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Category: Mosel

Kerpen Riesling Spätlese Wehlener Sonnenuhr, 2003

Kerpen Riesling Spätlese Wehlener Sonnenuhr, 2003

Im Glas ein klares, schon ansatzweise reifes zitronenfarbenes Gelb. In der Nase intensiv, eine schöne Melange an Frucht- und Reifetönen — reife gelbe Stein- und exotische Früchte, Aprikosen, gelbe Pflaumen, etwas Guave, harmonisch verwoben mit einer leichten Petrolnote. Im Mund sehr moseltypisch — eine deutliche Restsüße, aber auch eine angenehm frische, saftige, anregende, weiche, wenn auch nach hinten heraus etwas gealterte Säure. Der Aromakern ist schmelzig und bietet erneut gelbe Früchte sowie frische Zitrusnoten, abgerundet durch eine Schiefermineralik, die an…

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Reinhold Haart Riesling Kabinett Piesporter Goldtröpfchen, 1998

Reinhold Haart Riesling Kabinett Piesporter Goldtröpfchen, 1998

Ein klares Weißgold mit gelben Reflexen im Glas, für das Auge keine Spur von Alterstönen, auch noch etwas perlend. In der Nase eine ganz leichte schweflige, schnell verfliegende Sponti-Note, dahinter Steinfrucht, gelbe Pflaumen und gelbe Trockenfrüchte inmitten einer schieferigen, leicht petroligen Bukettwolke. Ein schöner würziger Alterston. Im Mund fällt zuerst die noch recht kräftige, aber stark geschliffene Säure auf, die gemeinsam mit der Restsüße tief eingebunden ist und eine ganz feingliedrige Struktur ergibt. Dabei gibt es dezente Aromen von Steinfrucht…

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Max Ferd. Richter Riesling Brauneberger Juffer Selection, 2002

Max Ferd. Richter Riesling Brauneberger Juffer Selection, 2002

Im Glas sehr klar mit einem hellen, leuchtenden Strohgelb. Die Nase zeigt ein schönes, aber eigenartig zurückhaltendes Aroma von Äpfeln, gereiften Zitronen und Weinbergspfirsich sowie Kräutern. Das Bukett wirkt etwas stumpf. Dabei hat es aber eine schöne süß-mineralische Spitze. Im Mund ein reifer roter Apfel mit kandierten Tönen, dazu ein frischer, ätherischer Hauch wie von Tannennadeln. Nach hinten hin wachsen mineralische Töne der einfachen, feinherben Art. Für diese Selection, am ehesten einer halbtrockenen Spätlese entsprechend, spricht die frische Art, die…

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Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg Erste Lage, 2004

Heymann-Löwenstein Riesling Hatzenporter Kirchberg Erste Lage, 2004

Im Glas ein schon recht tiefes Gelb für einen gerade mal dreijährigen Moselaner. Dabei klar und mit vielen hellgoldenen Reflexen. Eine beeindruckend intensive Nase von einer Melange gelben reifen Steinobsts und exotischen gelben Früchten — abgerundet durch Kräuter und eine frische Zitronenspitze. Alles sehr reif. Bereits erste schieferige Tertiärnoten. Im Mund ein Frucht-Säure-Spiel auf sehr hohem Niveau und mit viel Biss. Apfel, Quitte und Grapefruit mit einer aromatischen feinbitteren Note. Dazu passend eine „üppige“, herbe und in der Länge salzige…

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Max. Ferdinand Richter Riesling Spätlese Erdener Treppchen, 1988

Max. Ferdinand Richter Riesling Spätlese Erdener Treppchen, 1988

Im Glas ein schönes klares Gelb mit hellgrünen Reflexen. Leicht perlend, bestens in Form. In der ordentlichen Nase verlockende Tertiärnoten, leichter Petrolduft, umrankt von Williams-Birne und weißem Pfirsich, hindurch schimmert ein feinherber Mineralduft. Im Mund eine tolle Kombination von Fruchtschmelz, gut erhaltener Säure und einem feinherben Mineraleindruck. Nicht komplex, aber ausgewogen. Auch der Abgang ist gelungen und nimmt den schönen Fruchtschmelz mit nach hinten. Insgesamt eine schöne Spätlese mit filigraner Frucht-Säurestruktur, edelsüß ausgeprägt und mit alten Schiefertönen. Ein wohl schmeckender,…

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Clemens Busch Riesling Spätlese ** trocken Pündericher Marienburg, 2005

Clemens Busch Riesling Spätlese ** trocken Pündericher Marienburg, 2005

Hellgelb und klar im Glas. In der Nase volle Frucht, Quitte, Weinbergspfirsich, etwas Maracuja, auch feinherbe Kräuter. Im Mund harmonisch, wieder Kräuter, Mirabelle, eine pikant nachhallene Mineralnote. Insgesamt viel von allem mit einer herben Mineralik, saftiger Säure, viel Frucht und einiges an übrig gebliebener Restsüße. Und nicht zuletzt 13 % Alkohol, der die ausgewogene Struktur etwas zu stark herausfordert. Im Abgang aromatisch, dabei etwas feurig. Eine üppige trockene Spätlese, die gut mundet, aber die feineren Nuancen gern noch etwas mehr…

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Max. Ferdinand Richter Riesling Spätlese Erdener Treppchen, 1990

Max. Ferdinand Richter Riesling Spätlese Erdener Treppchen, 1990

Im Glas kristallklar, ein ganz helles Gold, an den Rändern etwas wässrig. Eine intensive, spannungsvolle Nase mit gelbem, reifem Steinobst, einem Hauch Blaubeeren und einer Schiefernote. Nicht ganz mit dem Bukett mithaltend, aber gleichsam spannend ist er auch im Mund, zuerst mit einer deutlichen Säure, dann mit einer dezenten schmelzig-reifen Fruchtsüße im Zusammenspiel mit einer feinen herben Mineralnote. Recht kurz ist der Abgang, am Ende bricht der Wein ab — zusammen mit dem leicht seifigen Säureton ein Zeichen, dass er…

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Schloss Lieser Riesling Auslese ** Niederberg Helden, 1999

Schloss Lieser Riesling Auslese ** Niederberg Helden, 1999

Zur Belüftung doppelt dekantiert und im großen Bordeauxglas serviert. Darin ein klares helles Gelbgold, leicht perlend. Die Reifearomen sind voll da, Petrolduft. Stehen und zur Ruhe kommenlassen. Dann weißgelbe Früchte, weißer Pfirsich, etwas Quitte, frische Banane. Das Petrol integriert sich schön in den offenen Aromakern, reintönig, nicht direkt süß, sondern mit einer leicht herben mineralischen Note. Im Mund umspielt er Zunge und Gaumen recht süß und cremig, die Säure ist weich, hat aber noch Saft. Ausgezeichnet entfalten sich als Opponent…

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Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Tesch Riesling St. Remigiusberg, 2005

Martin Tesch ist als Purist bekannt. Er keltert seit einigen Jahren nur noch sechs Prädikatsweine aus niedrigsten Erträgen, allesamt trocken und durchgegoren: den Kabinett „Unplugged“ (siehe Verkostung vom 30. Juli) sowie fünf trockene Spätlesen aus Lagen in Laubenheim und Langenlonsheim. Eine Querverkostung ist interessant, denn die Weine unterscheidet nichts als die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima. Gemeinsam ist ihnen eine knackige Säure und ein komplexer mineralischer Schmelz. Der Beste aus 2005 ist nach meinem Geschmack der St. Remigiusberg. Er ist schon…

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Tesch Riesling Unplugged, 2005

Tesch Riesling Unplugged, 2005

Diesem Kabinett von Martin Tesch geht der Ruf voraus, gnadenlos trocken zu sein. Unter 2 Gramm Restzucker soll er in manchen Jahren betragen. Im Glas zeigt er eine blassgelbe Farbe und junge grüne Reflexe. Das Bukett ist für einen trockenen einfachen Riesling recht intensiv. Grüne und gelbe Duftnoten, Gras und frisches Heu, Kiwi und Zitronenschale. Eine kribbelnde Säure meldet sich schon in der Nase, am Gaumen kommt sie als erste an, prägnant, aber nicht bitter, sondern weich und lang. Sie…

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