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Category: Alle Verkostungen

Weingut Knoll Riesling Smaragd Ried Schütt, 2000

Weingut Knoll Riesling Smaragd Ried Schütt, 2000

Auch in der Wachau war der Jahrgang 2000 sicherlich kein Jahrhundertjahrgang. So kämpfen auch hier viele Weine mit zu hohen Alkoholwerten und wirken recht bald unbeholfen und müde. Um so mehr waren wir auf das Spitzengewächs von Knoll aus diesem Jahr gespannt, und wir sollten nicht enttäuscht werden. In der opulenten Nase null Frucht, erst nach vielen, vielen Stunden ein Hauch kandierte Zitronen. Vielmehr ein verwirrendes Spiel aus knackiger Mineralik, deutlichen Jod-Noten, Feuerstein, angetrockneten herben Kräutern und zarten Rauch- und…

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Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Frühlingsplätzchen Großes Gewächs, 2004

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Frühlingsplätzchen Großes Gewächs, 2004

Dieser Wein war mein persönlicher Favorit in der Nahe-Probe meiner Mitschreiber Rainer und Thorsten im April 2009 — er begeisterte mich bereits im Frühling mit seiner kompromisslosen Mineralität. Grund genug, diesen Wein mit mehr Muße nachzuprobieren. Das Weingut Emrich-Schönleber muss man inzwischen wohl nicht mehr vorstellen — eine Probierempfehlung sind gerade die höherwertigen Weine, wenn man Ihnen etwas Zeit gibt. 16 Hektar bewirtschaftet das Weingut, die Flächen sind überwiegend mit Riesling bestückt. Die Bezeichnung der Lage Frühlingsplätzchen, die ich heute…

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Marc Kreydenweiss Pinot Gris Clos Rebberg, 2005

Marc Kreydenweiss Pinot Gris Clos Rebberg, 2005

Gebraucht wurde ein Wein zum Grillen, und auf jeden Fall sollte er weiß sein. Denn es lagen in Knoblauch-Kräutersauce marinierte Lachsfilets und Garnelenspieße auf den Kohlen. Die Wahl fiel nicht schwer, denn dieser Wein war beim Besuch am Weingut in Andlau einer der Favoriten. Außerdem sollte der 2005er unbedingt mal ausprobiert werden, der eine oder andere Wein von Kreydenweiss lag schließlich schon zu lange bei mir im Keller. Im Glas präsentiert er sich strohgelb mit goldenen Reflexen, sichtbar angereift. In…

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Vignerons de Pfaffenheim Gewurztraminer Goldert Grand Cru, 2001

Vignerons de Pfaffenheim Gewurztraminer Goldert Grand Cru, 2001

Die Vignerons de Pfaffenheim – so sagt man – seien die beste Winzergenossenschaft im Elsass: ordentliche Lagen, saubere Arbeit an der Rebe und im Keller, faire Preise. Genau das, was ich vor einigen Jahren auf einem Kurztrip nach Colmar suchte. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Elsässer Gewürztraminer mitzubringen und wollte, in Unkenntnis der Gegend, ein unkompliziertes und sicheres Einkaufserlebnis. Voilà: Golden glänzend im Glas, erkennbar schwer, aber noch keine wirklich beeindruckenden Kirchenfenster. In der Nase fast schon klischeehaft…

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Cantele Cuvée „Amativo“ IGT, 2005

Cantele Cuvée „Amativo“ IGT, 2005

Der „Amativo“ ist das rote Flaggschiff des Weinguts Cantele aus Apulien, eine Cuvée aus 60% Primitivo und 40% Negroamaro. Ausgebaut wird der Wein für zehn Monate in neuen Barriques – eine Holzbehandlung, die ihm angenehme Holztöne beigefügt hat, ohne die Frucht zu erschlagen. Schwarzrote Farbe. Drückende, dabei durchaus vielfältige Nase nach süßer Brombeere, dunklen Pflaumen, etwas Nelke. Dazu in der zweiten Nase etwas Mokka- und Herrenschokolade, das Holz ist dabei sehr angenehm eingebunden. Mit mehr Luft finden sich auch würzige…

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Toni Jost Hahnenhof Riesling Spätlese trocken „Devon S“, 2007

Toni Jost Hahnenhof Riesling Spätlese trocken „Devon S“, 2007

Im Glas ein helles, sehr transparentes Strohgelb, leichte Kohlensäure, auch auffällig viel Weinstein. In der Nase eine cremige, leicht würzige gelbe Steinfrucht, Bergamotte, auch ganz zarte Blütenkräuter, Veilchenpastillen und eine kühl und frisch wirkende Mineralität — das alles nicht überbordend, sondern ganz zart duftend. Im Mund geht es dann zur Sache. Die Säure ist geradlinig, ungeheuer saftig, sie wirkt noch etwas jung und trocknend, aber überhaupt nicht ruppig. Mit ihr kommt eine frische Frucht von Steinobst mit einem leicht süß-würzigen,…

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Weingut Gesellmann „G“, 2003

Weingut Gesellmann „G“, 2003

Kompaktes Granatrot mit zarten rostbraunen Reflexen, dunkler Kern. Intensives Bukett nach frisch gepflückter Minze, frischen Küchenkräutern, ganz leichter Holzwürze und etwas Kokos. Dunkle Waldbeeren, ein Hauch Orangenschalen und feine ätherische Noten komplettieren die ausgezeichnete Nase. Wirkt noch sehr jung und etwas wild, leichter Lackton. Im Mund ein ebenfalls grandioses Feuerwerk unterschiedlichster Aromen. Trotz seiner 14,5% Alkohol wirkt der Wein eher schlank und transparent, wenn gleich sein Auftritt noch jugendlich ungestüm ist. Es knallen noch ein paar Türen. Mit zunehmender Reife…

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Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2008

Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2008

Kräftiges, strahlendes Strohgelb. Eher zurückhaltende Nase, die aber zeigt, wo die Reise hingehen wird. Packende Mineralität nach feuchten Kieselsteinen eingebunden in klare Zitrus- und Pfirsicharomen, nach zwei Tagen im Kühlschrank duftet der Wein zusätzlich nach getrockneten Kräutern, und die Zitrusaromen haben einen Touch Cremigkeit. Sehr schön. Im Mund wirkt er kompakt, von mittlerem Körper und einer Spur Restzucker. Im Antrunk dominieren zunächst die Fruchtaromen von angetrockneter Zitrone und Steinfrüchten. Dann tritt die kräuterige Mineralik immer mehr hervor und gibt dem…

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Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2007

Dönnhoff Riesling trocken „Tonschiefer“, 2007

Nach dem irgendwie wie ein Dinosaurier anmutenden Riesling Steingrubler in meiner letzten Verkostung wurde es Zeit für einen blitzsauberen trockenen Riesling. Und da ich diesmal absolut kein Risiko eingehen wollte, griff ich zu dieser Flasche. Und wurde belohnt. Schon in der Nase ein Wein wie eine Visitenkarte, die pikante Dönnhoffsche Mineralität, die im Glas liegt wie ein nasser Stein. Ein Bukett mit Waldmeister und einem von frisch geschnittenen Kräutern überhäuftem Pfirsich. Wirkt kühl und sehr reintönig in der Nase. Auch…

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Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2002

Gutsverwaltung Niederhausen Schlossböckelheim Riesling Niederhäuser Hermannshöhle Spätlese, 2002

Helles Goldgelb. In der Nase finden sich verhaltene Reifetöne, etwas Rauch, dann deutlich ein frisch aufgeschnittener rotwangiger Apfel. Im Antrunk leicht kräutrig und apfelig, aber sehr süß. Dieser Eindruck mildert sich mit viel Luftzufuhr (fünf Stunden in der Karaffe) jedoch überraschend deutlich ab, der Wein präsentiert nun einen eher saftigen Stil, die Süße wirkt weniger aufdringlich als zuvor, wieder deutliche Apfelnoten und Kräuter im Geschmack, begleitet von einer leichten Reifenote. Diese Spätlese bietet viel Struktur für einen Wein, der gerade…

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