Riesling Kraftakt V – 2012

Riesling Kraftakt V – 2012

Bereits zum fünften Mal in Folge trafen sich dieselben Weinnasen im Herbst eines Jahres um die Tradition des Kraftaktes ein weiteres Mal aufleben zu lassen. Zum Jubiläum waren alle aufgerufen besonders lange in ihren Kellern zu graben, um ihren besten Riesling zu bergen. Guido wachte streng darüber die Güte der angestellten Tropfen, einige Teilnehmer mussten nachsitzen, aber es lohnte sich. Dieser Kraftakt war von der formalen Güte der Weine, aber auch vom Ergebnis das mit Abstand gelungenste und vielfältiges Feuerwerk…

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Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Nach drei Jahren gab es ein Wiedersehen mit diesem Wein: Eine stattliche Nase, unheimlich kräuterwürzig, es duftet aus dem Glas als habe man darin Brombeeren in Averna mariniert (aber ohne irgendwelche Schnapsnoten), gepudert mit Herrenschokolade, nach dem Abtrocknen drapiert auf einem feinen Stück Leder, ein Hauch schwarzer Pfeffer oben drauf gestreut-  und fertig. Maskulin, animierend, ernsthaft. Zugegeben, eine etwas adsurde Metapher – und doch finden sich darin alle Leitaromen dieses Gigondas wieder. Ein kühler, dunkelfruchtiger Antrunkt, ätherisch – kräuterwürzige Aromen…

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Weihnachtstasting in Bonn – oder der Weihnachtsmann kam 2012 erst am 26. Dezember

Weihnachtstasting in Bonn – oder der Weihnachtsmann kam 2012 erst am 26. Dezember

Die Liste jener Weine, die unbedingt noch ihren Weg in mein Glas finden müssen, wird ständig länger anstatt kürzer. Vermutlich kennt jeder von uns dieses Phänomen. Anlass genug spontan mit ebenso verrückten Weinfreunden einen spontanen Abend zu verabreden, an dem in kleiner und vertrauter Runde große Weine aufgezogen werden; getreu dem Motto der Weihnachtsmann kommt 2012 erst am 26ten. Die Weine wurden der Runde in Flights vorgesetzt, als Gastgeber kannte ich als einziger das gesamte Line-Up. Wie immer weichen bei…

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Muhr von der Nierport Blaufränkisch Prellenkirchen, 2003

Muhr von der Nierport Blaufränkisch Prellenkirchen, 2003

Wir hatten eigentlich vor, einen unkomplizierten Wein zu trinken, der uns und unser Abendessen nach einem anstrengenden Tag saft in den Abend begleiten sollte. Daraus wurde insoweit nichts, denn dieser Wein wollte erarbeitet werden. Aber gut, arbeitsscheu sind wir ja eh nicht. Schon die Nase dieses Blaufränkisch lässt aufhorchen (liebe Anatomiefreunde, bitte übt Nachsicht!), der Wein eröffnet mit einer strengen, teerwürzigen, sehr kernigen Kischnase, kontastrierend eine frische rote Sauerkirsche, die aus dem Glas strahlt. Ernst und fast ein wenig abweisend…

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Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg,1997

Breuer Riesling Rauenthal Nonnenberg,1997

Altgoldene Farbe. In der Nase nur ein feiner, animierender Reifeton, kühle Erdigkeit scheint hier aus dem Glas zu drücken, vielleicht ist es aber auch nur würziger Zitrusabrieb, etwas Bergamotte. Egal, der Wein hat Noblesse, dies deutet schon die  tiefsinnige Nase an. Im Mund eine Freude. Ja, eine reine Freude. Saftige Zitronenaromatik, kaum Altersnoten, dafür etwas Apfel, perfekt vermischt mit dunklen erdigen Aromen. Diese sind intensiv, erdrücken die Frucht aber nicht, nein, die Mineralik bleibt immer auf den Punkt genau „aufdringlich“….

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Keller Scheurebe trocken, 2011

Keller Scheurebe trocken, 2011

Helles Weißgold. Eine feinduftige, ansprechende Scheurebe, die ihre steinig-erdigen Aromen mehr betont als die nur angedeutete Steinfrucht, ich rieche Aprikose, zudem das klassische Cassisblatt. Dies gibt dem Wein einen insgesamt sehr zurückhaltenden Aufritt, es scheppert nicht brüllend laut aus dem Glas, wie es diese Sorte ja mitunter gerne tut. Wohltuend zurückhaltend! Pikant-würziger Auftakt. Dann wird es subtil – zart und feingesponnene Aprikosenaromatik, kühles Mineral. Die Mineralität ist es, die diesem Wein sein Gesicht gibt, steinig würzig, soweit die Flüssigkeit nur…

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Tenuta dell Ornellaia Le Serre Nouve, 2006

Tenuta dell Ornellaia Le Serre Nouve, 2006

Die Verkostung dieses Weines kam augenscheinlich einige Jahre zu früh – wie der Wein sich mit einigen Stunden geöffnet, ja gefunden hat, war einmal mehr ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass manchmal auch die Komponente „ausreichende Belüftung“ ein nicht zu unterschätzende Bedeutung haben kann – so jedenfalls bei diesem Zweitwein aus prominentem Hause… Die klarfruchtige Johannisbeer- und Brombeernase weckt spontane Vorfreude auf diesen Wein. Kühle vermittelnd,  mit leichter Ätherik versehen, dabei doch gleich andeutend, dass dies trotz der straff wirkenden Frucht…

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Domaine Comte Georges de Vogüe Chambolle-Musigny, 2006

Domaine Comte Georges de Vogüe Chambolle-Musigny, 2006

Zu fairem Kurs auf der Weinkarte in einem Bonner Restaurant entdeckt, packte mich spontan der Kaufreiz und der Wein zeigte von Beginn an seine ganze Klasse. Da ist zunächst in der Nase die reine Pinot-Frucht in sehr feiner, ja nobler Form ohne jede Anstrengung oder lautem Geschrei. Herrlich frische rote Beerenfrüchte, rote und weiße Blütenbläter, das Holz verleiht ihm Tiefe hält sich aber fast gänzlich zurück, feinste Würzigkeit führt in die ganze Tiefe dieses Bukett. Im Mund fast noch besser…

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Domaine Giraud Chateauneuf du Pape Les Gallimardes, 2004

Domaine Giraud Chateauneuf du Pape Les Gallimardes, 2004

2004 ist immer öfter ein Chateauneuf-Jahrgang nach meinem Geschmack – nicht zu überkonzentriert, nicht zu hitzig. Und so zeigt sich auch dieser Wein eher von der „eleganten“ Seite – jedenfalls im Kontext Chateauneuf. Eine strukturierte Nase besitzt dieser Wein, aromatisch sofort an Leder erinnernd, dann aber wird die leicht wärmende Nase fruchtfüllig mit Brombeer- und Johannisbeergeleé und etwas Zitrus. Das Holz ist präsent, schmeichelt aber aromatisch mit Krokantanklängen und feinem Kakaoduft. Mit mehr Luft auch Zigarrenkiste. Ein schichtenartiger Naseneindruck, hier…

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Riesling Große Gewächse 2011 erweitert

Riesling Große Gewächse 2011 erweitert

Einkaufsführer Riesling Große Gewächse erweitert und aktualisiert In den letzten Wochen hatten wir Gelegenheit noch einige Rieslinge Große Gewächse des aktuellen Jahrganges 2011 zu verkosten. Insbesondere wichtige Weingüter aus der Pfalz kamen hinzu. Darüber hinaus haben wir nochmal einige Weine nachverkoset und wo es uns notwendig erschien die Bewertungen und Beschreibungen verändert. Das Ergebnis können Sie wie gewohnt auf unserer Website lesen. Artikel Online lesen Alternativ können Sie den Artikel mit den folgenden Link als PDF-Dokument herunterladen. PDF download