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Category: Alle Verkostungen

Marc Kreydenweiss Riesling Grand Cru Wiebelsberg, 2006

Marc Kreydenweiss Riesling Grand Cru Wiebelsberg, 2006

Strahlendes Goldgelb im Glas. Die Nase eine Wucht, sehr opulent mit einer sich stetig wandelnden Aromatik, überraschend deutlich nach reifen gelben Äpfeln und Aprikosen. Erst dahinter, im vitalen Zusammenspiel mit der Frucht, die bekannten Aromen von Trockenblumen, warmem Waldboden und Pilzen. Dies waren die Primäraromen bei einer Verkostung im Frühjahr letzten Jahres. Ebenso noch vorhanden ist die markante Mineralik, wenngleich nicht mehr ganz zu straff und jugendlich. Der Wein ist spürbar reifer geworden. Auch im Mund setzen sich die Veränderungen fort. So…

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C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Herrenberg Kabinett, 2004

C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Herrenberg Kabinett, 2004

Bei Verkostungen kommen die Ruwer-Rieslinge von der Schubert’schen Gutsverwaltung oft schlecht weg. Dies zu unrecht. Die Weine sind durchweg spontanvergoren und liegen oft etwas länger auf der Hefe, was sie als Jungwein entsprechend verschlossen macht, so sagt man. Ich kann es bestätigen, nachdem ich die Gelegenheit hatte, einige 2007er, 2006er und 2004er zu verkosten. Der Unterschied ist deutlich. Während die jüngeren Jahrgänge völlig zu machen und neben einer Schiefernote und einer kräftigen Säure kaum Fruchtaromen bieten, wirken die reiferen Jahrgänge…

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Chateau Poujeaux Moulis en Medoc, 2002

Chateau Poujeaux Moulis en Medoc, 2002

Halbe Flaschen sind doch wirklich sehr praktisch. Mit ihrer Füllung von 375 ml bieten sie genau die richtige Menge, wenn man zu einem Abendessen zu zweit nur ein Glas Wein trinken will. Gerade für die Weine des Bordelais bieten sie zudem noch den Vorteil, dass man sich ein gutes Bild machen kann, wo die Weine in Sachen Reifegrad gerade stehen. Denn — so zumindest die landläufige Meinung — die Weine in den halben Flaschen reifen schneller und bieten somit Hinweise…

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Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling trocken Eine Traube, 2006

Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling trocken Eine Traube, 2006

Die Weine von Peter Jakob Kühn sind in letzter Zeit immer wieder Thema in unseren Weinrunden. Besonders der 2006er Jahrgang, der teils großen Unmut bereitet hat mit Tönen, die eher ins Klärbecken als ins Weinglas gehören. Und doch bieten die Weine den tiefmineralischen Genuss, den man sich davon erwartet — wenn man sie dekantiert, und das möglichst lange. Mit dem kleinen Rheingau Riesling und dem großen Oestricher Doosberg (beide über 24 Stunden im Dekanter) gelang das Experiment. Und auch mit…

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Weingut Bercher Grauburgunder Burkheimer Schlossgarten 1. Lage, 2004

Weingut Bercher Grauburgunder Burkheimer Schlossgarten 1. Lage, 2004

Manchmal verrät schon ein Blick auf das Rückenetikett, dass man sich den Kauf eines Weines hätte ersparen sollen. Grauburgunder, 2004, Spätlese trocken, und dann: 14,5 Prozent Alkohol. Diese Angaben wären in diesem Fall auch eine recht sichere Prognose gewesen, was sich da im Glas abgespielt hätte. Keine Ahnung, was mich bewogen hat, ihn zu kaufen. Wahrscheinlich das Frontetikett! Nun kam der Wein jedoch aus einer Auswahl von vier verschiedenen Grauburgundern für mich blind ins Glas und erntete leider nur noch irritierte Blicke. Mochte er…

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Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen „R“ Roth Lay, 2006

Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen „R“ Roth Lay, 2006

Es gibt Weine, die trinkt man nicht nur wegen Ihres schönen Geschmacks, sondern weil es einfach spannend ist, ihre Entwicklung im Glas zu verfolgen – Heymann-Löwensteins Flaggschiff, der „trockene“ Uhlen Roth Lay aus Winningen gehört in seinen ersten Jahren nach der Füllung sicher zu der Gruppe dieser Weine. Spannend ist das Verkosten solcher Weine deshalb, weil sie sich permanent im Glas zu verändern scheinen. So auch dieser Uhlen, er changiert geschmacklich. Ein jedes Mal, wenn man meint, man habe den…

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Reinhold & Cornelia Schneider Spätburgunder *** -C-, 2004

Reinhold & Cornelia Schneider Spätburgunder *** -C-, 2004

Bekannt wurde dieses Weingut zum einen für seine außergewöhnlichen Ruländer und Weißburgunder und zum anderen für seinen Austritt aus dem VDP im Jahr 2001. Erst kürzlich hatte ich wieder das einmalige Vergnügen, eine Auslese vom Weißburgunder zu verkosten. Die Weine überzeugen dank der eigenwilligen feingliedrigen Stilistik. Die Aromen sind vielschichtig, fast dezent und werden vom Fassausbau oft nur von einem Hauch Vanille umgarnt. Weniger bekannt sind die Spätburgunder, aber auch sie tragen die gleiche Handschrift. Unsere 2004er in der Magnum hatte eine…

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Van Volxem Scharzhofberger Riesling „Pergentsknopp“, 2003

Van Volxem Scharzhofberger Riesling „Pergentsknopp“, 2003

Was habe ich nicht schon den Kopf geschüttelt über die Kaktusrieslinge des Hitzejahres 2003 – überreif, breit und säurearm. Riesling für Gastritispatienten. Nur wenige, richtig gelungene Vertreter der trockenen / quasi-trockenen Machart hatte ich in den letzten Jahren im Glas. Dönnhoffs Hermannshöhle GG war sehr schön, auch das Freundstück GG von Mosbacher oder Kühns Doosberg 3 Trauben-Riesling, erst vor kurzem probiert, ist mir aus diesem Jahrgang in sehr positiver Erinnerung geblieben. Aber ansonsten? Decken wir den Mantel der Verschwiegenheit langsam…

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Bernhard Huber Spätburgunder Heimbacher Junge Reben, 2006

Bernhard Huber Spätburgunder Heimbacher Junge Reben, 2006

Im Glas ein leuchtend helles, dichtes Rot, fast wie bei einer Cocktailkirsche, orangene Reflexe. Das Bukett ist fruchtig-frisch mit roten Beeren, dazu Orangenschalen, eine leichte Kräuterwürze und eine etwas toastige Holznote. Im Mund setzt sich die dominierende Primärfrucht vor allem mit Himbeere und Erdbeere fort. Dazu kommt eine recht frische Säure, die von einer aromatischen Holzsüße flankiert wird. Die frische, reinsortige Frucht und die schon merkbare Holznote sind für einen einfachen Spätburgunder hervorragend ausbalanciert und machen den Wein sehr harmonisch…

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Wittmann Scheurebe QbA trocken, 2007

Wittmann Scheurebe QbA trocken, 2007

In der Nase zunächst leicht hefig und brotig, dahinter mit einer zartfruchtigen Nase nach frischer Ananas. Mit mehr Luft und Temperatur wurde die Nase voller, mehr exotische Frucht (Ananas, auch deutlich Papaya und Cassis) bahnte sich den Weg aus dem Glas, jedoch ohne diesen leichten Hauch von Brioche zu verlieren. Sehr feminin strukturiert wirkt die Nase, später überwiegt die Frucht, insgesamt aber deutlich besser als das, was man gemeinhin von dieser Traube im trockenen Bereich bekommt; ohne jeglichen Kitsch und…

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