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Category: Alle Verkostungen

Chateau Margaux Premier Grand Cru Classé Margaux, 1947 (Vandermeulen Abfüllung)

Chateau Margaux Premier Grand Cru Classé Margaux, 1947 (Vandermeulen Abfüllung)

Die Überraschung des Abends war die Vandermeulen-Abfüllung des 47er-Margaux, aus vertrauenswürdiger Quelle. Die Farbe war unglaublich intensiv und frisch, gleich einem tiefrotem Rubin ohne jedem Alters- oder Wasserrand. Die Nase sehr jugendlich und konzentriert nach holzigen Kräutern, Weichsel- und dunklen Beerenfrüchten, viel Tabak auf der einen und soeben gepflückter Minze auf der anderen Seite. Meine Nase weiß so gar nicht wo sie zuerst hinriechen möchte. Enorm viel Spiel, Spaß und Tiefe zugleich. Alle sind spontan begeistert, selbst die besonders kritischen…

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Chateau La Grave Trigant de Boisset, 1947

Chateau La Grave Trigant de Boisset, 1947

Ein eher unbekanntes Chateau aus dem Pomerol, dass seit 1992 unter dem Namen Chateau La Grave à Pomerol vermarktet wird. Die Weine finden zunehmend Beachtung aufgrund ihrer für das Pomerol untypisch eleganten und fruchtigen Stilistik. Sehr erstaunlich, dass sich genau diese Typizität auch im 47er findet. Mittelkräftiges Rot mit braunem Rand. Ungemein elegante, fast grazile Nase, jedoch voll intakt und reintönig. Kaffeeschwaden ziehen durch das Glas mit einem Touch Kakao und Pflaumen. Sicherlich nicht sonderlich komplex, aber von erhabener Eleganz…

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Château Latour a Pomerol, 1961

Château Latour a Pomerol, 1961

Manchmal meint es das Leben besonders gut zu einem und so hatte ich kürzlich diesen sehr seltenen Bdx im Glas. Keine besonders intensive Farbe, aber ohne große Alterstöne oder Wasserrand. Die Nase ungemein sauber und klar gezeichnet. Sie ist nicht intensiv, aber derart geschliffen, dass eine ganze Reihe von Aromen mit meinen Sinnesorgan spielt. Feinster Marzipan getränkt in reduzierten Kirschsaft betören mich, daneben süßer Pfeiffentabak, Cassis und Pflaumen. Dies steht in einem genialen Zusammenspiel mit samtigen Röstaromen nach Rauch, feinem…

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Château Cadet-Piola Grand Cru Classé St. Emilion, 1961

Château Cadet-Piola Grand Cru Classé St. Emilion, 1961

Rubinrot mit feiner braunen Umrandung. Unmittelbar nach dem Öffnen der Flasche eine sehr verhaltene Nase, die sich mit der Zeit noch ein wenig öffnete. Eigenwilliger Duft, recht fruchtfrei, nach Gewürzen, holzigen Kräutern, Leder und dunkler Schokolade. Bestimmt kein Charmeur, aber mit eigenständiger Note. Im Mund auch von burschikoser Art, kräftiges Tannin, herbe Rostaromen nach Rauch, Leder und Altholz. Unter all dem zeigt sich aber mit der Weile eine schöne dunkle Waldbeeren- und Pfaumen-Aromatik, der ein wenig mehr Süße und Charme…

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Château La Lagune Haut-Medoc Troisième Grand Cru Classé, 1966

Château La Lagune Haut-Medoc Troisième Grand Cru Classé, 1966

Verhaltene Nase mit vielschichtigen Aromen nach welker Minze, Kamillentee, Trüffel und feinen Röstaromen. Dahinter ein verwaschener Duft Fruchtsüße nach roten Beeren. Sehr filigran, aber durchaus noch intakt und animierend. Im Mund schlanker bis mittlerer Körper. Der Antrunk überrascht aufgrund seiner präsenten Süße nach roten Waldbeeren und Tabak. Dahinter sehr angenehme Röstaromen nach warmen Rauch und Leder. Die Säure ist gut eingebunden und verleiht dem Wein Frische. Hinten wird er aber ein wenig zu schlank, es fehlt ihm am nötigen Zug…

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Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg trocken, 2008

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg trocken, 2008

Den Wein habe ich die letzten drei Tage in aller Ruhe getrunken. Die Verkostungsnotiz bezieht sich auf die Eindrück am dritten Tag. Ungemein reintönige Nase nach reifen Äpfeln und Steinfrüchten im eleganten Spiel mit einer warmen Mineralik nach Schiefer, Malz und Brotkruste. Dahinter wilde Kräuter und ein Touch Cassis. Ausgezeichneter und betörender Duft, der das Terroir und die besondere Frische des Jahrganges belegen. Saftige Steinfrucht und rotwangige Äpfel im animierenden Antrunk. Frische, lebhafte Säure umspült die Fruchtaromen – genau so…

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Weingut Knoll Grüner Veltliner Ried Loibenberg Smaragd, 2001

Weingut Knoll Grüner Veltliner Ried Loibenberg Smaragd, 2001

Kräftiges Altgold, hohe Viskosität. Markant pfeffrige Nase mit viel Rauch, Wachs, mürben Äpfeln und leicht angetrockneten Kräutern. Keine Altersnoten, sehr vielschichtig mit einer aufregenden inneren Spannung. Fast aufdringlich, aber keine Anzeichen von Trägheit. Sehr saftiger, kräftiger Antrunk, die enorme Extraktdichte des Weines füllt die Mundhöhle sofort aus. Konsequent trockene Machart, mit einer über den gesamten Verlauf wunderbaren Verschmelzung von Frucht, Mineralität und Säure. Zitruscreme, kandiertes Steinobst, rote Äpfel und vielfältige Küchenkräuter sorgen für Frische im Mund. Ausgezeichnet wird der Wein…

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Weingut Knoll Riesling Ried Loibenberg Smaragd, 2001

Weingut Knoll Riesling Ried Loibenberg Smaragd, 2001

Sattes Strohgelb.  Mittelkräftige, jedoch ungemein subtile Nase mit komplexen mineralischem Duft nach Tafelkreide, Ton und Brotkruste. Die Mineralik geht ein ungemein packende Verbindung mit den Zitrus- und Steinfruchtaromen ein. Daraus erwächst eine ganz einmalige Typizität, die uns magisch anzieht. Sehr elegant und facettenreich. Im Mund von mittlerem Körper und knochentrocken. Ernsthafte Stilistik, die von einer unheimlich druckvollen Mineralik dominiert wird. Sehr komplex und kaum zu ergründen. Am Ende einer langen Diskussion einigen wir uns auf Tonboden, Kreidestaub, ein Hauch Malz…

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Ökonomierat Rebholz Spätburgunder Siebeldingen im Sonnenschein „R“ Großes Gewächs, 2003

Ökonomierat Rebholz Spätburgunder Siebeldingen im Sonnenschein „R“ Großes Gewächs, 2003

Recht kräftiges Rubinrot für einen Spätburgunder. Eher verhaltener Duft nach Kräutern,  eingelegten Waldbeeren und reifen Pflaumen. Der Holzeinsatz macht sich mit deutlichen, herben Röstaromen bemerkbar. Der Alkohol sticht ein wenig in der Nase. Wenig Spiel, eher rustikal. Im Mund ist der Wein sehr kräftig, oder besser gesagt eindeutig alkoholisch. Erneut dunkle Waldbeeren und viel Kräuterwürze, dahinter eine Spur leicht salziger Mineralik. Für einen ganz kurzen Moment Hoffnung auf etwas Spiel, doch dann treten die gewaltigen Tannine auf. Reichlich ungelenk trampeln…

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Germain Pere et Fils Crémant de Bourgogne Brut, n. v.

Germain Pere et Fils Crémant de Bourgogne Brut, n. v.

Der Feinschmecker soll geschrieben haben, dass 98 von 100 Leuten diesen Cremant lieben würden. So jedenfalls sagt es die Werbebotschaft des Händlers. Eigentlich eine gute Quote, „das wird wahrscheinlich passen“ denke ich noch so still und heimlich vor mich hin und nehme eine Flasche davon mit… Zu Hause dann angekommen,  umgehend in die Kühlung…  und… nun… wie soll ich es sagen… ich kann die Aussage des Feinschmeckers nun überhaupt nicht widerlegen! Aber: Nummer 99 wäre mein significant other und an…

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