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Category: Alle Verkostungen

Castello dei Rampolla Sammarco, 1999

Castello dei Rampolla Sammarco, 1999

Ach, ich mag unsere Redaktionskonferenzen. Während wir da die Übernahme der Weltherrschaft die zukünftige Gestaltung dieses kleinen Blogs planen und weiter entwickeln, ergibt sich immer wieder die Gelegenheit, sich an den mitgebrachten Weinen zu erfreuen. „Weine mit dem Schwerpunkt Cabernet Sauvignon“ lautete die Regieanweisung für den Abend. Schon gut, dass wir kein Milch-Blog sind. Dunkles Purpurrot. Eine rotfruchtige, dichte Sauerkirschnase wartet da im Glas, wärmend und schmeichelnd, aber nicht zu alkoholisch. Tabak und Toffee, etwas verhaltener auch Vollmichschokolade. Konzentriert und…

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Jose Maria da Fonseca Periquita Reserva 2005

Jose Maria da Fonseca Periquita Reserva 2005

Mittwochswein, der Vierte. Eine Assemblage der autochthonen portugiesischen Rebsorten Castellao, Touriga Nacional und Touriga Franca. Dunkles Rubinrot. Die Nase beginnt mit einem etwas aufgesetzt wirkenden Vanilleton, dahinter erst öffnet sich ein subtiler dunkler Fruchtkern, der an Pflaumen und Heidelbeere erinnert. Rauch, Anklänge an Speck und eine leicht staubig anmutende Holznote lassen verraten, der Wein hatte Holzkontakt. Merkliche Fruchtsüße im Antrunk, fruchtbetonter Stil; geschmacklich mit Zwetschgen und einer kräftigen, aber stimmigen Säure. Nicht sonderlich komplex und auch nicht tief im Sinne…

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Sonntagabend im Siebengebirge

Sonntagabend im Siebengebirge

Ganz allmählich entwickelt sich eine Gewohnheit im kleinen Kreise: Sonntagabends ein paar gute Weine ohne besonderen Rahmen aufzuziehen, quasi als Kontrastprogramm zu den aufwendigen Weinverkostungen. In entspannter Atmosphäre mit leckerem Essen, Kaminfeuer und Gesprächen auch abseits der Weinwelt, wollen wir die Weine genießen und nicht verkosten. Also das, wofür diese Weine eigentlich gemacht wurden. Von einem solchen Abend will ich heute berichten, aber keine Sorge, nur von den Weinen, nicht vom Abseits … Schloss Lieser Riesling trocken QbA, 2008 Feine Nase, sehr…

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Max Ferd. Richter Riesling Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Auslese halbtrocken, 2003

Max Ferd. Richter Riesling Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Auslese halbtrocken, 2003

Ich weiß noch, wie ich im Frühjahr 2005 im Weingut Richter in der Verkostungsstube saß. Zur mittäglichen Unzeit dort aufgeschlagen, nahm sich der Senior des Hauses, damals hoch in den Achtzigern, meiner an und führte mich kompetent und witzig durch das aktuelle Programm. Von den Riesling-Stilistiken der Mosel hatte ich damals keinen Schimmer, ich wollte einfach einen Kofferraum voll Wein von einem renommierten und dennoch preislich geerdeten Gut haben. Die Versuche des Herrn Richter, mir das schmackhaft zu machen, was…

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Schloss Lieser Riesling Kabinett, 2007

Schloss Lieser Riesling Kabinett, 2007

Blassgelbe Farbe. Verhaltene Sponti-Nase, kaum Frucht, dafür der typisch mineralische Duft. Am Gaumen macht der Wein richtig auf und wirkt als hätte er soeben seinen Höhepunkt erklommen. Jugend zeigt er dank der knackig frischen Säure und seinen frischen pflanzlichen und mineralischen Noten. Hingegen liegen im Früchtekorb eher reife Aprikosen und Pfirsiche, auch dunkle Beerenaromen (Cassis!) mischen sich darunter und vor allem auch ein Touch tropische Anklänge. Wirkt sofort wunderbar trinkanimierend, bleibt dabei aber stets innerhalb meiner Erwartung eines Kabinetts. Hin…

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Domaine Ostertag Riesling Muenchberg Alsace Grand Cru, 2006

Domaine Ostertag Riesling Muenchberg Alsace Grand Cru, 2006

Der Riesling aus dem Muenchberg von Ostertag gehört für mich ganz sicherlich zu den Weinen, die meine Leidenschaft für Elsässer-Rieslinge begründet haben. Sein 2005er zählt für mich bis heute zu den ganz großen sensorischen Erlebnissen, derart einmalig durchzog dem Wein ein komplexe Mineralik, wie ich sie nur ganz selten erlebt habe, ganz zu schweigen von dem grandiosen Säurespiel (94+ Punkte). Heute geht es aber (leider) um den Nachfolgejahrgang. Gelbgold. Auf den ersten Riecher wird klar, man hat eine komplexe Nase…

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Domaine du Moulin Cheverny blanc, 2005

Domaine du Moulin Cheverny blanc, 2005

Bei einem guten Weinhändler gibt es sie, die Kiste. Eine Schatztruhe mit Weinen, auf die man als Restposten nochmal ordentlich Rabatt bekommt. Und, was mich noch mehr erfreut, auch mal gereiftere Flaschen in die Hand bekommt, die dringend getrunken werden wollen. Neulich aus der Kiste zog ich diesen Cheverny, den Basiswein von der Domaine de Moulin, bereitet aus circa zwei Dritteln Sauvignon Blanc und einem Drittel Chardonnay. Ein Biowein mit Ecocert-Zertifikat für eigentlich rund acht Euro. Auf die 80 Cent…

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Schloss Lieser Riesling QbA, 2008

Schloss Lieser Riesling QbA, 2008

Direkt nach dem Öffnen noch heftig hefiger Duft. Die Säure juckt in der Nase. Am nächsten Tag deutlich beruhigt. Kühle, frische und mineralische Nase mit fein gezeichnetem Duft nach Äpfeln und Pfirsichen, dahinter ein Touch Limetten. Angenehme Präsenz. Im Mund wieder sehr frisch. Die feine Süße und die noch leicht unruhige Säurestruktur halten sich angenehm die Balance. Gefällt am nächsten Tag deutlich besser als direkt nach dem Öffnen. Sehr fruchtiger Antrunk erneut nach Äpfeln und Pfirsichen, dahinter schöne pflanzliche Noten,…

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Weingut Wittmann Riesling Westhofen Morstein Großes Gewächs, 2008

Weingut Wittmann Riesling Westhofen Morstein Großes Gewächs, 2008

Eigentlich wollte ich diesen Wein schon in der Best-Bottle-Probe an Silvester einstellen, aber dann sagte ich mir: „Ach komm, lass doch den Quatsch. Der Wein ist schlimmstenfalls gänzlich verschlossen und Du ärgerst Dich eh nur über diese blödsinnige Idee.“ Und so ließ ich es sein… Aber, wie das so ist mit den Stimmen im Inneren, sie gaben einfach keine Ruhe, bohrten jedesmal nach, wenn ich mich in den Keller begab, „komm, nimm sie schon mit und mach sie auf, Du…

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Rote Burgunder 1919 bis 1953

Rote Burgunder 1919 bis 1953

Kürzlich hatte ich das wohl einmalige Vergnügen alte, und ich meine wirklich alte Burgunder zu geniessen. Ein ebenso verrückter Weinfreund lud ein und es sollte ein denkwürdiger Abend werden. Jahrgänge zwischen 1919 bis 1953 standen an. Zwischendurch sorgten unsere lieben Gastgeber anhand eines vorzüglichen Menüs in vier Akten für die notwendige Kondition. Natürlich reiste ich mit der festen Überzeugung an, dass dieses alte Zeug überhaupt nicht mehr schmecken kann und ich mich nicht von Jahreszahlen oder irgendwelchen Namen wie Romanee…

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