Große Riesling-Gewächse 2010 – erste Eindrücke

Große Riesling-Gewächse 2010 – erste Eindrücke

Hier geht es zu den ersten Eindrücken der 2010er ersten und großen Gewächse. Wir werden die Liste in den nächsten Monaten fortlaufend erweitern bzw. aktualisieren. Die Weine werden nicht nur bewertet, sondern wir bemühen uns um eine möglichst ausführliche Beschreibung der Weine. Hier gehts weiter…

Bürklin-Wolf Riesling trocken Forster Pechstein Großes Gewächs, 2001

Bürklin-Wolf Riesling trocken Forster Pechstein Großes Gewächs, 2001

Ein Wein der polarisiert und für mich in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung genommen hat. Thorsten hat ihn vor gut drei Jahren bereits einmal sehr treffend beschrieben: Weiter lesen… Wie sich jetzt zeigt, hätte er nur hinter seinen 89 Punkten ein „+“ hinzufügen können, denn so wie sich der Wein heute präsentiert, gehört ganz sicher in die Kategorie „ausgezeichnet“. Einfach ein mustergültiger Vertreter seines Jahregangs, seiner Lage und der Stilistik des Weingutes. Klassischer Riesling, von großer Ernsthaftigkeit, adeliger Noblesse…

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Drei Musketiere aus 2002: G-Max, Hubacker und Unendlich

Drei Musketiere aus 2002: G-Max, Hubacker und Unendlich

Im Rahmen einer Probe für große, trockene Rieslinge im gereiften Stadium kamen die vermeintlichen Musktiere aus 2002 gemeinsam in einem Flight (halbblind*) auf den Tisch: G-Max, Unendlich und der von vielen als bester trockener Riesling des Jahres eingestufte Hubacker. 2002 war weder in Deutschland noch in der Wachau ein großes Riesling-Jahr. Der ständige Regen im Oktober vermasselte so manchen Winzer die erhofften Qualitäten. Zum Glück konnten die meisten Winzer, aufgrund der gewonnen Erfahrung aus 2000, Fäulinisprobleme vermeiden, aber viele Weine…

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E. Guigal Côtes du Rhône, 2007

E. Guigal Côtes du Rhône, 2007

Ich habe hier vor gut eineinhalb Jahren mal eine CdR-Trilogie mit Weinen von Edeka und leider mäßigem Erfolg veranstaltet (Teil 3 hier, die Links zu Teil 2 und 1 gibt’s dann dort im Artikel). Ich möchte nicht ausschließen, dass die eher schlechten Bewertungen auch damit zusammenhingen, dass ich mit CdR an sich nicht richtig warm werde. Danach habe ich aber jedenfalls eher die Finger davon gelassen. Nun ist mir hier in Boston kürzlich eine Flasche in die Hände gefallen, die…

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Weingut Prager Riesling Ried Klaus Smaragd, 2007

Weingut Prager Riesling Ried Klaus Smaragd, 2007

Prager, das vermeintlich am wenigsten bekannte Wachauer-Weingut der großen Vier (neben Hirztberger, Knoll und F.X. Pichler), landete bei diversen Blindverkosten, Grüner Veltliner sowie Riesling, regelmäßig ganz oben. Die terroirgeprägten Weine überzeugen oft dank ihres vielschichtigen Geschmacksbildes, der festen, nachhaltigen Mineralik und einer besonders feinen, angregenden Säurestruktur, sowohl in der Jugend als auch im gereiften Stadium. Dies gilt auch für den heutigen Wein. Seit längerem mal wieder ein Riesling aus der Riede Klaus, der die zugesprochenen Möglichkeiten dieser hochgeschätzen Lage überzeugend…

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Renaissance Cabernet Sauvignon Sierra Foothills North Yuba, 2000

Renaissance Cabernet Sauvignon Sierra Foothills North Yuba, 2000

Über diesen Wein weiß ich nichts, außer dass er mir aufgrund seines für einen amerikanischen Cabernet ungewöhnlichen Jahrgangs aufgefallen ist. Produzent, Anbaugebiet, AVA: mir alles unbekannt. Eine Mini-Recherche ergibt, dass North Yuba auf ca. 600m Höhe liegt, überwiegend vulkanischen Boden hat und Renaissance mit gerade mal 18ha der größte Produzent des Gebiets ist. Spannend. Der Korken leckt. Der Wein ist äußerst trüb im Glas. Ohne langes Dekantieren geht’s sofort zur Sache: sehr interessant. Warme Anmutung in der Nase, Sauerkirsche, kaltes…

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Weingut Alfred Merkelbach Riesling Spätlese (Versteigerung) Ürziger Würzgarten, 1994

Weingut Alfred Merkelbach Riesling Spätlese (Versteigerung) Ürziger Würzgarten, 1994

Ein klein wenig für Altweine muss man schon übrig haben, damit man diesem Tröpfchen noch Gutes abgewinnen kann. Meine Leidenschaft sind die von Petrol- oder Firnenoten bestimmten Rieslinge bestimmt nicht, aber nach einer Weile stimme ich mich gut in die Aromatik dieser, immerhin gut 16 Jahre alten, Versteigerung-Spätlese ein. Er braucht gar etwas Zeit im Glas um sich nach dem ersten Sauerstoffschock zu beruhigen. Seine Farbe erinnert an Apfelsaft, derart dunkel und bernsteinfarben ist sein Gelbton. In der Nase ein…

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Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1990

Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1990

Bereits seit einigen Jahren verfolge ich dieses Chateau und bei meiner Subskription ist es auch regelmäßig dabei. Es liefert eigentlich immer einen reelen Gegenwert. Heute der 1990er zum rosa gebratenen Rumsteak. Passt. Und anschliessend war noch ein ausreichend großer Schluck im Glas, um neben „ahh, ist der einfach lecker“, sich ein wenig mehr mit dem Wein zu beschäftigen: klassische, ziegelrote Farbe eines gereiften BDX, mit zarter Randaufhellung. Leicht stallige Nase, etwas Unterholz und Waldboden, mit kräftigen Tabaknoten und viel Kräuterwürze….

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Weingut Robert Weil Riesling trocken Kiedricher Gräfenberg Erstes Gewächs, 2007

Weingut Robert Weil Riesling trocken Kiedricher Gräfenberg Erstes Gewächs, 2007

Ungemein frisches, intensives Riesling-Bukett eines Jungweines. Viel Äpfel, Zitrusfrüchte, weiße Johannisbeeren und Steinobst, aber auch deutliche mineralische Anklänge und Noten diverser Küchenkräuter. Große Tiefe, wirkt noch etwas kernig, sorgt aber für Vorfreude auf den ersten Schluck. Der Antrunk sehr straff, saftig und ungemein konzentriert; steht unter einer extremen Spannung. Die Säure hat viel Biss, etwas wild, aber trotzdem von großer Eleganz. Die Spannung wird von der kühlen, zupackenden Mineralität noch verstärkt. Hinzu kommt eine unwirsche Zitrusaromatik, die ihre Balance zum…

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Weingut J. Ellwanger Lemberger trocken Hades, 2006

Weingut J. Ellwanger Lemberger trocken Hades, 2006

Gastbeitrag unseres Stammlesers Steffen Dunkles Violettrot mit einer etwas überraschenden Transparenz. Immerhin ein Lemberger und kein Spätburgunder. In der Nase die typischen Gewürznoten des Lembergers, daneben Kirsche und dezente Barriquenoten, etwas Teer, etwas Kaffee, etwas Marzipan, insgesamt fein und elegant in der Nase. Im Mund eine angenehme Frische und mineralische Kühle, erneut Kirsche, aber auch etwas schwarze Johannisbeeren, dicht und leicht zugleich. Das neue Barrique bereits jetzt gut eingebunden. Lemberger dieser Preisklasse wirken mitunter etwas zu schwer und konzentriert und…

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