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Category: Alle Verkostungen

Selby Syrah „Vesenaz Vineyard“ Dry Creek Valley, 2002

Selby Syrah „Vesenaz Vineyard“ Dry Creek Valley, 2002

Ich habe von Syrah sehr wenig Ahnung und eher Vorurteile im Kopf, schon wenn es um Franzosen geht: zu viel Alkohol, nicht meine Frucht, nicht meine Struktur. (Dabei fand ich meine gelegentlichen Ausflüge in diese Richtung eigentlich nie wirklich schlecht. Vorurteile eben.) Von den amerikanischen habe ich bislang erst recht die Finger gelassen. Schon länger habe ich aber das ungute Gefühl, dabei etwas zu verpassen, daher habe ich diesmal angesichts dieses 2002ers zugeschlagen. Ja, das kommt mir bekannt vor: Pflaumen,…

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Pinot Noir aus Frankreich, Österreich und Deutschland – Kraftakt 2011

Pinot Noir aus Frankreich, Österreich und Deutschland – Kraftakt 2011

Nach einer längeren Pause versammelten wir uns kurz nach Silvester zum Kraftakt Spätburgunder Folge 2. Wie immer als Best Bottle-Party gedacht, brachte jeder ein gutes Stück aus seinem Keller mit, dass dann blind auf den Tisch kam. Nur der auserwählte Sommelier des Abends kannte das Line-up und wählte die Dramaturgie. Ob es Applaus gab für die Pinot Noir´s aus Frankreich, Östereich und Deutschland erfahren Sie hier. Weiter lesen…

Weingut Krutzler Blaufränkisch Reserve, 2005

Weingut Krutzler Blaufränkisch Reserve, 2005

Ich gehöre nun wirklich nicht zu der Fraktion derer, die im Rotweinbereich Blaufränkisch zu Ihrer Lieblingssorte zählen. Und doch, als ich diesen Wein zum ersten Mal in einer Probe ins Glas bekam, habe ich mich spontan verliebt. Und wie das so ist mit der spontanen Liebe, da zückt man schon mal 91 Punkte und geht beseelt von dannen… um dann direkt nach einer Quelle für Nachschub Ausschau zu halten. In diesem Fall musste ich gar nicht die Weiten des Internets…

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Weingut Christmann Riesling trocken Königsbacher Ölberg, 2007

Weingut Christmann Riesling trocken Königsbacher Ölberg, 2007

Strohgeld, hohe Viskosität. Hochreife gelbfleischige Früchte, kandierte Zitronen und viel Ananas. Daneben eine warme, weiche Mineralik, die nach Croissant und Malz duftet. Wirkt insgesamt dicht und mächtig und kündigt eine gewisse Schwere und Süße im Mund an. Voller Körper im Mund, wohl nur ganz knapp im trockenen Bereich. Ruhige, fruchtbetonte Stilistik, erneut nach hochreifen gelben Früchten, wieder Ananas und mürben Äpfeln. Der hohe Zuckergehalt verwischt alle Aromen, so als würde man sie durch eine dünne Milchglasscheibe betrachten.  Die Mineralik hält…

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Anne Amie Pinot Noir Willamette Valley, 2007

Anne Amie Pinot Noir Willamette Valley, 2007

Die Rebsorten, die auf diesem Gut mit dem sympathischen Namen in Oregon an- und ausgebaut werden, erinnern sehr an die alte Welt: Pinot Noir, Blanc und Gris, Müller-Thurgau und Riesling (und das Etikett – ich kann mir nicht helfen – erinnert mich immer wieder an Knoll aus der Wachau). Und auch die Ausbaumethoden entsprechen nicht dem klassischen amerikanischen Klischee: Die Weine sind verhältnismäßig zurückhaltend im Alkohol, bauen eher auf die Struktur als auf überbordende Frucht, und der Holzeinsatz hält sich…

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Milbrandt Vineyards Riesling „Traditions“ Columbia Valley, 2008

Milbrandt Vineyards Riesling „Traditions“ Columbia Valley, 2008

Die Nase erinnert mich sehr an meine Finger-Lakes-Rieslinge: Zitrone, grünlich-gelber Apfel, frisch geschnittene Kräuter, kühl, etwas steinige Mineralik und Fruchtsüße. Eine kernige Note auch, die die Assoziation von Eisenspänen bei mir hervorruft; dunkel, metallisch. Gut strukturiert, aber es fehlt mir ein wenig das Spiel. Am Gaumen mit kraftvoller Säure, amerikanisch-trocken. Nicht mehr ganz frisch, hat sich schon merklich beruhigt. Auch hier vor allem grünlich-gelbe Apfelnoten und Zitrone. Die Restsüße wird durch die Säure, einen angenehmen Gerbstoff sowie Trockenblumen und Kräuter…

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Zwei Saint-Emillion zum Essen

Zwei Saint-Emillion zum Essen

Im Rahmen einer Verkostung älterer Bordeaux vom linken Ufer, kamen als kleiner Ausgleich die beiden nachfolgenden Weine aus Saint-Emillion ins Glas. Hier in Kürze die Eindrücke der Runde: Chateau Ausone, 1970 Eher zurückhaltende weiche und warme Nase nach herber Schokolade, Tabak und feinen Kräutern. Im Mund ein Wein von mittlerem Körper mit schönen, feinen rotbeerigen Fruchtaromen, elegante Hölzwüze, etwas Muskat und Waldboden. Im mittellangen Abgang ist er etwas ruppig. Trotzdem eher von nobler Art und das Spiel von Frucht und…

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Georg Mosbacher Riesling Ungeheuer Großes Gewächs, 2007

Georg Mosbacher Riesling Ungeheuer Großes Gewächs, 2007

Eine letzte „Altlast“-Notiz aus dem vergangenen Jahr – dann wird es Zeit für neue Eindrücke… Sattes Strohgelb. In der Nase ein eher feiner als wuchtiger Mix aus Zitrusnoten, Grapefruit und – recht prägnant – einer leicht metallisch anmutenden Dosenananas. Der Wein kommt noch recht schüchtern daher, im Mund sind die Eindrücke aber andere. Schluss mit der Feinheit, hier zeigt der Wein, wohin die Reise mit weiterer Reife gehen kann. Ein herber, durchgezogener Mineralton gibt den Takt vor und hinterlässt ein…

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Meyer-Fonné Muscat, 2007

Meyer-Fonné Muscat, 2007

[Steffen] Als mich Guido neulich fragte, ob sie denn mal mit einem Gastbeitrag für den Blog rechnen könnten, antwortete ich spontan „ja, mal gucken“. Aber insgeheim hat mich das sehr gefreut, bin ich doch seit nunmehr zweieinhalb Jahren treuer Leser eines der besten deutschen Weinblogs. Und so bot ich diesen Beitrag an, den ich sehr passend finde, weil es hier noch nie um Muscat ging, andererseits Meyer-Fonné ein regelmäßiger Gast des Blog ist. Aber zum Wein: Muscat? Muss wohl nach…

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Wieder einmal: Große Rieslinge aus der Wachau

Wieder einmal: Große Rieslinge aus der Wachau

Im Herbst präsentierte ich im Rahmen der Bonner-Weinrunde einen Streifzug durch die großen Wachauer-Rieslinge. 18 Weine standen an, darunter ein Pirat und als Einstieg ein Federspiel von Knoll. Den Wachauern Winzern ist über die Jahre gelungen, was heutzutage alle Anbaugebiete anstreben und nur ganz wenige erreichen: Originalität.  Vorausgesetzt er ist gebietstypisch vinifiziert, erkennt man einen Wachauer Riesling sofort. Dies liegt zu allererst an der geschmacklich sehr eigenwilligen Mineralik. Sie verleiht den Weinen Tiefe, Vielschichigkeit und geht dank seiner cremigen, schmelzigen…

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