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Category: Alle Verkostungen

Chateau Cheval Blanc 1er Cru Saint Emilion, 1993

Chateau Cheval Blanc 1er Cru Saint Emilion, 1993

Überraschend jungendliches Schwarzkirschrot mit bläulich-violetten Reflexen, nur am Rand zeigen sich zaghaft erste Aufhellungen, mitteltiefe Intensität mit durchscheinenden Kern. Die Nase macht sofort an. Sie ist vollständig aufgeblüht, es überwiegen feine rote und dunkle Beerenfrüchte. Eindrücklich auch die noble Holzwürze nach Kokos und fein-herber Dunkelschokolade. Die Frucht pendelt aufregend ständig zwischen Schattenmorellen, Cassis und reifen Pflaumen. Die gleichen Anteile von Merlot und Cabernet Sauvignon zeigen sich hier schulmäßig. Bisweilen auch Anklänge nach Bleistiftspitze, Pfeffer und Kerbel. Ich könnte die ganze…

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Jahrgangsprobe 2006 Riesling Große Gewächse

Jahrgangsprobe 2006 Riesling Große Gewächse

Es war mal wieder soweit. Die Jahrgangs-Riesling-Probe stand an. In der Regel sechs Jahre nach der Lese blicken wir zurück und unterziehen einer Auswahl von großen Rieslingen einer ersten Zwischenbewertung. Dieses Jahr haben wir uns darauf verständigt das Jahr 2006 vorzuziehen. Dafür gab es im Wesentlichen zwei Gründe. Weiter lesen…

Ökonomierat Rebholz Riesling „Vom Muschelkalk“ Spätlese trocken, 2007

Ökonomierat Rebholz Riesling „Vom Muschelkalk“ Spätlese trocken, 2007

Rebholz macht es seinem Publikum nicht leicht. Oftmals in der Jugend zugenagelt, ohne jede Freundlichkeit und Charme muss man sich seine Großen Gewächse in den Keller legen – alleine die Hoffnung und die Erfahrungen der vergangenen Jahre lassen die Investition rechtfertigen. Neben den Großen Gewächsen kaufe ich, als einer der wenigen Winzer, auch regelmäßige mehrerer Flaschen seiner trockenen Spätlesen von unterschiedlichen Böden. Nach 2-5 Jahren zeigen sich diese oftmal derart geschmacksschön und vielschichtig, dass sie sich hinter einem GG nicht…

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Cumbres de Abona Malvasia dry „Testamento“, 2009

Cumbres de Abona Malvasia dry „Testamento“, 2009

Anfang Januar verschlug es mich nach Teneriffa, um eine Pause vom dem Winter zu nehmen. Dort kam ich auch in Berührung mit den lokalen Weinen. Ich muss zugeben, Teneriffas Weine waren mir bisher kein Begriff. Sich damit zu beschäftigen, ist aber durchaus interessant. Aufgeteilt in fünf D.O. wachsen hier Reben auf der ganzen Insel, zum größten Teil im Trockenanbau auf alten Lavafeldern — direkt neben Palmen und Feigenkakteen. Die Weine stammen dabei fast durchweg aus ökologischem Anbau, belastende Schutzmittel sind…

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Weingut Massolino Nebbiolo Langhe, 2006

Weingut Massolino Nebbiolo Langhe, 2006

Leuchtendes, dunkles Rubinrot. Dieser Nebbiolo beginnt mit einer schüchternen, feinduftigen Nase, helle Herzkirschen, Himbeere, rote Johannisbeere. Klar gezeichnet, aber leise. Aromatisch ergänzt von Hagebuttentee, etwas Teer und filigran stützendem Karamell vom Holz. Ein metallischer Anklang rundet den zurückgenommenen Auftritt ab. Mitteldichter Antrunk, eine strahlend transparente rote Frucht, die schon aus der Nase bekannt war: Himbeere, Johannisbeere und Hagebuttentee. Dazu eine frische, knackige Säure, die mit der Frucht ein gelungenes Wechselspiel eingeht. Den Alkohol schon noch gut einbindend. Zum Gaumen hin ein…

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Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 1997

Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 1997

Intensives, nahezu spiegelndes Grüngelb. Unmittelbar nach dem Aufziehen deutliche Firnenote und auch etwas Kellermuff. Da geht der Wein direkt für eine Stunde in die Karafffe und dann zeigte er sich, wie ich es bereits oft bei Breuer-Weinen erlebte, von einer ganz anderen Seite. Der Muff und die Alternoten nun gänzlich verschwunden. Jetzt die erhoffte klare, präzise gezeichnete Nase eines großen, gereiften Rieslings. Ausgeprägter kräuter-würziger Duft mit packendem mineralischem Spiel. Die Frucht zurückgenommen, aber grüne Apfelaromen und Zitrusfrüchte verleihen der Nase…

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Philippi Pinot Noir „R“, 2004

Philippi Pinot Noir „R“, 2004

Deutscher, hochpreisiger Spätburgunder boomt – dem Vernehmen einiger Händler nach. Und doch „kränkelt“  der eine oder andere Top-Spätburgunder deutscher Herkunft weiterhin an einem altbekannten Problem, namentlich dem teilweise zu massiven Holzeinsatz, den so macher Winzer seiner Kresenz zukommen lässt. Dass hier manchmal etwas weniger Barrique viel mehr wäre, scheint sich nur langsam und mühsam durchzusetzen. Vielleicht habe ich aber auch nur das Konzept dieser EG und GG nicht verstanden. Oder es fehlt die Erfahrung, wie so manches EG/GG nach zwanzig-…

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Weingut Bürklin-Wolf Riesling Forster Ungeheuer GC, 2004

Weingut Bürklin-Wolf Riesling Forster Ungeheuer GC, 2004

Strohgelbe Farbe. In der Nase irritierende, leicht gemüsige Noten, die an Kohl erinnern, zum Glück aber mit weiterer Belüftung im Glas abnehmen. Danach zunehmend Apfel und gelbe Steinfrucht, die aber weiterhin schwer auszumachen sind. Mittlerer bis schon voller Körper. Der Wein bietet viel Fruchtstruktur, auch hier wieder das Apfel-Steinfruchtgemisch, er wirkt aber schnell hitzig. Das ist schade, denn ansonsten hat der Wein durchaus Statur, wartet neben der Frucht mit einer merklichen Mineralität und auch salmiak-salzigen Eindrücken auf. Und doch wird…

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Casale Triocco Montefalco Rosso DOC Umbrien, 2003

Casale Triocco Montefalco Rosso DOC Umbrien, 2003

Ein alter Freund, mit dem ich vor vielen Jahren ausgedehnte Reisen durch Italien unternahm, kam kürzlich vorbei. Passenderweise brachte er ein paar dieser typischen recht mächtigen Würste mit, wie sie so gerne in Umbrien in die Pasta geschnitten werden. Damit war das Abendessen klar und dazu musste natürlich der passende Wein her. Da hieß es für mich tief in meinem Keller zu graben, bis ich in meine, mitterweile sehr überschaubare, Umbrien-Ecke angekommen war. Es sollte ein einfacher, kräftig-rustikaler Landwein sein….

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Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 2003

Georg Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg, 2003

Eine bestens gereifte Rieslingnase drückt aus dem Glas. Die Belüftung von zwei Stunden in der Karaffe haben dem Wein zunehmend gut getan. Schon die Nase gibt einen ersten Eindruck auf den mineralischen Charakter dieses Weines preis, es prickelt fast in der ansonsten kernobstigen Nase, die einerseits eine deutliche Apfelnote, andererseits einen leichten Akazienhonigton preisgibt. Eine merkliche Botrytis scheint hier aber nicht am Werke zu sein. Mit mehr Luft auch Orangenblüte, die der ehedem schon komplexen Nase eine weitere Schicht hinzugibt….

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