Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?

Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?

Nach der spannenden Jahrgangsverkostung 2003 mit dem Arbeitstitel „King Kaktus“ im August 2009 fand man sich in diesem Sommer wieder zusammen, um dem Folgejahrgang nach dem zugegeben etwas zugespitzten Motto „Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?“ an die Kapseln zu gehen.

2004 stand/steht bei manchen Weinfreunden/professionellen Weinverkostern ja für einen durchaus schwierigen Jahrgang – phenolische Bittertöne „noch und nöcher“ hätten Sie in allerlei Weinen in deren Jugend vermeintlich entdeckt, so war es zu lesen… das Unwort der „Jahrgangsproblematik“ kreiste einmal mehr…

Phenolischen Weinen werden dabei im Allgemeinen die Attribute „rauh, bitter, zu stark adstringierend“ zugesprochen. Also allesamt Eigenschaften, die einem den Genuss verleiden können. Das wollten wir uns doch einmal näher betrachten – ungeachtet natürlich der persönlichen Toleranzschwellen (was für den Einen noch eine animierende Herbe ist, mag dem Anderen schon eine deutliche Bitterkeit sein). Insofern stellten wir uns auf fröhliche und angeregte Diskussionen ein, wenngleich die Weine nicht extra exakt so zusammen gestellt wurden, weil ihnen in der Vergangenheit eine phenolische Beeinträchtigung attestiert wurde…

„Mal sehen, was wir an diesem Abend an „Jahrgangsproblematik“ vorfinden“ lautete vielmehr der gemeinsame Ansatz…