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Category: Alle Verkostungen

Knipser Riesling Spätlese trocken Kalkmergel, 2007

Knipser Riesling Spätlese trocken Kalkmergel, 2007

Im Glas ein ganz helles Weißgelb. In der Nase ein schöner Schmelz aus weißer Steinfrucht, zarten floralen Aromen, etwas gelber Melone und Biskuit. Insgesamt wirkt das süßlich und cremig, und auch durchaus stoffig. Dazu mineralische Töne, nicht auf den Punkt gewirkt, eher etwas rauchig. Im Mund entpuppen sich die süßlich anmutenden Aromen als völlig trocken. Eine Komposition von Steinfrucht und Äpfel, saftig und dicht gewirkt. Hinzu komm einiges an Säure, die aber schon im Ansatz gereift ist und eher für…

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Domaine des Champs fleuris Les Tufolies Saumur-Champigny, 2003

Domaine des Champs fleuris Les Tufolies Saumur-Champigny, 2003

Kann ein sortenreiner Cabernet Franc eigentlich gut reifen? Bei einfacheren Qualitäten? Und auch dann, wenn der Wein aus dem Hitzejahr 2003 entstammt? Ich hatte ob dieser Fragestellung schon leichte Bedenken, als ich Flasche entkorkte – aber ein bißchen Spannung soll ja schließlich sein; zudem erinnerte ich mich an die Worte des Schenkers, der mir vor einigen Jahren diese Flasche zuwandte: „Liegen lassen!“. Angesagt. Getan. In der fruchtig-würzigen Nase saftige Schwarzkirsche, vollreif und wärmend, nicht jedoch in einem alkoholisch Sinn, dazu…

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Emrich-Schönleber Riesling – R – Monzinger Halenberg, 2007

Emrich-Schönleber Riesling – R – Monzinger Halenberg, 2007

Strahlendes Blassgold. In der Nase dominiert ein komplexer, mineralischer Duft nach cremig-rauchigen Kieselsteinen, ummantelt von einer frischen Apfelnote und kandierten Zitrusfrüchten. Mit jeder Stunde wird der Duft tiefer und entblättert seine Nuancen (unbedingt einige Stunden in die Karaffe füllen). Im Mund ist der erste, eindeutige Eindruck: viel zu jung. Es ist schon alles vorhanden, aber noch nicht eingebunden, noch sehr unruhig, ständig bricht irgendwo etwas aus, der Wein ist zum Bersten gespannt und wird heute nur durch seine zarte Süße ein…

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Korrell Johanneshof Riesling trocken Königsfels, 2007

Korrell Johanneshof Riesling trocken Königsfels, 2007

Im Glas Nase ein helles Strohgelb, hellgrüne Reflexe. In der Nase eine saubere Steinfrucht, dazu eine Zitronennote, gut gefällt die kühle, ätherische Mineralität und eine stoffige, pikante, junge Petrolnote. Im Antrunk geht der Wein von Null auf Hundert. Zuerst eine kräftige Säure, hinter der sich ein dichtes und dabei trockenes, mineralisches Extrakt auf die Zunge legt. Das gefällt richtig gut. An Aromen eine kreidige Mineralität, sonst aber nicht sonderlich aufregend, wieder Steinfrucht und auch wieder Zitrustöne, die jetzt etwas sauer…

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Weingut Hofmann Riesling trocken -S-, 2007

Weingut Hofmann Riesling trocken -S-, 2007

Das Wein- und Sektgut Hofmann liegt in der Gemeinde Appenheim im rheinhessischen Bereich Bingen. Meine erste Begegnung mit einem Wein aus diesem Haus ist erst einige Wochen alt, da kam im Vorprogramm zur spannenden Verkostung einiger Grüner Veltliner die noch sehr jugendlich wirkende 2008er Spätlese trocken aus der Lage Appenheimer Hundertgulden ins Glas. Einige Tage später stolperte ich eher zufällig im Fachhandel über diesen Wein und da ich eh noch einen Sparrings-Partner für den 2007er Buntsandstein von Siener suchte und…

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Siener Riesling trocken Buntsandstein QbA, 2007

Siener Riesling trocken Buntsandstein QbA, 2007

Florian hatte es ja schon im Januar angekündigt, aufmerksame Mitleserinnen und Mitleser erinnern sich vielleicht: Riesling von Siener gäbe es erst wieder zur Wiedererröffnung der Riesling-Saison, so seine Ansage. Obwohl ich mir ja nicht so sonderlich sicher bin, dass die Riesling-Saison in diesem Blog zwischenzeitlich je ein Ende gefunden hätte. Aber die warmen Temperaturen im Rheinland lassen indes auf einen baldigen Frühlingsbeginn hoffen. Und da fällt die Wahl natürlich gerne verstärkt wieder auf Riesling — und das war auch sicher…

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Koehler-Ruprecht Riesling Auslese Kallstadter Saumagen, 1999

Koehler-Ruprecht Riesling Auslese Kallstadter Saumagen, 1999

Teil 2 des Probierpakets. Eine 99er Auslese – noch erhältlich ab Weingut! Ganz leicht firnige Nase mit Nüssen, Blüten, Apfelsaft, frisch aufgeschnittene, hochreife Mango und Lindenblütenhonig. Im Mund schwerer Honig, viel Süße, schön im Zaum gehalten von anregendem Gerbstoff, ganz leicht trocknend. Wieder Mango. Sehr schwere Textur und gleichzeitig tolle Säure — ein faszinierendes Wechselspiel. Hat Länge, macht aber im Mittelteil einen etwas gehemmten Eindruck. Vom Weingut, 13 Euro, 87 Punkte (sehr gut), jetzt trinken

Chateau Troplong-Mondot Saint-Emilion, 1950

Chateau Troplong-Mondot Saint-Emilion, 1950

Intensive rubinrote Farbe mit dunklen kirschroten Reflexen. Kaum Randaufhellung. Intensive Kaffeenoten, daneben Kirschkonfit — wunderschön gereift, wirkt noch sehr reintönig mit einer gewissen Frische. Nach einer Weile zeigen sich aber immer mehr Pilznoten und er wird von Minute zu Minute fragiler. Im Mund erstaunlich frisch (rüstig) mit einer feinen süßen Fruchtspitze, überaus feinporige und schmelzige Tanninstruktu, dahinter wieder deutliche Aromen von Waldpilzen und Unterholz. Gefällt mir auch aufgrund der schönen, kräuterigen Holzwürze sehr gut. Mittellanger Abgang mit ansprechendem Spiel. Nicht…

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Domaine Mont Chavy (Georges Duboeuf) Morgon, 2005

Domaine Mont Chavy (Georges Duboeuf) Morgon, 2005

„Beaujolais ist tot“, so äußerte sich der Weinhändler meines Vertrauens jüngst über diese Weinregion. Nicht, weil es da keine guten Produzenten mehr gäbe. Auch nicht, weil nicht genügend ansprechende Weine auf die Flasche gezogen würden. Nein, es seien schlicht die Nachfrager, der Markt habe einfach kein Interesse mehr an den Weinen dieser Region — was meine Neugierde natürlich umgehend gereizt hat. Die Neugierde, die ich zuvor angesprochen habe, hat natürlich einen tieferen Grund, denn mit der Rebsorte Gamay verbinde ich…

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Emrich-Schönleber Riesling Spätlese trocken Monzinger Halenberg, 2006

Emrich-Schönleber Riesling Spätlese trocken Monzinger Halenberg, 2006

Recht kühler und verhaltener Duft nach Zirtrusfrüchten und reifen Pfirsichen, etwas Traubenzucker. Die Mineralik nicht ganz so straff und eindrücklich wie vom Halenberg gewohnt, dafür fein-verspielte Graphitnoten, ein Hauch florale Aromen, und mir scheinen allererste Reifenoten in die Nase zu steigen. Im Mund eine recht trockene Stilistik, trotzdem fruchtig-saftig mit schönen Pfirsich- und Aprikosenfrüchte. Gemeinsam mit den feinen Tabaknoten und einer kräftigen Säure erhält der Wein durchaus ein gewisses Spiel, weiß aber nicht ganz zu überzeugen. Denn ebenso im Mund…

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