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Category: Frankreich

Zind Humbrecht Riesling Turckheim Heimbourg, 2008

Zind Humbrecht Riesling Turckheim Heimbourg, 2008

In der Nase ein vitales Spiel aus reifen gelben Früchten wie Quitte und Pfirsich, etwas Zitronenschale, fein-herbe Mineralik, sehr elegante, überaus ansprechender Duft mit ätherischen Anklängen. Sehr dicht und kompakt im Mund, hat Kraft und große Nachhaltigkeit, noch sehr jung. Erneut fällt uns Quitte und reife Pfirsiche ein. Spannendes Spiel mit der vorhandenen Restsüße und der frischen, vitalen Säure. Der Nachhall sehr lang, mit erfrischenden Zitrusnoten, die den Speichelfluss anregen und sogleich Lust auf den nächsten Schluck machen. Ein noch…

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Chateau Leoville Las Cases Clos du Marquis, 1997

Chateau Leoville Las Cases Clos du Marquis, 1997

Wie sehr eine kleine Änderung der Trinktemperatur Einfluss auf die sensorische Wahrnehmung eines Weines haben kann, wurde uns bei dem Genuss dieser Flasche mehr als eindrücklich in Erinnerung gebracht. Denn dank der sommerlich hohen Außentemperaturen hatte sich der Wein klammheimlich um gefühlte zwei Grad zu hoch erwärmt, was er mit verwaschenen, breiten Fruchteindrücken dankte… also zurück in die Karaffe und eine halbe Stunde gekühlt. Danach hatte der Wein sich (wieder)gefunden… Clos du Marquis gilt ja landläufig als Zweitwein des Chateau…

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Chateau Les Ormes de Pez Saint-Estephe, 2004

Chateau Les Ormes de Pez Saint-Estephe, 2004

Dunkles und undurchsichtiges Schwarzrot, nur leicht hellere Reflexe zum Rand hin, ohne einen Wasserrand. Eine dunkle und vollreife, jedoch in keinem Maße alkoholische Rumtopf-Frucht, ein Korb voll Zwetschke, Brombeere und Dörrpflaume, sowie recht verhaltene Holztöne (dunkle Schokolade) und tabackige Nuancen bestimmen die Nase. Im Antrunk fleischig mit mittlerem Körper, mit feiner Holzsüße ausgestattet, geschmacklich dominieren den Wein wieder die aus der Nase bekannten dunklen und reifen Frucht- und Holznoten; zum Gaumen wird der fruchtbetonte Charakter stimmig von feinen, mineralischen Komponenten…

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Albert Mann Riesling Altenbourg Vendanges Tardives, 2006

Albert Mann Riesling Altenbourg Vendanges Tardives, 2006

Ähnlich wie Zind-Humbrecht ist Albert Mann schon seit vielen Jahren ein überzeugter Biowinzer (Ecocert Zertifiziert) und einer der im Keller nur natürliche Hefen einsetzt. Das Ergebnis ist ein echte Naturprodukt. Lässt es die Natur zu, können seine Weine ein ganz besondere Aromatik und Vielschichtigkeit erreichen. Heute habe ich zum Nachtisch eine Vendanges Tardives angestellt, was übersetzt eigentlich Spätlese heißt, aber meistens vielmehr mit der deutschen Auslese vergleichbar ist. Dies ist auch hier der Fall, und er kommt von einem der…

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Chateau Petrus Pomerol, 1961

Chateau Petrus Pomerol, 1961

Ein Weintraum wird Wirklichkeit und dies auch noch aus einer Flasche mit perfektem Füllstand. Ich will gar nicht viele Worte vorab verlieren, denn kaum über einen Wein wurde bereits derart viel geschrieben und geschwärmt. Da geht mir ja eigentlich sofort das Messer in der Tasche auf. So viel Hype um einen Wein, muss doch alles versnobtes Geschwätz sein. Irren sollte ich mich, und zwar gewaltig. Dunkles Kirschrot mit alt-goldenen Reflexen, kompakter Kern, feiner Wasserrand. Kaum steckte ich meine Nase ins…

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Domaine du Sacre Coeur Saint Chinian AOC, 2006

Domaine du Sacre Coeur Saint Chinian AOC, 2006

Mittwochswein, der siebte. Saint Chinian? Domaine du Sacre Coeur? Gänzliche Unbekannte für Sie? Zugegeben, auch ich musste zunächst den Weinatlas zur Hilfe nehmen, um mich bezüglich dieser Flasche, die ich als vor Ort gekauftes Mitbringsel geschenkt erhielt, näher zu orientieren. Die Appellation liegt im Languedoc, nordwestlich der Stadt Béziers. Die Domaine de Sacre Coeur besteht erst seit Anfang der 1990er Jahre und wurde von Marc Cabaret, einem Seiteneinsteiger im Winzergeschäft, gegründet. Inzwischen bewirtschaftet die Domaine ca. 34 ha Rebfläche, 90…

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Domaines Schlumberger Riesling Kitterlé Grand Cru, 2005

Domaines Schlumberger Riesling Kitterlé Grand Cru, 2005

Recht helle Farbe für einen Elsässer. Die Nase von mittlerer Intensität, wirkt schon recht reif. Kaum Frucht, dafür um so mehr kreidige Mineralik mit deutlichem Gummiton, herbe Kräuter, jodige Noten und feine oxidative Anklänge. Der Antrunk saftig, durchaus animierend mit sauberen Stein- und Zitrusfrüchten. Dominante Säurestruktur, der Wein hat eine gewisse Tiefe und Dichte, auch dank der festen Mineralik, die sich im weiteren Verlauf immer mehr in den Vordergrund schiebt. Knochentrocken. Der Abgang mittellang, aber es fehlt an Spiel. Hinten…

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Domaine de Thalabert (Paul Jaboulet Aine) Crozes Hermitage, 1995

Domaine de Thalabert (Paul Jaboulet Aine) Crozes Hermitage, 1995

Wein und Essen passend zu kombinieren ist immer eine spannende Herausforderung. Wenn es gelingt, hier eine Symbiose zu erzielen, ist es mitunter unglaublich, wie sich die einzelnen Aromen aus Wein und Essen aneinander aufschwingen können, sprich, die einzelnen Komponenten voneinander profitieren können. Wenn das gelingt, können selbst einfachere Weine (was dieser Syrah von der nördlichen Rhone erkennbar nicht war) zu ungeahnter Form auflaufen. Jedenfalls aber können sich Weine unter dem Eindruck von Essensaromen gänzlich anders präsentieren. Engagierten Köchen erzähle ich…

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Chateau Lagrange Saint-Julien, 1994

Chateau Lagrange Saint-Julien, 1994

1994 war im Bordeaux das, was Händler gerne als „klassischen Jahrgang“ beschreiben. Sprich: er war nicht sonderlich herausragend. Nicht einmal sehr gut. Stattdessen: regelmäßig sehr tanninstark. Und in vielen Fällen konnte der Cabernet Sauvignon nicht gänzlich vollreif gelesen worden – grüne, vegetale Noten waren in diesen Fällen in vom Cabernet dominierten Weinen öfter einmal die Folge. Und das muss man nun wirklich (nicht unbedingt) mögen… Trotzdem finden sich, und sei der Jahrgang noch so unauffällig, auch aus diesem Jahr immer…

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Domaine des Champs fleuris Les Tufolies Saumur-Champigny, 2003

Domaine des Champs fleuris Les Tufolies Saumur-Champigny, 2003

Kann ein sortenreiner Cabernet Franc eigentlich gut reifen? Bei einfacheren Qualitäten? Und auch dann, wenn der Wein aus dem Hitzejahr 2003 entstammt? Ich hatte ob dieser Fragestellung schon leichte Bedenken, als ich Flasche entkorkte – aber ein bißchen Spannung soll ja schließlich sein; zudem erinnerte ich mich an die Worte des Schenkers, der mir vor einigen Jahren diese Flasche zuwandte: „Liegen lassen!“. Angesagt. Getan. In der fruchtig-würzigen Nase saftige Schwarzkirsche, vollreif und wärmend, nicht jedoch in einem alkoholisch Sinn, dazu…

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