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Category: Alle Verkostungen

Bodegas Emilio Moro Tinto, 2006

Bodegas Emilio Moro Tinto, 2006

Ich fange diesmal von hinten an. Mit dem Fazit. Dies ist ein prima Wein für kalte Tage, einer, den man ohne intellektuellen Diskurs einfach mal gut trinken kann. Nicht allzu fordernd in seinem Auftritt, sondern in seiner fruchtbetonten Art einfach nur (sehr) gut. Spricht den Weinfreund an, er findet genug Substanz zum Verweilen, der Wein schreckt auf der anderen Seite aber auch die unwissende Fraktion nicht weiter ab. Taugt für den Mittwoch wie den Sonntag. So, das als Vorrede, nun…

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Trefethen Vineyards Cabernet Sauvignon „Estate“ Oak Knoll District of Napa Valley, 2005

Trefethen Vineyards Cabernet Sauvignon „Estate“ Oak Knoll District of Napa Valley, 2005

Sehr dichte Farbe, fast violett. Kirchenfenster. Schöne, Cabernet-typische Nase, recht frisch und noch jung, viel schwarze Johannisbeere, auch Brombeere, ein wenig Bitterschokolade, Kakao, Tabak, Lakritze. Lorbeer und Zimt. Etwas brennend. Im Mund mit einer beachtlichen Säure, wieder Brom- und auch etwas Heidelbeere, viel frisches Cassis, kühl. Seidige Textur auf der Zunge. Wieder Tabak und holzige Noten, Wacholderbeeren, im Abgang ein wenig bitter und trocknend, leicht schärfend. In sich ein wenig unausgeglichen zwischen der Säure und den eher schokoladigen, weichen Noten….

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Hartley Ostini Hitching Post Pinot Noir Santa Maria Valley, 2005

Hartley Ostini Hitching Post Pinot Noir Santa Maria Valley, 2005

Mal wieder auf der Suche nach Pinot, streiche ich die Regale in meinem Lieblingsweinladen entlang. Das wird wohl wieder ein Blindflug… Moment! Hitching Post? Hitching Post? Kommt mir bekannt vor. Im Johnson gelesen? Mitnehmen. Der Check zuhause ergibt: Johnson kennt den Namen nicht. Ich schon, aber woher nur? Langsam, ganz langsam materialisiert sich dann die Erinnerung: „Sideways“! Tatsächlich. The Hitching Post ist das Restaurant, in dem Miles‘ Mädel kellnert. „Sideways“ der Film, der Pinot hierzulande zum großen Ding gemacht hat….

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Domaine Zind Humbrecht Riesling Clos Windsbuhl, 2001

Domaine Zind Humbrecht Riesling Clos Windsbuhl, 2001

Gelegentlich frage ich mich selbst, was für mich den Reiz der Rieslingen aus dem Elsass ausmacht. Leicht machen sie es einem ja nicht. Oftmals oxidativ ausgebaut und somit meilenweit entfernt von der gewohnten und überaus geschätzten Stilistik deutscher (oder österreichischer) Rieslinge, dazu extrem unterschiedlich in ihrem Restzuckergehalt, abhängig vom Jahrgang und wie die Naturhefen eben Lust haben. Und wenn trocken, dann richtig, eben als Essensweise konzipiert. Und manchmal auch einfach nur schlecht, aber dass kennen wir auch von Daheim. Anyway,…

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Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg, 2009

Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg, 2009

Eine Weinprobe vorzubereiten, dies macht im Allgemeinen eine Menge Spaß – und im Besonderen nun nicht weniger, jedenfalls wenn diese sich mit Weinen aus dem Hause Heymann-Löwenstein beschäftigen wird… Und damit man nicht im Blindflug Weine anstellt, sollte man eines tun: hier und da gezielt vorprobieren. Allein deshalb wurde diese Flasche entkorkt – mit vollem Bewußtsein, dass dies viel zu früh ist… aber, alles für den guten Zweck! Während Uhlen B 2009 noch extrem jugendlich, ja fast noch abweisend war…

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Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr Spätburgunder Edition „Ponsart Nr. 17 Goldkapsel″, 2007

Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr Spätburgunder Edition „Ponsart Nr. 17 Goldkapsel″, 2007

Dunkles, noch an purpurrot erinnerndes Rubinrot. Die Nase wird noch sehr durch den Ausbau in Barriques geprägt, die Erdbeer- und dunkle Kirschfrucht wird deutlich umgarnt von schokoladigen, vanilligen und leicht karamelligen Tönen. Diese Holztöne sind nicht störend, nur halt noch recht kräftig. Als störend empfinde ich hingegen den nasalen Alkoholton, der Wein kann seine 14% nicht verstecken – er versucht es auch nicht. Im Antrunk ein ungemein konzentrierter Fruchtkörper, das Extrakt ist dicht gepackt. Typisch deutsche Spätburgunderfrucht, Erdbeere, auch reife…

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Riesling Große / Erste Gewächse 2009 – weitere erste Eindrücke…

Riesling Große / Erste Gewächse 2009 – weitere erste Eindrücke…

Wie schon im ersten Beitrag zu diesem Thema angekündigt, sollten meinen Eindrücke von den diversen Händlerproben nicht die einzigen bleiben… Auch Thorsten hat seine Notizen inzwischen online gestellt! Bei einigen Weinen sind wir uns ziemlich einig – bei anderen gilt: Zwei Verkoster, drei Meinungen… Aktuell sind damit nun rund 50 GG/EG erfasst… 

Loch Riesling (Weinhof Herrenberg) Saartyr, 2008

Loch Riesling (Weinhof Herrenberg) Saartyr, 2008

Helles strohgelb. In der Nase eine leicht cremige Zitrusfrucht, feine tropische Nuancen, ein kalkig-staubiges Mineral. Noch sehr jugendlich, aber schon zugänglich. Anders im Mund. Hier ist der Wein noch erkennbar zu jung: Saftige Zitrusnoten umspülen einen nicht ganz trockenen Fruchtkörper, der Wein hat eine mittlere Dichte. Saftig-(feinherb)süßlich, aber animierend verspielt – so der erste Eindruck, bis sich die kernige, fast noch resch wirkende (Saar-)Säure Respekt (und Speichelfluss) verschafft und die leicht cremigen Fruchteindrücke unwirsch zur Seite drückt. Ein straff-kerniger Nachhall,…

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Chateau Citran Haut-Medoc, 1995

Chateau Citran Haut-Medoc, 1995

Dunkles granatrot, ohne zum Rand aufzuhellen. In der präsenten und harmonischen Nase dunkle Mokkatöne, etwas Zedernholz, dazu eine klare Kirschfrucht, rohes Fleisch und etwas Brühwürfel. Im Antrunk mit schlankem bis gerade mittlerem Körper, Röstnoten vom Toasting, die für eine leichte Herbe sorgen; seine schlanke Frucht erinnert primär an Kirschen und dunkle Beeren. Bleibt sich seinem kompakten Charakter auch im Mund treu, der Wein hat stilistisch wenig Fleisch auf den Rippen, mir fehlt hier dann doch ein klein wenig Charme. Knochentrocken….

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C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Abtsberg Auslese Nr. 23, 2007

C. v. Schubert’sche Gutsverwaltung Riesling Maximin Grünhauser Abtsberg Auslese Nr. 23, 2007

Dunkles Strohgelb. In der zurückhaltenden Nase eine scheue Pfirsichfrucht, die von malzig-erdigen, leicht jodigen Tönen und einem Kräutertouch fast überlagert wird. Mittlerer Körper, prägende Steinfrucht. Malzig-kräutrig, dazu feinmineralisch auch im Mund, bevor die Süße mit einer (etwas zu) breiten Welle Raum greift. Erst im letzten Drittel und am Gaumen meldet sich die Säure speichelweckend zu Wort. Die Säure schafft es aber (noch?) nicht, sich gegen die etwas soßenartige Süße (haptisch, nicht geschmacklich) gänzlich durchzusetzen, sie überdeckt die Säure und die…

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