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Category: Alle Verkostungen

Holger Koch Pinot Noir ***, 2005

Holger Koch Pinot Noir ***, 2005

Zuerst ein Tipp: Starten Sie den Tag damit, mit einem guten Freund den Weinhändler Ihres Vertrauens aufzusuchen, nehmen Sie sich dafür viel Zeit und bleiben Sie mindestens eine Stunde, um sich ein paar schöne Flaschen zusammen zu stellen. Eine der zuletzt bei solchem Anlass ausgesuchten Kreszenzen war dieser hochwertige Spätburgunder, der mich bereits Anfang 2009 bei einer Frühwein-Verkostung beeindruckt hatte. Schon damals fiel mir die tolle Eleganz auf. Bei einem schönen Abendessen mit Schweinefilet und Spätzle stand davon nun endlich…

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Bordeaux: Bon(n) voyage, Teil 2

Bordeaux: Bon(n) voyage, Teil 2

Die Zahl “11″ besitzt im Rheinland traditionell ja schon immer einen besonderen Stellenwert. Man denke da nur an den alljährlichen Beginn der Karnevalssession am 11.11. um 11 Uhr 11, dann kulturhistorisch an die Legende von der Hl. Ursula und den 11 Tausend Jungfrauen, die im Kölner Stadtwappen mit 11 kleinen Flammen ihren Platz gefunden hat – und natürlich, wo es gerade um Köln geht, da darf ich sie natürlich auch nicht vergessen, die 11 Flaschen vom dortigen FC. Aber apropos…

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Gunderloch Nierstein Riesling Pettenthal, 2005

Gunderloch Nierstein Riesling Pettenthal, 2005

Erstverkostung am 03. März 2009: Belastbare Prognosen über Weinentwicklungen zu treffen, kann im Einzelfall schon schwierig sein. An diese Erkenntnis musste ich denken, als ich eine aktuelle Verkostungsnotiz dieses Weines mit einer älteren, im August 2007 geschriebenen verglich. Damals schrieb ich noch über diesen Wein, den das Weingut Gunderloch — vielleicht aus Exportgründen — als QbA vermarktet: „Leichte Spontinase; sehr verhaltener Duft von Zitrusfrüchten, auch Mandarine. Filigran auch im Antrunk, elegante Fruchtsüße, wieder feinsaftige Mandarine; reife Säure. Dann am Gaumen…

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Siener Spätburgunder „No. 1“, 2006

Siener Spätburgunder „No. 1“, 2006

Ich weiß, so langsam wird es langweilig mit den ganzen Sieners hier, und ich verspreche: Bis die Riesling-Saison wieder beginnt, ist jetzt erstmal Schluss damit. Aber dieser hier musste noch sein; nachdem mir der 2007er „No. 1“ kürzlich schon so gut gefallen hatte, war jetzt gemeinsam mit Thorsten ein Test fällig, was der 2006er inzwischen so zeigt. Die Nase anfänglich etwas parfümiert und blumig, eine wilde Primärfrucht, doch dann – mit etwas mehr Luft – bricht eine mineralische Note wie…

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Marc Kreydenweiss Riesling Kastelberg Grand Cru, 2004

Marc Kreydenweiss Riesling Kastelberg Grand Cru, 2004

Kräftiges Bernsteingelb mit altgoldenen Reflexen. Bereits die Farbe macht deutlich, wo wir uns befinden. In der Nase die typisch feinen und eleganten oxidativen Noten dieses Spitzengewächses von Kreydenweiss. Viel mürber Apfel, medizinale Töne, fast salzige Mineralität, Wachs- und Brotnoten und vielfältige Kräuteraromen runden die komplexe Nase ab. Großes Kino. Im Mund wirkt der Wein ein Stück weiter im Vergleich zu der letzten Verkostung im April 2008. Nun deutlich offener, überaus saftig und animierend. Tolle kräuterige Mineralität, aber heute viel fruchtiger…

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Alejandro Fernandez Pesquera Crianza Tinto, 2004

Alejandro Fernandez Pesquera Crianza Tinto, 2004

Dichtes und undurchsichtiges Purpurrot. In der Nase Schwarzkirsche, rote Johannisbeere, ein Touch Orange, die Nase ist insgesamt sehr frisch, ergänzt durch würzige Toast-Noten. Im Mund dichter, als es die Nase erwarten lässt; wieder Schwarzkirsche, Nougat, ein Küchenkräuterton, etwas Menthol. Der Wein hat viel Zug im Mund, fast schon eine Spur schärfend ist hingegen der Alkohol, am zweiten Abend wirkt er aber milder. Der Wein hat viel Extrakt, ohne dabei ins Süßliche abzugleiten. Am Gaumen fällt der Wein leider in Sachen…

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Wagner-Stempel Siefersheimer Riesling „Vom Porphyr“, 2006

Wagner-Stempel Siefersheimer Riesling „Vom Porphyr“, 2006

Der „Porphyr“ ist die Nr. 3 in der Hierarchie der trockenen Rieslinge bei Wagner-Stempel. Streng nach der Klassifikation des VDP wird er als Ortswein bezeichnet, dass er eigentlich eher in der Liga der trockenen Spätlesen von klassifizierten Lagen spielt, verrät bereits der Preis, doch nicht nur der: Kräftiges, schweres Goldgelb im Glas. Die Nase zuckt beim ersten Annähern nach zwei Stunden Karaffe zurück, weil die unvermittelten Botrytis-Schwaden zunächst etwas unheimlich erscheinen. Mit etwas mehr Schwenken ergibt sich jedoch ein harmonischeres…

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Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg, 2005

Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg, 2005

In einer kleinen Vertikale des Kirchbergs aus den Jahren 2004, 2005 und 2006 gefiel mir der 2005er in besonderem Maße. Dem Winzer gelang es hier besser als in den anderen Jahren, die Balance von Frucht, Mineralität und Struktur herauszuarbeiten. Dieser Wein bestätigte auch meinen Eindruck, dass der Jahrgang 2005 im Hause Heymann-Löwenstein wirklich viel (weiteres) Potenzial zu bieten hat und seine Nachbarjahrgänge mühelos überflügeln kann. Helles Goldgelb. In der Nase etwas Traubenzucker, Mandarine und etwas Aprikose, viel gelbe Früchte, Küchenkräuter,…

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Casa de la Ermita Jumilla Crianza, 2005

Casa de la Ermita Jumilla Crianza, 2005

Dichte, etwas trübe Farbe mit deutlichem Violetteinschlag. Saftige Nase nach dunklen Beeren und Pflaumen, etwas Marzipan und ein schön eingebundenes, zurückhaltendes Holz. Neben diesen wärmenden Elementen hat der Wein aber auch eine kühle Seite mit Kräutern, einem minimalen Eisenton und leichter Mineralik. Insgesamt sehr duftig, mit Spiel und – als Strukturelement ganz gelungenem – Alkoholmanagement. Im Mund schön strukturiert, mit Extraktsüße und (vielleicht etwas zu) reifer Frucht, die am hinteren Gaumen aber wohltuende Konkurrenz von einer fröhlichen schwarzen Johannisbeere erhält….

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Chateau Tour de Pez Saint-Estèphe, 2004

Chateau Tour de Pez Saint-Estèphe, 2004

Fast tintenfarben mit purpurrotem Rand und undurchsichtigem Kern. Trotz seines ungewöhnlich hohen Merlot-Anteils von 60% notiere ich zunächst die typischen Cabernet-Sauvignon-Aromen Cassis, Brombeeren. Erst dahinter eine dunkle Kirschfrucht, junge noch etwas sperrige Holzaromen nach Zedernholz und Zigarrenkiste. Wirkt noch sehr jung und wild. Nach vier Stunden in der Karaffe fängt der Wein allmählich an, im Mund Spaß zu machen. Durchaus trinkig, wenn man grundsätzlich gerne herbe Frucht- und Holzaromen mag und mit leicht austrocknenden und noch etwas grobporigen Tanninen leben…

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