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Category: Alle Verkostungen

Chateau Clerc Milon Pauillac, 2001

Chateau Clerc Milon Pauillac, 2001

Zunächst möchte ich – auch im Namen meiner drei Blogkollegen – unseren Lesern ein gesundes und nicht nur in Weinsachen erfreuliches Neues Jahr 2011 wünschen! Bereits zehn Jahre vor dem Jahr 2011 wurde dieser Wein geerntet, und er war gut geeignet, uns aus dem alten Jahr herauszubegleiten… Dunkles Purpurrot, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. In der Nase eine saftig erscheinende Johannisbeerfrucht, schwarze Beerenfrucht, cabernetig, viel grüne Paprika. Bestimmt wird die Nase von den an frisch gerösteten Kaffee und dunkle…

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Domaine Clavel Des Clous, 2001

Domaine Clavel Des Clous, 2001

„Nägel“ – so eine Bezeichnung in Kombination mit rostiger Abbildung derselben auch auf dem Etikett – da liegt die autosuggestive Beeinflussung natürlich nahe, dass man im Wein auch Eisen schmecken wird. Und ich nehme nicht zuviel vorweg, wenn ich schreibe, dass der Wein mit einer kräftigen Mineralität aufwartet. Aber immer der Reihe nach… Im Glas ein dunkles Schwarzrot, undurchsichtig und satt. In der Nase wirkt der Wein recht kühl, viel Brombeere und ein eigenständiger Ton, der mich spontan an einen…

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Dönnhoff Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs, 2003

Dönnhoff Riesling Hermannshöhle Großes Gewächs, 2003

Kräftiges Goldgelb. Unheimlich packende und abgrundtiefe, tabakige Mineralität, gleich einem Schnupftabak zieht sie die gesamte Nase hoch, bleibt dabei stets in genialer Balance mit den ebenso präsenten Fruchtaromen: mürbe Äpfel, angetrocknete Schalen von tropische Früchten wie Orange, Zitrus und Limette, dahinter ticken südländische, kräftige Kräuter auf. Ein Duft zum Süchtig werden, jedoch sehr klar und scharf gezeichnet. Dicht und saftig im Mund, gräbt sich sofort mit aller Macht in den Gaumen ein, ganz großes Spiel, er ist wild und perfekt…

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Georg Breuer Riesling Terra Montosa, 2008

Georg Breuer Riesling Terra Montosa, 2008

Glanzhell im Glas. Herrlich kühl-frische Nase nach reintönigen Steinfrüchten und jungen Äpfeln, im Hintergrund eine verspielte Mineralität. Erst nach drei Tagen nimmt die Nase an Komplexität zu und ein Duft von Cassis und ein Touch Kräuterwürze gesellen sich dazu. Am Gaumen sehr saftig, erneut dieses taufrische Obst, ganz viel Pfirsiche und Äpfel, aber auch Zitrus und ein wenig Limettenschalen. Kräftige, aber gut eingebunde Säure. Die Schieferlagen nehmen im weiteren Verlauf immer mehr Raum ein und geben dem Wein so ein…

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Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder QbA, 2006

Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder QbA, 2006

Es wurde eine Begleitung zu einem Wildgulasch mit klassisch weihnachtlicher Begleitung gesucht, Zimtapfelrotkohl und Rotweinpreiselbeerbirne… die Wahl fiel auf diesen Wein, von dem ich wusste, dass er dank des einjährigen Ausbaus im Holz einen guten Konterpart gegen die Gewürze setzen konnte. Kraftvolles Rubinrot, wie erwartet nicht ganz blickdicht. In der Nase eine deutliche, anfangs noch zu kräftige Schoko-Kaffeenase, die sich nach einer Stunde in der Karaffe aber ansprechend ausdifferenziert. Dahinter würzige Walderderdbeere, leicht verkocht, wieder würzige Töne. Als Pinot deutscher…

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Celler Cal Pla Priorat, 2005

Celler Cal Pla Priorat, 2005

Im Glas ein dunkles Purpurrot, zum Rand braunrote Reflexe. Eine charmant ansprechende, sehr ausgeglichene Nase erwartet mich im Glas, Schwarzkirsche und rote Johannisbeere, ergänzt durch mokkalastige Holztöne. Feine Balsamik. Der Alkohol ist völlig eingebunden. Das gefällt. Im Mund mit mittlerer Dichte, ohne jedes Fett, eine süffige Art hat diese Wein, ohne dass es anspruchslos wird. Wieder Kirsche, Tabak und Frische vermittelnde Aromen von Johannisbeeren. Eher fruchtbetont als Charakterkopf. Die Säure ist gut eingebunden, das Tannin ist schon weitgehend abgeschmolzen, ein…

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ZD Wines Pinot Noir Carneros, 2006

ZD Wines Pinot Noir Carneros, 2006

Recht helles, strahlendes Rot, mit ganz leichtem Brauneinschlag. Die Nase sonderbar changierend: Der erste Eindruck direkt nach dem Öffnen und Dekantieren war eine klare Sauerkirsche, Fruchtsüße, schlanke Eleganz. Nach wenigen Minuten im Glas ein ganz anderer Wein: wärmer, fast ein Stich zu mächtig, hochreife Sauerkirsche nun, etwas süßlicher Likör, Marzipan, Bitterschokolade, Kräuter und auch grünliche, fast gemüsige Töne. Dahinter eine dezente, aber spannende Mineralik. Am Gaumen herrlich strukturiert, zupackende Säure und crispes Tannin. Frucht und Holz sind sehr eng, fast…

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Domaine de Beaurenard Chateauneuf du Pape, 2004

Domaine de Beaurenard Chateauneuf du Pape, 2004

Wenn im Rheinland der erste Schnee vom Himmel fällt, wird es Zeit für Chateauneuf. Die Wahl fiel bei erster Flockensichtung in diesem Winter auf die „Traditionscuvée“ des Hauses, die nächsthöhere Qualitätsstufe, der Boisrenard, hat noch Winterschlafpause. 2004 gilt im Chateauneuf als guter, vom Jahresvorgänger hell überstrahlter Jahrgang. Nach meiner bescheidenen Erfahrung behaupte ich aber, dass 2004 durchaus harmonischer reifen wird als so mancher hitziger 2003er. Auch die Galet rouge haben in der Region schließlich gekocht… Mitteldichtes, eher helles purpurrot. In…

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Weingut Künstler Riesling trocken Kostheimer Weiß Erd QbA, 2008

Weingut Künstler Riesling trocken Kostheimer Weiß Erd QbA, 2008

Funkelndes Glanzhell mit strohgelben Reflexen im Glas. Unmittelbar nach dem Aufziehen noch sehr unentwickelt und sperrig, duftet irgendwie nach Magnesium und auch ein hefiges Lüftchen weht um die Ecke. Die zitrusbetonte Frucht ist assambliert mit jungen Pfirsichen, grünwangigen Äpfeln und einfach viel Frische. Klassisch Rheingau. Prima. Im Mund noch jungendlich und von daher ein Touch unentwickelt. Sein Potential nehme ich ihm aber spontan ab. Sein Antrunk ist sehr klar, mineralisch und dem Wein liegt eine nervige Spannung inne. Langsam zeigen…

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Rheinhessen-Probe 20.11.2010

Rheinhessen-Probe 20.11.2010

Rheinhessen im Jahr 1995 – eine weinmäßige Fast-Diaspora, in der sich mehr die Rübenbauern durch Qualität auszeichneten als es renommierte Winzer getan haben. Zitate aus dem Gault Millau des Jahres 1995 sorgen für Unterhaltung zum Beginn der Probe… Rheinhessen im Jahr 2010 – kaum ein Stein ist zwischenzeitlich auf dem anderen geblieben, Winzergenerationen haben gewechselt – niemand würde heute noch auf die Idee kommen, die möglichen Qualitäten in diesem Weinanbaugebiet noch ernsthaft zu hinterfragen… Auch Weinfreund Steffen nicht, der für…

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