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Category: Frankreich

Chateau Troplong-Mondot Saint-Emilion, 1950

Chateau Troplong-Mondot Saint-Emilion, 1950

Intensive rubinrote Farbe mit dunklen kirschroten Reflexen. Kaum Randaufhellung. Intensive Kaffeenoten, daneben Kirschkonfit — wunderschön gereift, wirkt noch sehr reintönig mit einer gewissen Frische. Nach einer Weile zeigen sich aber immer mehr Pilznoten und er wird von Minute zu Minute fragiler. Im Mund erstaunlich frisch (rüstig) mit einer feinen süßen Fruchtspitze, überaus feinporige und schmelzige Tanninstruktu, dahinter wieder deutliche Aromen von Waldpilzen und Unterholz. Gefällt mir auch aufgrund der schönen, kräuterigen Holzwürze sehr gut. Mittellanger Abgang mit ansprechendem Spiel. Nicht…

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Domaine Mont Chavy (Georges Duboeuf) Morgon, 2005

Domaine Mont Chavy (Georges Duboeuf) Morgon, 2005

„Beaujolais ist tot“, so äußerte sich der Weinhändler meines Vertrauens jüngst über diese Weinregion. Nicht, weil es da keine guten Produzenten mehr gäbe. Auch nicht, weil nicht genügend ansprechende Weine auf die Flasche gezogen würden. Nein, es seien schlicht die Nachfrager, der Markt habe einfach kein Interesse mehr an den Weinen dieser Region — was meine Neugierde natürlich umgehend gereizt hat. Die Neugierde, die ich zuvor angesprochen habe, hat natürlich einen tieferen Grund, denn mit der Rebsorte Gamay verbinde ich…

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Chateau Montrose Saint-Estephe, 1959

Chateau Montrose Saint-Estephe, 1959

Rubinrote Farbe, undurchscheinbarer Kern mit braunem Rand. Sehr harmonische, perfekt ausgewogene Nase nach sehr intensiver rotbeeriger Frucht, feinstes Kirschkonfit, sehr elegant und eindrücklich. Die Frucht wird wunderbar flankiert von fein-würzigen Holzaromen, Waldpilzen und einer rauchigen Mineralik. Die Nase besticht durch Tiefe, Kraft und Eleganz. Im Mund enttäuscht der Wein keinesweg, sondern überzeugt ähnlich wie in der Nase. Hochfeine und trotzdem intensiv-charmante Fruchtaromen nach Kirschen, Brombeeren und Cassis mit einer süßen Spitze. Die Säure ist präsent, aber keinesfalls störend. Zarte mineralische…

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Chateau Larcis Ducasse Saint-Émilion Grand Cru Classé, 1996

Chateau Larcis Ducasse Saint-Émilion Grand Cru Classé, 1996

Transparentes Rubinrot, ins bräunliche tendierend und mit einem schmalen Wasserrand versehen. In der überraschend zurückhaltenden Nase Unterholz und leicht pilzige Noten, rote Beeren, vorallem Johannisbeeren, dazu etwas Kirsche, dann gewinnt das Holz die Oberhand (was nicht schwer ist, da die Fruchtnoten wirklich zurückhaltend sind) und zeigt ein wenig holzwürzige Schokolade. Die Nase deutet unzweifelhaft auf einen sehr reifen Wein hin, „morbider Charme“ hat etwas leicht euphemistisches. Im Antrunk mit kleinem Körper, wirkt wieder eher einen Hauch zu welk. Der Wein…

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Chateau Montus Madiran, 1999

Chateau Montus Madiran, 1999

Südlich von Bordeaux, irgendwo im Nirgendwo kurz vor den Pyrenäen, liegt das 500-Seelen-Örtchen Madiran. Dieses hat seine Bekanntheit vor allem durch die enorm tanninreichen Weine, die dort gewonnen werden. Die Weinberge sind mit der lokalen Traube Tannat bestückt, woraus die tanninstärksten Weine Frankreichs gewonnen werden, in der Jugend wahre Tanninmonster, die die Winzer durch Verschnitt und Holzeinsatz zu zähmen versuchen. Eine undokumentiert gebliebene Probe in der Bonner Weinrunde Anfang 2008 zeigte, dass das oft nicht gelingt. Der einzige Wein, der…

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Domaine du Moulin Cheverny blanc „La Bodice“, 2005

Domaine du Moulin Cheverny blanc „La Bodice“, 2005

Animiert durch die ansprechende Verkostung des Domaine du Moulin Cheverny blanc, trieb es mich kürzlich zum Weinhändler meines Vertrauens, um der Domaine mal genauer auf den Grund zu gehen. Nach Hause brachte ich unter anderem dieses Lagengewächs aus Sauvignon blanc und Chardonnay aus demselben Jahrgang wie der Wein aus der Verkostung kürzlich. Im Glas ein helles, leicht trübes Strohgelb mit hellgrünen Reflexen. In der Nase erst mal Holz, frisch gehobelte Bretter, willkommen im Sägewerk, mehr und mehr dringen weitere Aromen…

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Diebolt-Vallois Champagner Brut Blanc de Blancs, n. v.

Diebolt-Vallois Champagner Brut Blanc de Blancs, n. v.

Blases Zitronengelb mit rot-gelben Reflexen. Zartfruchtige Nase nach grünem Apfel, tropischen Füchten und floralen Anklängen. Die anfänglichen Hefenoten verfliegen mit der Zeit zum größten Teil. Sehr angenehm, frisch und sauber. Das Mousseaux im Antrunk recht erfrischend, aber gerade noch ausreichend weich und geschmeidig. Die Früchte empfinde ich nun als etwas reifer, eher gelber Apfel, angetrockneten Zitronen und welke, weiße Rosenblätter. Dank der erstaunlich präsenten Mineralik und des rüstigen Säuregerüsts, empfinde ich diese reiferen Fruchtnoten als überaus genehm und harmonisierend. Am…

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Chateau Pavie Saint-Emilion, 1961

Chateau Pavie Saint-Emilion, 1961

Dunkles Ziegelrot, granatrote Reflexe mit breiter Randaufhellung. In der Nase deutlich oxidative Noten, ein ganzer Korb von Rosinen, Maggiwürze und Bratensaft. Nicht wirklich schön. Im Mund zeigt der Wein noch ein gewisse Struktur und Tiefe, jedoch überwiegen auch hier oxidative Noten, eine müde Süße von getrockneten Beeren, heftig viel Liebstöckel. Der Wein ist deutlich drüber. Schade. Trotz allem hat er noch eine gewisse Länge und Raffinesse, jedoch macht er nicht wirklich Spaß. Nicht alle Flaschen müssen in diesem Zustand sein,…

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Perrin et Fils Cairanne „Peyre Blanche“, 2005

Perrin et Fils Cairanne „Peyre Blanche“, 2005

Mittwochswein, der fünfte. Diesmal aus wohlbekanntem Hause. Wie, Perrin, diese Familie kennen Sie nicht? Dann gehören Sie sicher zu den Weintrinkern, die sich die Etiketten nicht genau genug ansehen — denn ansonsten wäre Ihnen der Name auf einem Etikett von Chateau Beaucastel aus Chateauneuf du Pâpe sicher schon einmal aufgefallen. Denn beide Weine kommen aus dem selben Haus. Beide Weine sind auch eine Assemblage aus Grenache, Syrah und Mourvedre. Doch zugegeben, hier enden die Gemeinsamkeiten. Und wenn ich die Wahl…

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Chateau Poujeaux Moulis-en-Medoc, 1999

Chateau Poujeaux Moulis-en-Medoc, 1999

Von unserer letzten Redaktionskonferenz wurde ja schon berichtet. Auch diesen Wein schenkten wir uns an dem Abend ein. Er sollte das Highlight sein. In der Nase Kaffee, eine tiefe, intensive Frucht mit vielen rote Beeren und schwarze Johannisbeeren, dazu etwas Stall und eine deutliche Zündholznote. Schon in der Nase wirkt das sehr kräftig und überbordend. Im Antrunk packt der Wein dann richtig zu. Kräftige, aber geschmackvolle Tannine, wieder die intensiven Beerenaromen, noch stärker aber eine kräuterige Tabakigkeit und etwas grüne…

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