie sehr, zeigt schon ein kurzer Blick in die Statistik des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2007 — hiernach waren in Deutschland in diesem Jahr knapp 64.500 ha mit Weißweinrebstöcken bepflanzt. Hierauf entfiel auf Rieslaner, wenn die Zahlen aus dem Netz denn stimmen, exakt (Trommelbewirbel) 85 ha. Anteilig stehen diese Reben in etwa je zur Hälfte in Franken und in der Pfalz — so wie auch die…

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Weingut Spreitzer Riesling Hattenheimer Wisselsbrunnen Erstes Gewächs, 2003

Weingut Spreitzer Riesling Hattenheimer Wisselsbrunnen Erstes Gewächs, 2003

Helles Strohgelb. Feine, filigrane, aber ausdruckvolle Nase. Wirkt für einen 2003er überraschend frisch und feingliedrig, keinerlei Anzeichen von Altersnoten. Junger Pfirsich, gelber Apfel und eine kräutrige Mineraliltät, dahinter Anklänge von Cassis und tropische Früchte, zeichnen den Duft dieses Ersten Gewächses aus. Im Antrunk dominiert zunächst die deutliche Restsüße, für meinen Geschmack etwas zu viel. Langsam dringt dann jedoch eine überraschend präsente Säure durch. Wieder viel, jetzt eher reife Steinfrucht, kandierete Zitrusfrüchte, eine feine Kräuterwürze und schieferiger Mineralität. Der Wein hat einen mittleren Körper und durchaus…

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Les Pagodes de Cos Saint-Estephe, 1996

Les Pagodes de Cos Saint-Estephe, 1996

Zweitweine zu verkosten ist immer spannend und oft ungewiss, vor allem wenn sie schon etwas älter sind. Zu den Trinkfenstern gibt es unterschiedlichste Meinungen und Diskussionen. Oft zeigt sich jedoch, dass auch die kleinen Brüder der großen Bordeaux-Weine vernünftig reifen können und auf Cru-Bourgeois-Niveau oder gar noch besser getrunken werden können. Gemäß der Regel, dass in guten Jahrgängen auch viel Gutes in den Zweitwein geht, wurde heute der 1996er aufgezogen — erst der dritte Jahrgang des neben Chateau Marbuzet zweiten…

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Chateau Cantemerle Haut-Medoc, 2001

Chateau Cantemerle Haut-Medoc, 2001

Dieser Wein kam blind ins Glas. „Bordeaux 2001“ war als Eingrenzungskriterium bekannt, der Rest war demütiges Raten. Zum Glück, da doch sehr regionstypisch, als Haut-Medoc erkannt. Dunkles Purpurrot, mit fast undurchsichtigem, ins Schwärzliche gehenden Kern. In der Nase ein recht komplexer Dreiklang von frischen Johannisbeeren und etwas Zwetschgen, minzig-würzigem Zedernholz – diese Nuancen hatte ich auch beim 96er aus gleichem Hause – und einem angenehmen Anklang an Vollmilchschokolade. Der Fruchtanteil ist dabei besonders deutlich zu vernehmen. Im Mund wiederholen sich…

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Schloss Lieser Riesling Brauneberger Juffer Kabinett, 2005

Schloss Lieser Riesling Brauneberger Juffer Kabinett, 2005

Heute ist Aschermittwoch, im Jahre des Herrn 2009 – für Überzeugungstäter Grund genug, sich in den nächsten 40 Tagen allen irdischen Genüssen zu entsagen und auf das Fasten umzusteigen. Dagegen gibt es auch dem Grunde nach wenig einzuwenden, außer vielleicht, dass die Blogbeiträge hier doch ziemlich zurückgingen, wenn wir uns beteiligten – und wer will das schon?! Wir zumindest nicht. Deshalb geht es weiter wie gewohnt: Helles Strohgelb. Dank der reichhaltigen Belüftung waren die Spontinoten nur noch wenig präsent, in der kraftvollen Nase statt…

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Meyer-Fonné Riesling Pfoeller, 2001

Meyer-Fonné Riesling Pfoeller, 2001

Im Glas präsentiert er sich reif mit einem dunklen Zitronengelb und einem recht breiten Wasserrand. In der Nase eine Kernfrucht mit gelbem und grünem Apfel sowie limettige Zitrusnoten. Das Bukett ist geprägt von reifen Früchten, verschmolzen mit einer gereiften, kreidigen Mineralität, dazu kommen herbe Trockenkräuter. Im Mund trocken mit einer dichten, leicht jodigen und kräuterigen Mineralität, die lange stehen bleibt. Die Säure ist schön gereift und bietet nicht mehr die Aggressivität wie bei der letzten Verkostung vor zwei Jahren, was…

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Meyer-Fonné Pinot Gris Dorfburg, 2003

Meyer-Fonné Pinot Gris Dorfburg, 2003

Heute ist es passiert. Ich bin in die beliebte Elsass-Falle getappt. Gesucht war eine Flasche vollmundigen Grauburgunders als Begleiter zum Abendessen. Der ideale Zeitpunkt, sich am Meyer-Fonné-Regal zu bedienen, dachte ich mir und kam mit diesem Wein aus dem Keller. Der Dorfburg ist eine direkt nach Süden ausgerichtete Nebenlage des Grand Cru Florimont mit schweren Böden. Aufgezogen, probiert und — im Glas schwenkt irgendetwas zwischen Auslese und Beerenauslese. Wer sich mit Elsass-Weinen auskennt, weiß darum, dass die Etiketten oft nicht…

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Chateau de Jonquieres Cuvée La Baronnie Coteaux du Languedoc, 2001

Chateau de Jonquieres Cuvée La Baronnie Coteaux du Languedoc, 2001

Purpurrot. Drückende, aber differenzierten Nase, die durch dunkle Früchte, einen leichten Portweinton und insbesondere reife, pralle Pflaumen und Schwarzkirschen zu gefallen weiß. Im Mund schlanker als erwartet, mittlere Dichte, kühl, mit Noten von frischen Zwetschgen und gut eingebundenem Holz, geschmacklich insgesamt strukturiert. Auch im Abgang bleibt der Wein frisch, mittellang bis schon lang, sehr geschliffenes Tannin, feinporig, etwas herb vom Holz (wie gute Bitterschokolade) und auch leicht kaffeeige Röstaromen. Hinten fehlt etwas der Druck, aber der Gesamteindruck ist stimmig. Offen…

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Chateau La Gurgue Margaux, 1995

Chateau La Gurgue Margaux, 1995

Dunkles, trübes Purpurrot, keine Aufhellungen zum Rand hin, in der verhaltenen Nase rote Beeren und eine schöne ätherisch-kräuterige Kühle, dazu ein präsenter Vanilleton und auch Anklänge an Rumtopf. Der Alkohol ist so gerade noch eingebunden. Im Mund mittlerer bis schon voller Körper, füllig fleischig, hat viel Druck. Geschmacklich erinnert er an Brombeere und schwarze Kirsche, etwas Schoko und auch Tabak. Der Alkohol und die Säure zeigen sich sehr balanciert und harmonisch eingebunden. Deutlich stumpfendes Tannin. Gefällt dennoch mit seiner kühlen,…

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