Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Mittelintensive, durchscheinende Farbe nach Kirschrot mit einem feinem Wasserrand. Früchtegeprägtes Bukett nach Wilderdbeeren, Sauerkirschen und herb-würzigen Kräutern, daneben Leder und auch ein Hauch von floralen Noten. Fruchtbetonter, leicht säuerlicher Auftakt, zeigt Frische und auch Strenge am Gaumen, eher von schlanker Statur; dadurch haben die eleganten Fruchtaromen nach Himbeern, Erdebeeren und Kirschen einen guten Auftritt. Die Frucht unterlegt mit der richtigen Menge Holz und auch einer zarten Ahnung von kalkiger Mineralik. Mittellanger frischer, fruchtiger, leicht herber und austrocknender Abgang. Sehr gute…

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Trockene Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer

Trockene Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer

Probe trockene Spitzenweine von Mosel, Saar und Ruwer 10. Oktober 2011 Diesen Monat bei der Bonner-Weinrunde standen 20 trockene Spitzenrieslinge von der Mosel, Saar und Ruwer an. Unter trocken verstanden wir dabei einigermaßen geschmacklich trocken – gebietstypisch eben. Bei dem Begriff „Spitzenrieslinge“ haben wir uns nicht an irgendeinen Verband gehalten, sondern unsere eigene Auswahl getroffen. Die Bezeichnungen gehen in dem Anbaugebiet eh wild durcheinander. Die Probe sollte einen Aufschluss über den Stand bei den trockenen Rieslingen bringen und eine breite…

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Heinrich Spindler Riesling Forster Jesuitengarten Spätlese trocken, 2007

Heinrich Spindler Riesling Forster Jesuitengarten Spätlese trocken, 2007

Helles goldgelb. Die Nase wirkt sehr ruhig und getragen und entwickelt mit Luft schnell kräftig wirkende tropische Noten, die ein wenig verwaschen bleiben und am ehesten an Papaya und frischer Ananas erinnern. Mit mehr Luft auch etwas Steinfrucht. Im Mund eröffnet der Wein mit einem schon vollen Körper, dicht und leicht ölig schwappt der Wein durchs Glas, dominiert von einen Korb von Tropenfrüchten, Ananas und einer feinen, erdig – salzigen Mineralität. Aus der frisch geöffneten Flasche wirkt der Wein insbesondere…

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Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Herrlich eindringliche und sehr weiche Bdx-Nase. Intensive Cabernet-Würze, Brombeeren, frisch gerösteter Kaffee und im Hintergrund ein Hauch Tabakkiste. Im Mund erkennt man sofort das bessere Jahr im Vergleich zu 93 und 94, die ich kürzlich verkosten durfte. Ein schlanker, viligraner Körper mit einer vielschichtigen Früchtearomatik nach Kirschen, Brombeeren und natürlich Cassis. Über den gesamten Verlauf ist der Baron ungemein weich, schmeichelnd mit sanften Tannine ausgestattet, wuscht wie ein Kätzchen über den Gaumen. Das Holz sehr charmant mit der Frucht verwoben,…

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Bürklin-Wolf Riesling Deidesheimer Hohenmorgen Spätlese G.C., 1999

Bürklin-Wolf Riesling Deidesheimer Hohenmorgen Spätlese G.C., 1999

Strahlendes Goldgelb. Brotkruste, kalkige Mineralik, Muskat, ein Hauch von Kümmel steht für die Würze, füllige Steinfrucht und die Eleganz des Deidesheimer Hohenmorgen zeigt sich unmittelbar in der Nase. Großer, gereifter Rieslingduft ohne jede Müdigkeit oder Alternoten. So riecht im besten Falle Mittelhaardt! Ungemein animierender Antrunk, viel reife Steinfrüchte, gereifte, angetrocknete Äpfel, dahinter ins tropisch gehende Früchte. Sehr saftig, straff und geprägt von einer seidigen Textur. Sehr untypisch für die zumeist heute kargen, schlanken, zuweilen ausgezehrten 99er. Trotz all seiner Frucht…

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Weingut von Racknitz Riesling trocken QbA, 2009

Weingut von Racknitz Riesling trocken QbA, 2009

Am ersten Tag noch eine leicht hefige Nase, wirkt sehr jugendlich und wild. Grapefruit, angetrocknete Zitronen und ein kräutriger Duft prägen die Nase. Erst im Hintergrund zeigen sich feine Steinobstaromen; mineralische Anklänge. Sehr klar und sauber, so wie man sich eine QbA-Qualität vorstellt. Auch im Mund noch von erstaunlicher Jugendlichkeit. Wieder hefige Noten, die am zweiten Tag weitestgehend verschwunden sind. Wein von schlankem Körper, rassiger Antrunk mit ordentlich lebendiger, fast rescher Säure, die aufgrund der Zitrusaromen noch verstärkt wird. Der…

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Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Nein, ich habe nicht auf ein solches Weinerlebnis gewartet, um meine Schreiberei auf diesem Blog nach etwas Abstinenz wieder aufnehmen zu wollen – aber, das sei zugegeben, hierzu zu schweigen – nein, das wäre nun auch nicht angezeigt gewesen. Blind kam dieser Wein auf den Tisch – und doch, weder geographische Herkunft noch seine Abstammung selbst konnte dieser Wein lange verbergen… Dunkles Karminrot, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. Kein Wasserrand. In der Nase eine unaufdringliche, hochkomplexe Eleganzvielfalt aus Kaffee,…

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Weingut Keller Riesling trocken von der Fels, 2009

Weingut Keller Riesling trocken von der Fels, 2009

Hat in der Nase was von Blutorangen, Grapfruit, herbe Kräuteraromen und eine Spur erdiger Mineralität. Gar nicht so hochreif und süßlich, oder besser gesagt einschmeichelnd, wie ich es sonst vom „von der Fels“ kenne. Vermutlich noch sehr jung und von daher ein wenig verschlossen. Trotzdem animierend. Im Mund von mittlerem Körper mit einem saftigen, fruchtbetonten, leicht herben Antrunk. Nicht ganz trockene Stilistik. Sicherlich ein Produkt das viele Weinfreunde erfreuen soll, aber selbst ambitioniertere Riesling-Freunde für einen Abend ausgezeichnet unterhalten kann….

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Schloss Lieser Riesling trocken Niederberg Helden GG, 2009

Schloss Lieser Riesling trocken Niederberg Helden GG, 2009

Strahlendes Strohgelb. Animierend klarer Duft nach frisch aufgeschnittenen Pfirsichen , zarte Zitrusanklänge und etwas Orangencreme. Dahinter Anklänge von getrockneten Gräsern und irgendwie weht auch ein minerlischer Duft durchs Glas. Sehr frucht-würziger Antrunk nach schon leicht angetrockneten Aprikosen und Pfirsichen und Kräutern. Hat Kraft, die Säure gar Rasse, aber bietet auch das für die Mosel typische feingliedrige, elegante Aromenspiel. Gute Stuktur, zeigt durchaus Tiefe an, die Mineralik noch etwas verhalten. Im weiteren Verlauf kommen etwas Gerbstoffe und herbe Kräuter auf. Der…

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Emrich-Schönleber Riesling trocken Monzinger Halenberg GG, 2004

Emrich-Schönleber Riesling trocken Monzinger Halenberg GG, 2004

Nach sieben Jahren zeigte sich uns der Halenberg derart kühl, frisch und ja verschlossen, dass die Blindverkostung uns mal wieder Demut lernte. Ohje, wir haben doch alle keine Ahnung inkl. der ganzen „professionellen Verkoster“. So vermutete z.B. Wein-Plus, dass der Wein bis 2007 getrunken werden sollte. Sehr witzig, heute meinten manche (absolut verständlich) einen 2008er im Glas zu haben, den man noch mind. 10 Jahre weglegen muss. Obwohl ich den Jahrgang, eher zufällig, aufgrund seiner (wunderbar) herben Stilistik richtig erkannte,…

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