Bürklin-Wolf Riesling Spätlese trocken Deidesheimer Kalkofen G.C., 1999

Bürklin-Wolf Riesling Spätlese trocken Deidesheimer Kalkofen G.C., 1999

Im Mittelhaardt zählt Bürklin-Wolf zu den erfahrensten Güter im Ausbau von trockenen Spitzenrieslingen mit erheblichen Reifepotential. Trotz der enormen Größe von 85 Hektar gelingt es dem Weingut zumeist die Terroirs der vielen Spitzenlagen rund um Forst, Deidesheim, Wachenheim und Rupperstberg zu bewahren. Seit Mitte der 90er-Jahre zeigt sich die Qualität wieder auf einem erfreulichen Niveau. Heute haben wir den 99er Kalkofen im Glas. Kein schlechtes, aber zuweilen überschätzes Jahr in Deutschland, wobei meiner Meinung die Pfalz und das Rheingau sich…

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Chateau Malescasse Haut-Médoc, 2000

Chateau Malescasse Haut-Médoc, 2000

Jahrgang 2000, $19,99: Die Entscheidung hat mich 0,3 Sekunden gekostet. Sehr ledrige Nase, mit mehr Luft kommt dahinter aber auch noch mehr zu Vorschein. Zum Beispiel getrocknete Kräuter, Blumenwiese, Süßkirsche, etwas Marzipan. Ein etwas stechend-ätherischer Ton auch, grüne Paprika und schwarze Johannisbeere. Schon leichte Reifenoten wie Waldboden und Pilze. Im Mund ebenfalls vor allem mit der ledrigen und frisch-ätherischen Seite, kraftvolle Säure. Vanillig-holziger Ton. Die Frucht ist schwer zu identifizieren, sehr kompakt, viel Struktur, wenig geöffnet. Angenehme Tannine. Nachhaltig. Schöner,…

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Chateau Clerc Milon Pauillac, 1995

Chateau Clerc Milon Pauillac, 1995

Ich habe einen Weinladen entdeckt. Liegt ein wenig abseits, hat aber eine riesige und interessante Auswahl, insbesondere Bordeaux‘ der Jahrgänge 2000 und 2005. Und diesen hier. Ich habe seit weit über einem Jahr keinen reifen Bordeaux getrunken, und Rainer hat mich kürzlich darauf aufmerksam gemacht, dass mein Geschmack mittlerweile doch recht amerikanisiert sei. Daher musste ich zuschlagen, und sei es nur, um zu testen, ob mir sowas überhaupt noch schmeckt. Der Korken fast ganz durchgeweicht. Im Glas leicht bräunliche Färbung….

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Chateau Magrez-Tivoli Medoc, 2005

Chateau Magrez-Tivoli Medoc, 2005

Fast schwarze Farbe, unscheinbarer Kern mit kirschroter Randaufhellung. Unaufdringliche, recht feine Nase nach frischen dunklen Beeren, reifen Kirschen. Sehr feines, fast noble Holzanklänge nach Zedern und samtigen Nappaleder. Alles wirkt sehr elegant und ruhig komponiert, in keinster Weise breit. Und so zeigen sich auch zarte Graphitnoten und geben dem Weine eine gelungene frische, mineralische Note mit. Kraftvoller, unheimlich kompaktvoller Antrunk. Wieder diese frische Mischung aus Kirsch- und Graphitaromen. Nun werden auch die 58% Cabernet Sauvignon wegen der deutichen Cassis-Noten deutlich,…

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Heymann-Löwenstein: ein Winzer – siebzehn Weine

Heymann-Löwenstein: ein Winzer – siebzehn Weine

Zu gewohnter Stunde an einem Samstag im Mai 2011 traf sich die Bonner Weinrunde. Das Thema beschränkte sich auf einen Winzer und eine Rebsorte: Riesling von der Mosel aus dem Hause Heymann-Löwenstein. Da der Winzer zu den bekannten Erzeugern gehört und in der Bonner Weinrunde nicht zum ersten Mal zur Geltung kam, musste über den Winzer und seine Lagen (Kirchberg, Stolzenberg, Röttgen und Uhlen B, L und R) nicht viel berichtet werden. Für seine Probe hatte Guido nicht nur seinen…

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Große Rieslinge trocken von 1992 bis 2004

Große Rieslinge trocken von 1992 bis 2004

Im Rahmen der Bonner Weinrunde präsentierte ich im März 2010 trockene Rieslinge aus den Jahren 1992 bis 2004.  Bis auf wenige Ausnahmen stellen sie die trockene Spitze des jeweiligen Weingutes dar. Mit Ausnahme von drei Piraten kamen alle Weine aus Deutschland. Der Artikel beinhaltet eine kleine Einführung in ältere trockene Rieslinge und die Notizen der verkosteten Weine dieses Abends. Weiter lesen…

Bordeaux 1982 bis 1990 – Eine kleine Bestandsaufnahme

Bordeaux 1982 bis 1990 – Eine kleine Bestandsaufnahme

Die Bestände in Norberts und meinem Weinkeller reichten aus, um kürzlich eine Verkostung 80er-Bordeaux vom linken Ufer in kleiner Runde zu veranstalten. Ziel der Probe war es ein möglichst breites Spektrum anzubieten. Und so fanden sich fast alle Appellationen aus fünf Jahrgängen vom Crus Bourgeois bis zum Premier Cru auf der Liste. Entsprechend bunt war die Qualität im Glas. Hier geht es zu meinen Notizen von diesem Abend. Weiter lesen…

Chateau Gruaud Larose St. Julien, 1982

Chateau Gruaud Larose St. Julien, 1982

Das Deuxiémes classe-Chateau steht mittlerweile wohl etwas im Schatten von Las Cases, Léoville-Barton oder Ducru und i.d.T. entsprechen die Weine in den 90ern nicht ihrem Classés. Unbestritten verfügt Gruaud aber über das notwendige Terrior großartige Weine zu erzeugen und seit einigen Jahren scheint es wieder aufwärts zu gehen, will man den Beschreibungen und Bewertungen der üblichen Verdächtigen glauben. Aber dies musste uns an einem Freitagabend nicht interessieren, denn es stand blind der 1982er auf dem Tisch. Eines der besten Jahrgänge…

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Weingut J.B. Becker Riesling trocken Wallufer Walkenberg Alte Reben, 2002

Weingut J.B. Becker Riesling trocken Wallufer Walkenberg Alte Reben, 2002

Recht kräftiges Gelb-Gold. Die Nase ist wirklich interessant. Sie bietet einen Duft, so wie es ganz typisch für eine Art Rheingau-Riesling ist: ungemein frisch, glockenklar, mit ein wenig Strenge versehen. Die besondere Eigenart bezieht sie jedoch aus ihren tabakigen Nuancen, die man hinter den jungen Steinfrüchten deutlich herausriecht. Ich muss nochmal betonen wie frisch diese Nase riecht, die Zitrusnoten und die strenge Mineralik weisen eigentlich auf einen Jungwein hin. Aber halt, wir sind ja auch bei J. B. Becker und…

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Heymann-Löwenstein Winninger Röttgen, 1999

Heymann-Löwenstein Winninger Röttgen, 1999

Ostersamstag an der Mosel, auf einer Terrasse in der Mittagsonne. Was für ein Wetter. Was für eine Landschaft. Und was für ein Wein… Einfach nur lecker. Hedonistischer Spaß im Glas, der Guido und mich befähigte anschließend strammen Schrittes den Uhlen hinaufzustapfen und den grandiosen Ausblick auf die Mosel zu geniessen. Gibt´s leider nicht mehr zu kaufen,  92 Punkte (ausgezeichnet), wer den noch hat – jetzt bei Sonnenschein auf die Terrasse!