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Category: Alle Verkostungen

Weingut Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2006

Weingut Künstler Riesling Hochheim Hölle Erstes Gewächs, 2006

Und noch ein Wein aus dem Rheingau, Jahrgang 2006, der wir bereits in der Vorwoche im Rahmen der 2006er-GG-Probe im Glas hatten. Die erste Begegnung hinterlies bei mir den Eindruck: noch ist er schön – er muss aber nicht mehr viel älter werden. Wurde er auch nicht, schon eine Woche später blubberte der Wein erneut in die Karaffe… Dunkles goldgelb, ins helle bersteinfarbene gehend. Die Nase von reifer Frucht geprägt, kaum Altersnoten, leicht ins mostige gehender Apfel, sehr kraftvoll, Honigspuren,…

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Georg Breuer Riesling Nonnenberg & Rottland, 2006

Georg Breuer Riesling Nonnenberg & Rottland, 2006

Kürzlich gab es im Rahmen einer Verkostung 13 Riesling-GGs aus 2006, darunter auch der Berg Schlossberg von Breuer. Seit Jahren schlummern bei mir noch etliche Exemplare von Nonnenberg und Rottland im Keller. Sie liegen im Fach „Verkaufen“, weil sie mich in ihrer Jugend doch entäuscht haben. Der Schlossberg in der Probe hat mir insgesamt gefallen, nur sein Duft war recht eigenwillig und zeigte bereits erste Reifenoten. Im Mund präsentierte er jedoch seine übliche Eleganz mitsamt einem feinen Säurebogen. Einschränkend notierte…

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Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Nach zwei Stunden in der Karaffe öffnet sich der Wein und präsentiert eine elegante, zugleich aber kirschfruchtbetonte Nase. Die leicht röstigen Holznoten stehen harmonisch im Einklang mit einer klaren Kirschessenz, kühl und ein wenig unnahbar. Weiteren Charakter gibt ein wenig grüne Paprika. Dieses Wechselspiel aus klarer Kirschfrucht und einer noblessen Kargheit nimmt einen sofort für diesen Wein ein und animiert zum Trinken. Im Mund sehr ausgeglichen, alle Komponenten (ganz leicht fruchtsüße Kirschfrucht, etwas dunkle Schokolade, metalillisch-mineralische Noten, Kräuter) stehen schön…

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Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Mittelintensive, durchscheinende Farbe nach Kirschrot mit einem feinem Wasserrand. Früchtegeprägtes Bukett nach Wilderdbeeren, Sauerkirschen und herb-würzigen Kräutern, daneben Leder und auch ein Hauch von floralen Noten. Fruchtbetonter, leicht säuerlicher Auftakt, zeigt Frische und auch Strenge am Gaumen, eher von schlanker Statur; dadurch haben die eleganten Fruchtaromen nach Himbeern, Erdebeeren und Kirschen einen guten Auftritt. Die Frucht unterlegt mit der richtigen Menge Holz und auch einer zarten Ahnung von kalkiger Mineralik. Mittellanger frischer, fruchtiger, leicht herber und austrocknender Abgang. Sehr gute…

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Trockene Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer

Trockene Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer

Probe trockene Spitzenweine von Mosel, Saar und Ruwer 10. Oktober 2011 Diesen Monat bei der Bonner-Weinrunde standen 20 trockene Spitzenrieslinge von der Mosel, Saar und Ruwer an. Unter trocken verstanden wir dabei einigermaßen geschmacklich trocken – gebietstypisch eben. Bei dem Begriff „Spitzenrieslinge“ haben wir uns nicht an irgendeinen Verband gehalten, sondern unsere eigene Auswahl getroffen. Die Bezeichnungen gehen in dem Anbaugebiet eh wild durcheinander. Die Probe sollte einen Aufschluss über den Stand bei den trockenen Rieslingen bringen und eine breite…

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Heinrich Spindler Riesling Forster Jesuitengarten Spätlese trocken, 2007

Heinrich Spindler Riesling Forster Jesuitengarten Spätlese trocken, 2007

Helles goldgelb. Die Nase wirkt sehr ruhig und getragen und entwickelt mit Luft schnell kräftig wirkende tropische Noten, die ein wenig verwaschen bleiben und am ehesten an Papaya und frischer Ananas erinnern. Mit mehr Luft auch etwas Steinfrucht. Im Mund eröffnet der Wein mit einem schon vollen Körper, dicht und leicht ölig schwappt der Wein durchs Glas, dominiert von einen Korb von Tropenfrüchten, Ananas und einer feinen, erdig – salzigen Mineralität. Aus der frisch geöffneten Flasche wirkt der Wein insbesondere…

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Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Herrlich eindringliche und sehr weiche Bdx-Nase. Intensive Cabernet-Würze, Brombeeren, frisch gerösteter Kaffee und im Hintergrund ein Hauch Tabakkiste. Im Mund erkennt man sofort das bessere Jahr im Vergleich zu 93 und 94, die ich kürzlich verkosten durfte. Ein schlanker, viligraner Körper mit einer vielschichtigen Früchtearomatik nach Kirschen, Brombeeren und natürlich Cassis. Über den gesamten Verlauf ist der Baron ungemein weich, schmeichelnd mit sanften Tannine ausgestattet, wuscht wie ein Kätzchen über den Gaumen. Das Holz sehr charmant mit der Frucht verwoben,…

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Bürklin-Wolf Riesling Deidesheimer Hohenmorgen Spätlese G.C., 1999

Bürklin-Wolf Riesling Deidesheimer Hohenmorgen Spätlese G.C., 1999

Strahlendes Goldgelb. Brotkruste, kalkige Mineralik, Muskat, ein Hauch von Kümmel steht für die Würze, füllige Steinfrucht und die Eleganz des Deidesheimer Hohenmorgen zeigt sich unmittelbar in der Nase. Großer, gereifter Rieslingduft ohne jede Müdigkeit oder Alternoten. So riecht im besten Falle Mittelhaardt! Ungemein animierender Antrunk, viel reife Steinfrüchte, gereifte, angetrocknete Äpfel, dahinter ins tropisch gehende Früchte. Sehr saftig, straff und geprägt von einer seidigen Textur. Sehr untypisch für die zumeist heute kargen, schlanken, zuweilen ausgezehrten 99er. Trotz all seiner Frucht…

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Weingut von Racknitz Riesling trocken QbA, 2009

Weingut von Racknitz Riesling trocken QbA, 2009

Am ersten Tag noch eine leicht hefige Nase, wirkt sehr jugendlich und wild. Grapefruit, angetrocknete Zitronen und ein kräutriger Duft prägen die Nase. Erst im Hintergrund zeigen sich feine Steinobstaromen; mineralische Anklänge. Sehr klar und sauber, so wie man sich eine QbA-Qualität vorstellt. Auch im Mund noch von erstaunlicher Jugendlichkeit. Wieder hefige Noten, die am zweiten Tag weitestgehend verschwunden sind. Wein von schlankem Körper, rassiger Antrunk mit ordentlich lebendiger, fast rescher Säure, die aufgrund der Zitrusaromen noch verstärkt wird. Der…

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Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Nein, ich habe nicht auf ein solches Weinerlebnis gewartet, um meine Schreiberei auf diesem Blog nach etwas Abstinenz wieder aufnehmen zu wollen – aber, das sei zugegeben, hierzu zu schweigen – nein, das wäre nun auch nicht angezeigt gewesen. Blind kam dieser Wein auf den Tisch – und doch, weder geographische Herkunft noch seine Abstammung selbst konnte dieser Wein lange verbergen… Dunkles Karminrot, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. Kein Wasserrand. In der Nase eine unaufdringliche, hochkomplexe Eleganzvielfalt aus Kaffee,…

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