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Category: Deutschland

Schloss Lieser Riesling Auslese ** Niederberg Helden, 1999

Schloss Lieser Riesling Auslese ** Niederberg Helden, 1999

Zur Belüftung doppelt dekantiert und im großen Bordeauxglas serviert. Darin ein klares helles Gelbgold, leicht perlend. Die Reifearomen sind voll da, Petrolduft. Stehen und zur Ruhe kommenlassen. Dann weißgelbe Früchte, weißer Pfirsich, etwas Quitte, frische Banane. Das Petrol integriert sich schön in den offenen Aromakern, reintönig, nicht direkt süß, sondern mit einer leicht herben mineralischen Note. Im Mund umspielt er Zunge und Gaumen recht süß und cremig, die Säure ist weich, hat aber noch Saft. Ausgezeichnet entfalten sich als Opponent…

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Lanius-Knab Riesling Kabinett feinherb Engehöller Goldemund, 2003

Lanius-Knab Riesling Kabinett feinherb Engehöller Goldemund, 2003

Sehr hell mit gelbem Schimmer im Glas. In die Nase strömen fruchtige reife Aromen. Weißer Pfirsich mit einer intensiven, fast sahnigen Süße. Dazu etwas milde Kräuter, orientalische Gewürze wie Fenchelsamen. Beim Verkosten sehr reifes gelbes Steinobst, Pfirsich und besonders Aprikose. Eigentlich gar kein feinherber Kabinett, wie es auf dem Etikett steht, sondern eher ein fruchtiger. Die Säure ist spürbar, aber zurückhaltend — eher untypisch für ein Lanius-Knab-Gewächs. Interessant ist eine leichte herbe Note, die zwischen Süße und Säure einen mineralischen…

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Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Martin Tesch ist als Purist bekannt. Er keltert seit einigen Jahren nur noch sechs Prädikatsweine aus niedrigsten Erträgen, allesamt trocken und durchgegoren: den Kabinett „Unplugged“ (siehe Verkostung vom 30. Juli) sowie fünf trockene Spätlesen aus Lagen in Laubenheim und Langenlonsheim. Eine Querverkostung ist interessant, denn die Weine unterscheidet nichts als die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima. Gemeinsam ist ihnen eine knackige Säure und ein komplexer mineralischer Schmelz. Der Beste aus 2005 ist nach meinem Geschmack der St. Remigiusberg. Er ist schon…

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Tesch Riesling Unplugged, 2005

Tesch Riesling Unplugged, 2005

Diesem Kabinett von Martin Tesch geht der Ruf voraus, gnadenlos trocken zu sein. Unter 2 Gramm Restzucker soll er in manchen Jahren betragen. Im Glas zeigt er eine blassgelbe Farbe und junge grüne Reflexe. Das Bukett ist für einen trockenen einfachen Riesling recht intensiv. Grüne und gelbe Duftnoten, Gras und frisches Heu, Kiwi und Zitronenschale. Eine kribbelnde Säure meldet sich schon in der Nase, am Gaumen kommt sie als erste an, prägnant, aber nicht bitter, sondern weich und lang. Sie…

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Kerpen Riesling Spätlese feinherb Wehlener Sonnenuhr, 2002

Kerpen Riesling Spätlese feinherb Wehlener Sonnenuhr, 2002

Die Farbe ist klar und auf einem Grat von Zartgelb und Grün. Etwas grün ist der Wein auch, er hat, für den Sommer 2002 nicht untypisch, relativ viel Säure, die sich auch nach dem Abgang nicht gleich abstellt. Trotzdem ist diese Spätlese kein scharfer Tropfen, sie hat eine schöne Restsüße, die sich nicht als Traubenzucker, sondern in einem Aroma aus etwas grünem Apfel und Rosenwasser ausbreitet. Ein eher blumiger Riesling mit schönem Schmelz, eine feinherbe Empfehlung auch für „Trocken“-Trinker. Sehr…

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WG Grantschen Lemberger Spätlese trocken, 2003

WG Grantschen Lemberger Spätlese trocken, 2003

Die Farbe ist rubinrot, der Wein ist relativ klar und hell. Der Duft erinnert an eingekochte Himbeeren und etwas Zimt, Zucker, eine Spur Vanille — auch der recht volle Körper steigt einem schnell in die Nase. Beim Verkosten bemerkt man zuerst die Süße des Weins, dann breitet sich mit einem wuchtigen Körper das mit Nelken, Muskat und Mandeln gewürzte rotbeerige Aroma aus. Es folgt eine angenehm feine herbe Note, die etwas leicht Scharfes hat, also offensichtlich nicht vom Barrique, sondern…

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