Aufbruch des trockenen Rieslings

Aufbruch des trockenen Rieslings

Am 28. Januar 2012 luden Herr Frackenpohl und ich ins Kameha Grand Hotel zu einer umfangreichen Probe trockener Rieslinge aus den 90er-Jahren ein. Bei einer solchen Probe besteht die große Gefahr, dass man nach 50 Weinen zwar alle Nuancen der Firne und sonstigen Alters- bzw. Tertiäraromen kennt, aber man ja eigentlich Riesling im Glas haben wollte, sprich Frische, Finesse, einen ganzen Korb unterschiedlichster Früchte und das einmalige Spiel aus Süße und Säure. Und dann noch die 90er-Jahre, wo der trockene Riesling bei den meisten Winzern die zweite Geige spielte, oder zumindest nicht mit der Sorgfalt bereitet wurde, wie es heute zuweilen der Fall ist. Aus diesem Grund tauchte das Wort „Aufbruch“ im Titel der Probe auf, um die Probenteilnehmer richtig einzustimmen.

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