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Category: Alle Verkostungen

Ökonomierat Rebholz Silvaner Kabinett trocken, 2008

Ökonomierat Rebholz Silvaner Kabinett trocken, 2008

Im Glas ein blasses Strohgelb. Die Nase wird geprägt von einer leicht cremigen Zitrusnote, dann erdige Töne und leicht vegitabile Noten. Sehr puristisch und ungeschminkt. Im Mund wartet dieser Kabinett mit einer kräftigen Säure auf, die mich kurz an der Rebsorte Zweifeln liess. Wieder Zitronennoten, richtig spritzig. Man wünscht sich sofort in 25 Grad wärmere Gestade. Schlanker Körper, der neben den Zitrusnoten wieder mit einer zurückhaltenden Erdigkeit aufwartet. Hoher Trinkfluss, auch dank des knapp mittellangen Nachhalls ein angenehmer Kabinett. Volle…

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Carlo & Julian Pinot Noir „Estate Reserve“ Oregon Table Wine, 2005

Carlo & Julian Pinot Noir „Estate Reserve“ Oregon Table Wine, 2005

Das amerikanische AVA-System steht bei uns vorurteilsverblendeten Europäern nicht gerade im Ruf, wahnsinnig strenge Auflagen zu machen. Eichen-Chipse, Spinning Cone, Zuckerzusatz, komische Rebsorten – alles kein Problem. Was hat dann ein Winzer im Sinn, der seinen Wein als Tafelwein deklariert? Und was habe ich damit im Sinn? Ganz klar: Ich kaufe ihn. Zumal er angeblich um 20 Dollar reduziert ist. Dem Etikett ist, da unterscheidet sich dieses Gewächs nicht von europäischen Tafelweinen mit ähnlicher Ambition, nicht viel zu entnehmen. Kein…

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Chateau Fontesteau Haut-Médoc, 2005

Chateau Fontesteau Haut-Médoc, 2005

Eine eherne Bordeaux-Regel lautet für mich: wenn nicht im Jahr der Arrivage, dann erst wieder ab dem achten Jahr. Und mit dieser Trinkregel fahre ich schon seit Jahr und Tag bei halbwegs seriösen Weinen des Bordeaux (bei den über allen Zweifeln erhabenen Weingütern sowieso) regelmäig richtig gut… Nun sollte aber ein Angebot eines Händlers (kaufe ich nach?) mit einem Schub Neugier (dafür müsste ich aber probieren?) verbunden mit etwas Zeitnot (dann lieber zu Hause als vor Ort!) zusammenkommen, et voilá,…

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Erben von Beulwitz Riesling Kaseler Nies´chen Beerenauslese, 2007

Erben von Beulwitz Riesling Kaseler Nies´chen Beerenauslese, 2007

Ach ja, die Agnes. Ein ganzes Wochenende lang hatte ich Spass mit ihr… Nein, keine Sorge, ich habe mein significant other nicht verlassen, um mich einer neuen Holden hinzugeben. Vielmehr hatten wir einen netten Abend zu dritt. Klingt für Außenstehende irgendwie auch kaum besser?! Also, ich schreibe natürlich über die heutige Weinlage – denn der Name der Lage Nies´chen geht zurück auf den Rufnamen Agnes, wer hätte es gewusst… Die Kaseler Lage ist gen Südsüdwesten ausgerichtet, knapp 17 ha groß…

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Rutz Cellars Pinot Noir „Maison Grand Cru“ Russian River Valley, 2006

Rutz Cellars Pinot Noir „Maison Grand Cru“ Russian River Valley, 2006

Russian River, eine AVA in Sonoma, ist eigentlich für Pinot prädestiniert, es ist eine der kühlsten AVAs in Kalifornien. Was ich bislang von dort getrunken habe, hat mich allerdings nicht sonderlich überzeugt, und das meiste, was ich in der Hand hatte, habe ich ohnehin gleich wieder zurückgelegt, da mir der Alkoholgehalt schon vom Etikett her meist nichts Gutes verhieß. Trotz der 14,5%, die auch hier auf der Flasche stehen, habe ich mich diesmal aber durchgerungen. Recht hell, leicht transparent im…

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Dönnhoff Riesling Dellchen Großes Gewächs, 2007

Dönnhoff Riesling Dellchen Großes Gewächs, 2007

Blassgold. Quicklebendige mineralische Nase mit verspielten, jungen Küchenkräutern, im Wechselspiel mit feingezeichneten gelben Früchten, im wesentlichen weiße Pfirsiche. Alle Protagonisten schwingen in wunderbarer Eleganz und Harmonie, fordern aber auch die Sinne. Genau die Richtige Spielwiese für Rieslingfreaks. Anspruchsvoll bleibt es auch im Mund. Als erstes notiere ich mir saftig, reintönig und wieder diese spannende Mineralik. Sie erinnert mich an Kreidestaub und Kalkgestein und verleiht dem Wein über den gesamten Verlauf eine samtig, ganz zart herbe Note.  Die Frucht auch am…

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Weingut Schnaitmann Schwarzriesling ***, 2009

Weingut Schnaitmann Schwarzriesling ***, 2009

Dunkles Kirschrot. Duftet wie ein Spätburgunder deutscher Machart mitsamt der typisch üppigen Holzwürze und eine Hauch feuchtem Waldboden. Gut eingebunden ein Korb voll reifer Schwarzkirschen, dahinter mineralische Anklänge, die dem Wein eine gute Struktur und ein wenig Tiefe verleihen. Ansprechend. Gleich zu Beginn sehr animierend und durchaus straff am Gaumen. Sehr jugendlich, die Tannine kratzen ein klein wenig. Über den gesamten Verlauf getragen von einer frischen Kirschfrucht, die Holzaromen treten zu meiner Freude etwas zurück, gleichwohl bleibt er röstig. Trotzdem…

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Weingut Wittmann Riesling trocken Alte Reben „La Borne“, 2009

Weingut Wittmann Riesling trocken Alte Reben „La Borne“, 2009

“ La Borne“ ist der trockene Versteigerungswein und kommt aus einer Gemarkung des Morstein in dem Wittmann´s älteste Rebstöcke stehen. Kurz nach der Abfüllung hatte ich ihn zweimal im Glas und mit 93+ lag er deutlich über den „normalen“ Großen Gewächsen, die mir mit Ausnahme aus dem Kirchspiel ein Touch zu süß und konzentriert erschienen. Die alten Reben zeigten mehr Spannung, Frische und Finesse. Letzten Freitag verkosteten wir den Wein in aller Ruhe und er hinterlies doch einige Fragezeichen. Aber…

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Chateau La Lagune Haut-Médoc, 1996

Chateau La Lagune Haut-Médoc, 1996

Kompaktes Purpurrot, leichter Braunorange-farbener Rand. In der Nase sehr präsent nach zwei Stunden Zeit im Dekanter, eine leicht drückende Bitterschokonase, in der nächsten Schicht Bananensplit, dann satte Kirschfrucht. Cassis und ein Paprikaton komplettieren den Auftritt und weisen den Weg ins Bordeaux. Auch im Antrunk deutlich mittelvoller Körper, durchaus druckvoll greift der Wein im Glas Raum. Die Banane hat der Wein inzwischen verloren, Cassis, säuerliche Brombeere, herbe Heidelbeermarmelade. Recht extraktstark. Und auch mit frischer Säure gesegnet. Das Tannin ist abgeschmolzen, erst…

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Hermann J. Wiemer Riesling Late Harvest Finger Lakes, 2008

Hermann J. Wiemer Riesling Late Harvest Finger Lakes, 2008

Dies ist sozusagen die süße Schwester der „Reserve Dry“ von Hermann J. Wiemer: Wenn jene das Große Gewächs des Gutes ist, dann ist das hier die Spätlese restsüß aus Erster Lage, mit 59g Zucker und zu quasi dem gleichen Preis. Ich erinnere vom Weingutsbesuch im letzten Mai keine überragende Tiefe, aber dennoch habe ich damals eine Flasche mitgehen lassen, nur so für alle Fälle. Jetzt war es soweit. Apfel-Zitrus-Noten, sehr gebietstypische Frucht, aber nicht so aggressiv wie bei manch anderem…

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