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Category: Alle Verkostungen

Grande Madame de Saint Julien – Las Cases über fünf Jahrzehnte

Grande Madame de Saint Julien – Las Cases über fünf Jahrzehnte

Las Cases, was für ein klangvoller Name! Ich erinnere mich noch gut an den prickelnden Schauer, der mir sanft den Rücken hinab lief, als der erste Tropfen von diesem Deuxiéme Cru meinen Gaumen verführte. Da waren Eleganz und Kraft in einmaliger Harmonie mit einem glasklaren und tiefem Aromenspiel aus vielfältigen Früchten und mineralischen Anklängen. Seit diesem Tag sammle ich diese Weine, zugegebenermaßen die kleineren Jahrgänge, und zu besonderen Anlässen fällt die Wahl immer wieder auf dieses Cru. Leider sind die…

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von Winning, Forster Jesuitengarten Riesling GG, 2008

von Winning, Forster Jesuitengarten Riesling GG, 2008

Das Setting für diesen Wein mit „zünftig“ zu beschreiben, trifft es nicht ganz: Guido, unsere Mädels und ich bestellten ihn vor Ort, im Restaurant des Weinguts von Winning, zu einem nachmittäglichen Pfälzer Teller (Bratwurst, Saumagen und Leberknödel mit Sauerkraut) nach ausgedehntem Spaziergang durch die Forster und Deidesheimer Lagen – das natürliche Habitat des Weins, sozusagen. Beim ersten Schnüffeln am Glas erinnerte ich mich, dass ich wohl noch nie in meinem Leben einen Jesuitengarten getrunken hatte. Was mir aus dem Glas…

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Weingut Pfeffingen Riesling Ungsteiner Weilberg GG, 2008

Weingut Pfeffingen Riesling Ungsteiner Weilberg GG, 2008

Im Glas ein helles Goldgelb. Eine gelbfruchtig saftige Nase erwartet uns, die mit zunehmender Wärme im Glas kräutriger wird, entwickelt sich fast in Richtung Lakritz, ohne aber die Süße mitzubringen. Steinstaubiges Mineral. Geschliffen und sehr animierend. Im Mund saftig-üppiger Antrunk, eher voller Körper, auch hier gelbe Früchte, reifer Pfirsich und eine ganz leichte Kräuter-Zitrusspitze, die den Jahrgang vielleicht hätte verraten können – mir an diesem Tag allerdings nicht. Erinnerte mich an den Jahrgang 2007.  Denn der Wein hat eine schöne…

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Gereifte Australische Rotweine von 1981 bis 2002

Gereifte Australische Rotweine von 1981 bis 2002

Anfang März ging es mit ganz viel Vorfreude nach Dormagen. Bernd lud zu gereiften Australischen Rotweinen ein. Über viele Jahre sammelte er die Weine sehr gezielt und so hatten wir die wirklich einmalige Gelegenheit eine große Bandbreite an gereiften, bekannten Weinen binnen eines Abends zu verkosten. Gerade bei Erzeugnissen aus der neuen Weinwelt ist es mitunter problematisch an ältere Jahrgänge zu gelangen, einfach weil die meisten Flaschen entweder all zu früh aufgezogen werden, oder auf Nimmerwiedersehen in den Kellern der…

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Sieben Spätburgunder vom Weingut Ziereisen

Sieben Spätburgunder vom Weingut Ziereisen

Nach dem ersten Teil mit einer Vertikalen des Oestricher Doosbergs und des Mittelheimer St. Nikolaus von Peter Jakob Kühn (hier nachzulesen) standen in der Bonner Weinrunde im März 2012 die Spätburgunder des badischen Weinguts Ziereisen auf dem Programm. Bekannt sind die Weine für ihre Kräftigkeit — sowohl in der Konzentration als auch im Holzeinsatz. Daher wurden alle Weine am Vortag geöffnet und doppelt dekantiert – und somit nachhaltig belüftet. Weiterlesen …

Eine kleine Reise durch Chablis & Mâconnais

Eine kleine Reise durch Chablis & Mâconnais

Heiko lud im Rahmen der Bonner Weinrunde uns mal wieder zu einer Probe in sein Lieblingsgebiet ein, dem Burgund. Dieses Mal ging es in die nördlichste und südlichste Appellation, Chabils und Mâconnais. Da galt es für mich nix als hin, denn diese Gebiete habe ich nicht wirklich regelmäßig im Glas. Mir war nur klar, dass es heute haufenweise Chardonnay, in all seinen Facetten, geben wird. Nach dem Aufdecken, es wurde wie immer blind verkostet, war mir dann doch das eine…

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Weingut Wittmann Riesling Westhofen Aulerde GG, 2010

Weingut Wittmann Riesling Westhofen Aulerde GG, 2010

Bei der Jungweinverkostung der Großen Gewächse 2010 hatte ich bei diesem Wein den Eindruck, dass es meinem Geschmack eher entgegen kommen würde, diesen Wein jung zu trinken, weil mich die Vermutung geleitet hat, er könne mit weiterer Reife seine (trotz Jugend schon erkennbare) Botrytisnote später zunehmend betonen. Natürlich ein Stück weit Spekulation, aber nach den letzten Erfahrungen mit einigen 2006er-GG eine vielleicht – für meinen Gaumen – nicht ganz unbegründete Annahme… Und so kam es, dass diese Aulerde trotz Ihrer…

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Beate Knebel Riesling Von den Terassen, 2008

Beate Knebel Riesling Von den Terassen, 2008

Grünliches Strohgelb. Spontanwürziger Duft nach herben, leicht grünen Steinfrüchten, etwas Tabak und Pfirsich. Schiefrige Anklänge. Schlanker bis knapp mittelvoller Antrunk, rassige Säure, fester Bau, dann wieder die schon aus der Nase bekannten herben, etwas grünlichen Steinfruchtnoten und eine saftige Pfirsichnote, die nicht süßlich wird. Deutliche Schieferwürze, im Zusammenspiel mit der Säure wird die Mineralität fast eine Spur kristalin. Mittellanges, von Saftigkeit und Schieferwürze geprägtes nachhaltiges Finale. Ein durchaus lagentypischer Untermoselaner – und ein schöner Einstieg in die Rieslingwelt der Knebels….

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Cháteau Trotanoy Pomerol, 1988

Cháteau Trotanoy Pomerol, 1988

Ein sehr unterschiedlich besprochener Wein, aus einer eher schwachen Phase des Weingutes. Der 88er soll gemäß seiner Befürworter jedoch durchaus gut gelungen sein, manche halten ihn gar für einen der besten Pomerols aus diesem zuweilen unterschätzen Jahr. Wer mal wissen möchte wie ein Petrus, L´Eglise-Clinet oder L´Evangile schmeckt, aber nicht das Budget dafür aufbringen möchte, soll hier fündig werden. Vom Terroir ist das verständlich, denn die Weingärten von Trotanoy bieten ähnliche Voraussetzungen im Vergleich zu den genannten Gütern. Alles gute…

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Bassermann-Jordan Riesling Forst Pechstein, 2004

Bassermann-Jordan Riesling Forst Pechstein, 2004

Dunkles strohgelb. Dicht und viskos liegt der Wein im Glas. Eine „braun-erdige“ Nase finde ich vor, viel Bodeneindruck, der nur zurückhaltend von gelbem Apfel und etwas Steinfrucht begleitet wird. Diese Nase bietet eine gewisse Spannung, urwüchsig erdig einerseits, verspielt aufgrund der Steinfrucht. Wird mit zunehmender Wärme expressiver. Und noch mineralischer. Ohne erkennbare Reifetöne. Fester, klarer Antrunk, sehr kompakt und erdig-würzig, aromatisch geprägt von Apfel und Steinfrucht. Zunehmend stoffiger werdend, changiert der Wein zwischen erdnussig-braunen Mineraleindrücken und seiner Frucht. Mit mehr…

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