Durchsuchen nach
Category: Alle Verkostungen

Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Leinhöhle Spätlese trocken, 2005

Georg Mosbacher Riesling Deidesheimer Leinhöhle Spätlese trocken, 2005

Helles goldgelb mit metallischen Reflexen. Die Nase eröffnet mit Rauch, Honignoten, steinig-würzigen Noten, erst dahinter schält sich mit mehr Luft eine ätherische Zitronenfrucht nach vorne, sie erinnert an Zitruszesten. Begleitet wird dies von einem Strauss herber Kräuter und Reifenoten, die aber noch recht dezent sind. Im Antrunk extraktreich, leicht schmelzig, rauchig, wieder Zitronen und Zitronenzesten, gute Struktur, die Frucht hält sich aber sehr im Hintergrund. Kompakt. Kommt dann am Gaumen ziemlich deutlich über den Alkohol, empfindsamen Menschen dürften die 13,5…

Weiterlesen Weiterlesen

Große Rieslinge aus 2003 – wer wird „King Kaktus“?

Große Rieslinge aus 2003 – wer wird „King Kaktus“?

2003 – welch ein Sommer! Noch heute gilt er als unerreichte Benchmark für Qualität, wenn es Mitte Juli losgeht mit den Klagen über‘s mal wieder viel zu nasse, kühle und unbeständige Sommerwetter. Sehr früh wurde in jenem Jahr schon gemutmaßt, man habe es mit einem Jahrhundertjahrgang des deutschen Weines zu tun – heute sind zumindest Riesling-Winzer und -Freunde froh, dass uns ähnliche klimatische Extreme seither erspart geblieben sind. Überreife, schwache Säure, höchste Alkoholgrade, breit und mit unguten Bitternoten – so…

Weiterlesen Weiterlesen

Robert König Spätburgunder Assmannshäuser Höllenberg Spätlese trocken, 2007

Robert König Spätburgunder Assmannshäuser Höllenberg Spätlese trocken, 2007

Im Glas ein gleichmäßiges, leuchtendes Kirschrot, hellbraune Reflexe. Klar, aber konzentriert wirkend, leichter Wasserrand. In der Nase etwas Rauch, rote Beeren, würzige Kräuter, dunkle Vanilleschote, auch etwas Schieferwürze und ein kühler ätherischer Nachhall. Die Aromen fügen sich in einem eher schlanken Kern gut ineinander. Eine ganz typisches Höllenberg-Bukett mit transparenter Frucht und würziger Mineralität, eher leicht wirkend, es dringt kein Alkohol durch. Eine tolle, ganz präzise definierte Nase. Im Antrunk geht es dann so weiter: Mit einem schönen, dichten Fruchtschmelz…

Weiterlesen Weiterlesen

Heinrich Männle Cabernet Sauvignon Durbacher Kochberg Spätlese trocken, 2003

Heinrich Männle Cabernet Sauvignon Durbacher Kochberg Spätlese trocken, 2003

„Natürlich gibt es ausgezeichnete Cabernet Sauvignons aus Deutschland“ schmetterte der Gastgeber einer mir vertrauten Weinstube entgegen. Skeptisch nickte ich mein Haupt, hoffte darauf, dass dieser Kelch an mir vorüber gehen mag und versuchte das Thema sanft auf Riesling umzuschwenken. 10 Minuten später stand ein Glas dieses Weines vor meiner Nase. Na super dachte ich. Heute, gut ein Jahr später, schreibe ich eine Verkostung zu einer Flasche dieses Weines aus meinem Keller. Irgendwas war schief gelaufen, verdammt mir hatte das Zeug…

Weiterlesen Weiterlesen

Schloss Lieser Riesling Niederberg Helden Auslese Goldkapsel AP 7-06, 2005

Schloss Lieser Riesling Niederberg Helden Auslese Goldkapsel AP 7-06, 2005

Es war eine Notlösung. Da nach zwei Korkausfällen kein anderer Süßwein mehr kalt stand, musste diese Flasche ihren Inhalt lassen… spontan, weshalb ihm auch die eigentlich notwendige Belüftungszeit nicht zuteil werden konnte. Stattdessen: Korken raus und sturzdekantiert, auf dass es in der Karaffe nur so fröhlich vor sich hin schäumte. Spot an – it´s showtime. Helles goldgelb. Leicht spontanwürzige, rauchige Nase nach kandierten Pfirsichen, etwas Ananas und rotwangigem Apfel. Im Antrunk klar und recht fest, geschmacklich wieder Pfirsich und roter…

Weiterlesen Weiterlesen

Weingut Hexamer Grauburgunder Schlossböckelheimer in den Felsen Spätlese trocken, 2007

Weingut Hexamer Grauburgunder Schlossböckelheimer in den Felsen Spätlese trocken, 2007

Hexamer ist vornehmlich für seine restsüßen Weine bekannt, auch der Frühburgunder kann sehr gut sein. Vor kurzem konnte das Weingut einige Schlossböckelheimer Lagen erwerben und aus diesen Weingärten kommt auch der hier verkostete Grauburgunder. Zunächst merkt man dem Wein die 14% Alkohol weder in der Nase noch im Mund an. Die Nase ist präsent, fast opulent, aber ohne breit zu wirken. Reife Birnenfrucht drängt sich in den Vordergrund, dahinter Aromen wie man sie von einer Blumenwiese kennt. Das Holz zeigt…

Weiterlesen Weiterlesen

Wittmann Westhofener Riesling trocken „S“, 2007

Wittmann Westhofener Riesling trocken „S“, 2007

Das Weingut Wittmann steht für vieles, vor allem für großartige Große Gewächse. Für mich persönlich aber steht es als allererstes für die besten trockenen Gutsweine, die ich kenne. Und das Jahr für Jahr. Eigentlich nicht auf Weinkauftour, war ich trotzdem äußerst erfreut an dem Tag, an dem im Weinregal im Bioladen meines Vertrauens auch der Riesling „S“ stand — und zwar mit einem leuchtend roten Aufkleber darauf, der einen Betrag unter dem Abhof-Preis zeigte. Erwerben konnte ich leider nur noch…

Weiterlesen Weiterlesen

L´Heritage de Chasse-Spleen Haut-Medoc, 2001

L´Heritage de Chasse-Spleen Haut-Medoc, 2001

Es gibt untrügliche Zeichen, dass der Herbst unmittelbar vor der Tür steht. Die ersten Blätter schalten schon auf „bunt“ und sobald die Sonne verschwunden ist, kühlt es auf der Terasse unerhört schnell aus. Das Stichwort „Rotwein“ kam uns somit zuletzt des öfteren in den Sinn. Dieser hier ist der Zweitwein von Chateau Chasse-Spleen aus Moulis-en-Medoc. „L´Heritage“ — das Vermächtnis. Wie symbolhaft. Materiell gesehen ist es nämlich bei einem Zweitwein wie bei einer echten Erbschaft: Der Hinterbliebene muss sich mit dem…

Weiterlesen Weiterlesen

Große und Erste Gewächse 2008 – erste Eindrücke

Große und Erste Gewächse 2008 – erste Eindrücke

Anfang September fiel wieder der Startschuss für das Spektaktel rund um die Großen und Ersten Gewächse des VDP. Das heißt auch, es wird verkostet, was das Zeug hält. Am 12. September gab es, wie jedes Jahr, bei FUB Siegburg die wunderbare Gelegenheit, eine ganze Reihe der frisch abgefüllten Weine zu probieren. Hier finden Sie ein paar frische Eindrücke von beeindruckenden Gewächsen. Weiterlesen …

Wittmann Riesling Westhofener Kirchspiel Großes Gewächs, 2004

Wittmann Riesling Westhofener Kirchspiel Großes Gewächs, 2004

Im Glas ein strahlendes, blasses Gelbgold. Intensiver, klarer Duft ohne jegliche Opulenz, gelbe Früchte, sanfte Zitrusspitzen, ein wenig Grapefruit mit einem ersten Hauch von zarten Altersnoten. Wirkt in der Nase auf dem Punkt gereift, offene Frucht mit vitalen mineralischen Noten, angesengter Feuerstein steigt in die Nase — hmmm, spannend! Im Mund sehr tief, hat Kraft und Dichte. Wieder deutlich stahliger und von geringerer Opulenz als die Aulerde. Der anspruchsvollere Wein, ohne intellektuellen Überfluss. Der Antrunk wird beherrscht von präzisen Steinfrüchten,…

Weiterlesen Weiterlesen