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Category: Alle Verkostungen

Domaine Marcel Deiss Grasberg Bergheim, 2004

Domaine Marcel Deiss Grasberg Bergheim, 2004

Auf der Spitze, überhalb einer der bekanntesten Grand Cru-Lagen des Elsass, dem Altenberg de Bergheim, liegt die Premier Cru-Parzelle Grasberg. Trotz der Nord-Ost-Ausrichtung gibt es dort gerade noch ausreichend Sonne. Die Böden sind karg, stark kalkhaltig und so müssen die Reben weit in die Tiefe vordringen, um ihr Überleben zu sichern. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Grasberg wohl die leichtesten und feinsten Weine von Deiss hervorbringen. Was bleibt, ist der Mischsatz, und so haben wir hier Riesling, Grauburgunder…

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Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1989

Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1989

Der Zufall will es, dass ich relativ kurz nach dem 1986er nun auch die Gelegenheit habe den 1989er zu verkosten. Gemeinhin als das kleinere Jahr im Moulis beurteilt, nur Parker befindet den 89er als des beste Jahr des Weingutes und gibt ihm 91 Punkte. Wie auch immer, klein ist dieser Wein keines falls. Uns hat er zumindest diesen Abend zum gegrillten Steak perfekt begleitet. Kirschrot mit purpurroten Reflexen lag er im Glas. Kaum Wasserrand. Nach zwei Stunden im Dekanter öffnete…

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Bassermann-Jordan Riesling Forster Ungeheuer Kabinett trocken, 2007

Bassermann-Jordan Riesling Forster Ungeheuer Kabinett trocken, 2007

Helles Strohgelb. Eine wunderbare, wenngleich noch junge Rieslingnase: Zitrus und Weinbergspfirsich, Kräuterstrauß, Tabak, nasser Kieselstein, schöne, kühle Mineralik, Anklänge an Speck, Extraktsüße. Im Mund straff und kühl, nicht ganz trocken, Limette, wieder Pfirsich, ganz leicht gemüsig, wie Gurke. Über allem eine im Reifen befindliche Säure in schönem Zusammenspiel mit der Mineralik, etwas Rauch, im leider etwas zu kurzen Abgang ein wenig adstringierender Gerbstoff und viel mürber Apfel. Ein vorbildliches Ungeheuer mit einer fein ziselierten Kabinettstilistik. Dennoch lautet meine Empfehlung, im Augenblick…

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Weingut Prieler Pinot Noir, 2006

Weingut Prieler Pinot Noir, 2006

Kirschrot. Schöne Burgundernase von mittlerer Intensität mit viel Kirschen und Pflaumen und einer leichten Holzwürze vom Barrique. Im Mund öffnet sich der Wein erst am zweiten Tag, ohne dabei sich ganz zu entblättern. Er ist halt immer noch ein wenig jung, erst ganz langsam nähert er sich seinem Höhepunkt. Die Komponenten passen gut zusammen, nur das Holz ist am ersten Tag noch ein wenig präsent. Das hat sich aber am nächsten Tag erledigt, nur ein sanfter Hauch von Bitterschokolade und Kakaonoten…

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Knipser Spätburgunder Mergelweg Großes Gewächs, 2005

Knipser Spätburgunder Mergelweg Großes Gewächs, 2005

Im Sommer hatte ich den 2004er im Glas, der mir sehr gut gefiel, sich aber noch ein wenig jung und ungehobelt präsentierte. Ein Esswein mit kräftigem Holzeinsatz attestierte ich ihm damals. Heute befindet sich der Jahrgang 2005 im Glas, zum ersten Mal als Großes Gewächs vermarktet. Für einen Spätburgunder kräftiges Kirschrot mit ziegelroter Randaufhellung. Der Wein zieht wunderschöne Kirchenfenster in meinem Burgunderglas. Die Nase dezent, aber vielschichtig: rote, leicht angetrockenete Beeren, frische Zwetschge und eine Ahnung Erdbeere, daneben feuchter Waldboden…

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Weingut Hahnmühle Riesling Spätlese trocken Alisencia, 2005

Weingut Hahnmühle Riesling Spätlese trocken Alisencia, 2005

Auf Tonschiefer gewachsen ist dieser Riesling im Alsenzer Elkersberg. Es braucht nicht viel Fantasie, um zu ergründen, wie die Namensfindung im Hause Hahnmühle von Statten gegangen sein wird, zumal, da die Lage nach eigenen Angaben die Spitzenlage des Weinguts für Rieslinge darstellt. Goldgelbe Farbe. In der Ansätze von Tiefe zeigenden Nase finden sich verhalten hefige Spontinoten, dahinter deutlich Cassis, rosa Grapefruit, etwas Ananas, ein rauchiger Honigton, etwas saubere Botrytis. Mit mehr Luft auch cremiger Butterkeks. Im Antrunk wirkt der Wein…

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Bordeaux aus dem Libournais — Probennotizen

Bordeaux aus dem Libournais — Probennotizen

„Satelliten“, „kleine Bordeaux-Appellationen“, „Best of the Rest“: Der Titel der Oktober-Probe der Bonner Weinrunde war nicht ganz leicht zu formulieren. Thorsten hatte sich vorgenommen, abseits der bekannten Pfade nach Weinen zu suchen, die Aufmerksamkeit verdienen. In sechs Flights und mit einem Betthupferl stellte er uns „seine“ Reise durch das Libournais vor. Weiterlesen

Heymann-Löwenstein Riesling Schieferterrassen QbA, 2007

Heymann-Löwenstein Riesling Schieferterrassen QbA, 2007

Thorsten hat diesen Wein bereits vor ziemlich genau einem Jahr recht euphorisch besprochen, ich trank ihn ungefähr zur gleichen Zeit und war nicht sonderlich begeistert, mir fehlte es schlicht an Tiefe. Ein Jahr ist vergangen, genug Zeit für den Riesling, zu sich zu finden, höchste Zeit für mich, mein Urteil zu überprüfen. Kräftiges Gelb im Glas. In der Nase eine ausgeprägte Schiefermineralik, fast ein wenig röstig, Rauch, Speck, Kräuter, etwas Brot und Extraktsüße. Deutlich kräftiger als in meinen Notizen aus…

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Librandi Duca Sanfelice Reserva Cirò, 2005

Librandi Duca Sanfelice Reserva Cirò, 2005

Dies ist ein klassischer Fall der Kategorie „Mittwochswein“. Mittwochsweine sind in unserem Haushalt Rotweine, die arbeitszeitbedingt „unter der Woche“ ohne lange Dekantierzeit zum Abendessen geöffnet werden; es sind Weine, die keine intellektuellen Herausforderungen erwarten lassen und zumeist als Einzelflasche in den Keller gewandert sind; Weine, die mit ihrer in der Regel einstelligen Eurozahl auch kein Loch in die Geldbörse reißen. Weine, die man spontan aufmacht, wenn man noch Lust auf ein Glas Wein hat, oftmals, ja fast immer, bleibt auch…

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Philippe Gilbert Sauvignon Blanc Menetou-Salon, 2005

Philippe Gilbert Sauvignon Blanc Menetou-Salon, 2005

Knapp 350 Verkostungsnotizen hat es gedauert, bis – endlich – einmal ein Weisswein von der Loire im Mittelpunkt der hiesigen Aufmerksamkeit steht. Schändlich, schändlich, diese gröbliche Mißachtung, wenn man sich die Qualität der dort angebauten Produkte einmal bewußt vor Augen führt. Aber ich gelobe im Namen der Blogbesatzung hiermit Besserung (auch wenn ich im Zweifel alleine dafür herhalten muss). Während man die nur ca. 30 km entfernte Appellation Sancerre auch weit über die Landesgrenzen hinaus gut kennt, fristet die AOC…

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