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Category: Alle Verkostungen

Chateau Rieussec Sauternes, 1982

Chateau Rieussec Sauternes, 1982

Es gibt Probleme, die gibt es gar nicht. Kürzlich konnte ich ein solches lösen. Genauer gesagt, drehte es sich um eine goldgelbe Flasche, die da im Keller schlummerte. Es war ein Geschenk von einem lieben Freund, für das wir uns die Auflage setzten, es uns an einem schönen zweisamen Abend zu genehmigen. Doch wann trinkt man zu zweit eine große Flasche Sauternes? An Weihnachten lebt man kulinarisch eh extrem, sagten wir uns, und zogen das Juwel an Heiligabend auf. Nicht…

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Weingut Künstler Spätburgunder „Tradition“, 2007

Weingut Künstler Spätburgunder „Tradition“, 2007

»Geh und schreib eine Notiz, das soll die Welt wissen« — das war die spontane Reaktion meines significant other auf diesen Wein. Sie neigt ja mitunter dazu, bei der Weinbewertung etwas apodiktisch zu Werke zu gehen, diesmal allerdings bin ich wirklich bei ihr, in aller Deutlichkeit. Dieser Wein ist für mich wirklich eine große Enttäuschung. Denn — und auch das will ich betonen — ich mag das Weingut Künstler und seine Weine wirklich gerne. Solange es um Riesling geht; da gehört…

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Schäfer-Fröhlich Riesling Schlossböckelheimer Felsenberg Großes Gewächs, 2006

Schäfer-Fröhlich Riesling Schlossböckelheimer Felsenberg Großes Gewächs, 2006

Helles Strohgelb. Direkt nach dem Öffnen der Flasche eine aufregende, ja fast wilde Nase mit null Frucht. Viel mehr als ein Ersatz dafür ist die mit Spannung geladene Mineralik. Sie erinnert mich spontan ans Rheingau, doch kaum will ich den Namen aussprechen, zögere ich. Ungewohnt vielfältige Aromen von Trockenkräutern zeigen sich vermehrt und dies passt nicht so recht in mein Bild der Kühns, Breuers etc., trotz eines Hauches Feuerstein. Ebenso ungewohnt der intensive Duft nach Laub, es riecht so wie…

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Fassati „Pasiteo“ Vino Nobile de Montepulciano, 2004

Fassati „Pasiteo“ Vino Nobile de Montepulciano, 2004

Kräuterige und deutlich dunkelbeerige Nase mit einem Schwerpunkt auf Brombeeren. Eine beachtliche Fruchtsüße und ein noch junges, vanilliges Holz würden diesen Wein ein wenig schwerfällig erscheinen lassen, wäre da nicht gleichzeitig eine dezente Mineralik und eine erdige sowie eisen-artige Note. Auch am Gaumen wirkt das Holz noch ein wenig übertrieben, Vollmilchschokolade schmeckt man, die Tannine sind noch körnig, der Wein ist einfach jung. Eine schöne Struktur zeigt sich aber schon, kühl, mit frischer Säure, Wacholder und auch einigen Ecken und Kanten,…

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Clos Marie Cuvée „Metairies du Clos“ Pic Saint Loup, 2001

Clos Marie Cuvée „Metairies du Clos“ Pic Saint Loup, 2001

Es gibt Tage, wo einfach alles funktioniert … so passiert in der letzten Woche. Nachdem ich mittags meine Geschenkeplanung generalstabsmäßig in die Still-to-do-Liste eingefügt hatte, gelang mir, was gefühlt bestimmt schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr gelang: Ich schlenderte in tiefster Entspannung durch die menschenüberfüllte Innenstadt und setzte ein Häkchen nach dem anderen hinter die Positionen auf meiner Liste. Alles funktionierte, wirklich alles klappte so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Gegen Abend kam ich nach Hause, es hatte zwischenzeitlich…

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Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2005

Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2005

Blasses, glänzendes Hellgelb. In der Nase, auch nach einigen Stunden, sehr verhalten. Spuren von Mineralik, die Frucht etwas undifferenziert nach Steinobst. Schwach. Im Mund setzt der Wein den Eindruck konsequent fort. Reife Aprikose, etwas Pfirsich und mit aller Mühe ein Hauch von Mineralik. Hallo, wo ist das Spiel und die Raffinesse der Hermannhöhle? Der Wein wirkt gehemmt und müde. Vielleicht liegt es am Plastikkorken. Die schlampige Süße schleppt sich über den gesamten Abgang hinweg. Zum Glück ist dieser Abgang sehr…

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Domaine de la Tour du Bon Saint-Ferreól Bandol, 2004

Domaine de la Tour du Bon Saint-Ferreól Bandol, 2004

Bandol ist nicht nur ein Städtchen an der Cote d’Azur, die Küste und die Hügel darum herum ergeben auch das danach benannte Weinbaugebiet. Die Rebfläche ist winzig, kleiner als das nur 30 Kilometer westlich liegende Stadtgebiet von Marseilles. Und doch ist der Weinstil unverkennbar. Die Weine sind eigenartig undurchdringlich, sie haben rein gar nichts mit den üppigen, warmen Südrhone-Weinen zu tun und ebenso wenig mit den fruchtig-würzigen Languedocs und Roussilions. Der Stil ist viel kühler, fast salzig, man glaubt hier…

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Bassermann-Jordan Riesling Forster Kirchenstück Großes Gewächs, 2005

Bassermann-Jordan Riesling Forster Kirchenstück Großes Gewächs, 2005

Kräftiges, ins Goldene spielendes Gelb. Der erste Eindruck in der Nase nach zwei Stunden Karaffe ist etwas sonderbar: Wir riechen Erdnuss und Bohnenkraut, ahnen aber bereits eine abgründige Tiefe. Beim erneuten Schnuppern ein leichter, keineswegs störender Lackton, eine tolle, ziehende Mittelhaardt-Mineralik, die einfach nur kühl ist, ganz ohne rauchige, feuersteinige Noten, wie man sie weiter nördlich an der Mosel finden würde. Auch nach langem Suchen finden wir keine wirkliche Frucht, wollte man partout eine ausmachen, wäre sie wohl gelb und…

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Chateau Pontet-Canet Pauillac, 1998

Chateau Pontet-Canet Pauillac, 1998

Schwarzrot mit undurchsichtigem Kern und rubinroten Reflexen. Der erste Eindruck in der Nase ist die von einem jugendlichen Franzosen, noch etwas verschlossen und unruhig. Aber nach einer Weile entwickelt sich ein wunderbar eleganter Duft nach Eukalyptus, frischer Krausminze und Cassis. Dahinter junge Kirschen und ein Touch kräuteriger Mineralik. Gefällt mir ausgesprochen gut, eine kleine Winzigkeit scheint mir der Alkohol zu präsent. Im Mund ebenso jugendlich, verschlossen und unruhig. Erst nach mehreren Stunden in der Karaffe ist es dem Wein genehm…

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Johannishof Riesling Johannisberger Klaus Spätlese, 2006

Johannishof Riesling Johannisberger Klaus Spätlese, 2006

Überaus verhaltene, auch durch ausgiebiges Lüften nur mit mäßigem Erfolg aus den Tiefen des Glases zu lockende Nase nach Zitruszesten, ein wenig Kräuter, Ananas; hinzu gesellt sich ein etwas seltsamer Duft, der von meinem significant other zielsicher als „Fass-Sauerkraut“ identifiert wurde. Im Mund süßliche, kandierte Ananas, etwas Kokos, verhalten herbe Kräuter. Die Säure ist saftig, zugleich wirkt der Wein durchaus feminin. Moderate Tiefe. Auch am Gaumen klingt der Wein sanft und eher mit feinen, an Ananas erinnernden Fruchttönen aus, er…

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