Chateau Cap Léon Veyrin Listrac-Médoc, 2005

Chateau Cap Léon Veyrin Listrac-Médoc, 2005

Für einen derartig jungen Bordeaux überrascht die Menge des zurückbleibendem Depot in der Flasche nach Umfüllen in eine Karaffe. Satte violett-purpurote Farbe mit einem intensiven Kern wie schwarze Tinte. Der erste Eindruck in der Nase noch ein wenig verhalten, aber ein nuanciert-feines Lüftchen weht mir da entgegen. Feinfruchtige, noch verschlossener Aromakern, erinnert an Schwarzkirschen und jungen Pflaumen, dahinter Anklänge von Süßholz und/oder Lakritz. Das Holz mit einer moderaten Vanille und einer Ahnung von Marzipan bestens integriert. Noch sehr jung, aber…

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Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Die Domaine Charleux ist ein in vierter Generation geführtes Familienweingut – das Stammhaus befindet sich im südlichen Teil der Cote de Beaune, gute 20 km von Beaune selbst entfernt. Etwa 13 ha nennt die Familie ihr Eigen. Soweit die nakten Fakten… Dunkles, überraschend blickdichtes Purpurrot für einen Pinot. In der Nase Schwarzkirsche, Kräuter, auch dunkle Beeren sind vernehmbar, dazu verhalten Bitterschokolade. Die Nase ist merklich präsent und auch überraschend kräftig, wenngleich harmonisch. Mittlerer Körper im Antrunk, würzige Kräuternoten, unterlegt von…

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Kühling-Gillot Riesling Pettenthal GG, 2007

Kühling-Gillot Riesling Pettenthal GG, 2007

Keine Frage, beim Blick in die Weinkarte schoß uns beim Anblick dieser Position schon die Floskel „Kindermord“ durch den Kopf. Und so hatten Thorsten und ich etwas Sorge, dass wir diesem Wein viel zu früh an den Korken gehen könnten… Aber da die Riesling-Alternativen nur lauteten: GG aus 2008 und 2009 – und der Rest an „Nichtrieslingen“ nur wenig reizvoll war: tja, da war die Wahl getroffen… In der lauten Nase Limone, ein Korb gelber Frucht, dazu nicht ganz so…

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Giacomo Bologna, B di Bradia Monferrato rosso, 2007

Giacomo Bologna, B di Bradia Monferrato rosso, 2007

Giacomo Bologna gilt als einer der Urväter der Barbera-Traube. Mit seinem“ Bricco dell’ Uccellone“ und dem „Ai Suma“ hat es das Weingut zu Weltruhm geschafft – das man im Gegenzug die Weine des Weinguts nicht mehr zu günstigen Preisen bekommt, sondern gerne einmal 40-50 Euro für die zuvor benannten Weinpretiosen auf den Tisch legen muss, ist eine schon fast logische Konsequenz. Ich erwartete nicht die Qualität dieser Spitzenweine, als ich diese Händlerabfüllung entdeckte, beileibe nicht. Diese Erwartung wäre auch naiv…

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Weingut Kollwentz Blaufränkisch Point Burgenland, 2007

Weingut Kollwentz Blaufränkisch Point Burgenland, 2007

Warme, harmonische Nase vorzugsweise nach dunklen Waldbeeren, erinnert an Brombeeren und Sauerkirsche . Man riecht die neuen und gebrauchten Barriques, in denen der Wein zwei Jahre lag reifte, diese Holzwürze ist schon jetzt mit der Frucht verwoben. Dahinter Bitterschokolade, Waldboden und Kräuter. Am Gaumen jugendlich-kompakt mit verschossenem Aromakern. Der Verlauf ist noch etwas eckig. Trotzdem bietet er schon heute eine saftige Kirschfrucht, dahinter Anklänge ala Brombeeren und Holunder. Das Holz steht ein wenig daneben und zeigt sich am Gaumen eine…

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Weingut Siener Riesling Kastanienbusch Taschberg & Kastanienbusch Schiefer, 2007

Weingut Siener Riesling Kastanienbusch Taschberg & Kastanienbusch Schiefer, 2007

Es war ein purer Zufall, der diese beiden Weine hintereinander auf den Tisch kamen. Florian kam zu Besuch und brachte den Schiefer mit, mit dem Taschberg wollte ich meinen Gast überraschen. Tja, so kann es gehen in der kleinen, mulitkontinentalen Weinwelt… Kastanienbusch „Taschberg“, 2007 Der Taschberg ist eine Teilparzelle im 70ha großen Kastanienbusch, und der 2007er scheint der letzte Jahrgang zu sein, in dem diese Bezeichnung das Etikett schmücken dufte. Schon im Jahr 2008 kam dieser Lage als „T…b…g“ auf…

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Bordeaux von 1948 bis 1961

Bordeaux von 1948 bis 1961

Schon vor geraumer Zeit hatte ich Gelegenheit die nachfolgenden Weine zu verkosten. Noch immer erinnere ich mich lebhaft an diesen Abend. Mit nur wenigen Ausnahmen waren alle Flaschen intakt und zeigten ungemein viele Facetten von gereiften Bordeauxs. Von 11 Flaschen übersprangen immerhin vier Kandidaten die 90-Punkte-Marke. Ein erstaunliches Ergebnis bei mindestens 50 Jahre alten Weinen. Ein paar der angestellten Chateaus hatte ich in einzelnen Beiträgen bereits zuvor beschrieben. Hiermit ist diese Verkostung vollständig erfasst. Weiter lesen… ‎

Weingut Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2006

Weingut Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2006

Und noch ein Wein aus dem Rheingau, Jahrgang 2006, der wir bereits in der Vorwoche im Rahmen der 2006er-GG-Probe im Glas hatten. Die erste Begegnung hinterlies bei mir den Eindruck: noch ist er schön – er muss aber nicht mehr viel älter werden. Wurde er auch nicht, schon eine Woche später blubberte der Wein erneut in die Karaffe… Dunkles goldgelb, ins helle bersteinfarbene gehend. Die Nase von reifer Frucht geprägt, kaum Altersnoten, leicht ins mostige gehender Apfel, sehr kraftvoll, Honigspuren,…

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Georg Breuer Riesling Nonnenberg & Rottland, 2006

Georg Breuer Riesling Nonnenberg & Rottland, 2006

Kürzlich gab es im Rahmen einer Verkostung 13 Riesling-GGs aus 2006, darunter auch der Berg Schlossberg von Breuer. Seit Jahren schlummern bei mir noch etliche Exemplare von Nonnenberg und Rottland im Keller. Sie liegen im Fach „Verkaufen“, weil sie mich in ihrer Jugend doch entäuscht haben. Der Schlossberg in der Probe hat mir insgesamt gefallen, nur sein Duft war recht eigenwillig und zeigte bereits erste Reifenoten. Im Mund präsentierte er jedoch seine übliche Eleganz mitsamt einem feinen Säurebogen. Einschränkend notierte…

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Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Nach zwei Stunden in der Karaffe öffnet sich der Wein und präsentiert eine elegante, zugleich aber kirschfruchtbetonte Nase. Die leicht röstigen Holznoten stehen harmonisch im Einklang mit einer klaren Kirschessenz, kühl und ein wenig unnahbar. Weiteren Charakter gibt ein wenig grüne Paprika. Dieses Wechselspiel aus klarer Kirschfrucht und einer noblessen Kargheit nimmt einen sofort für diesen Wein ein und animiert zum Trinken. Im Mund sehr ausgeglichen, alle Komponenten (ganz leicht fruchtsüße Kirschfrucht, etwas dunkle Schokolade, metalillisch-mineralische Noten, Kräuter) stehen schön…

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