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Category: Alle Verkostungen

Karl H. Johner Grauer Burgunder, 2005

Karl H. Johner Grauer Burgunder, 2005

Diesen Grauburgunder haben wir über 48 Stunden beobachtet. Helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase wird — aus der frisch geöffneten Flasche — dominiert durch eine saftige, reife Birne, dazu öffnet sich im Glas eine üppige Blumenwiese. In der zweiten Nase auch leicht vegetabile Noten, die changierend etwas an Dill und Gurke erinnern. Der Wein kann seine 13% Alkohol bereits hier nicht verleugnen. Der Antrunk ist saftig, aber ungemein klar. Mittlerer Körper. Die elegante Säurestruktur dieses Weines, seine saftige Birnenfrucht,…

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Peter Jakob Kühn Riesling trocken Quarzit Zwei Trauben, 2005

Peter Jakob Kühn Riesling trocken Quarzit Zwei Trauben, 2005

Nicht nur mich, auch manchen Freund aus mancher Weinrunde haben die Weine von Peter Jakob Kühn im letzten Jahr schwer beschäftigt. Anlass waren die 2006er, die sich nicht nur derartig verschlossen (siehe etwa die Verkostung des Graziosa), sondern auch noch mit fäkalen Aromen präsentierten, dass nur noch Wenige den Glauben an diese Weine aufrecht erhielten. Ein Hinweis vom Weingut, dass das für den 2006er Jahrgang ganz normal sei, stärkte die Hoffnung dabei nicht sonderlich. Und doch wieder scheinen wir Unkenrufer…

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Von Othegraven Riesling „Maximus“, 2005

Von Othegraven Riesling „Maximus“, 2005

Goldgelbe Farbe. In der zunächst nur verhaltenen Nase finden sich schon erste Reifetöne, Anklänge an Pfirsich-Orangencreme, etwas gezuckerte Grapefruit, auch dunkle Beeren, dazu eine würzige Mineralik. Im Mund etwas stoffig, leicht cremig, saftige Bitterorange, herbe, leicht schärfende Mineralik, hat einen deutlich süßlichen Kern, feinherber Stil, wirkt zwar dicht, aber dank seiner eher ruhigen Säurestruktur auch etwas schwerfällig. Mittellanger, leicht cremiger Nachhall, in dem sich aber ein wenig Gerbstoffe wiederfinden, die dem Wein nicht sonderlich schön zu Gesicht stehen. Wer sich…

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Chateau Lynch-Moussas Pauillac, 1998

Chateau Lynch-Moussas Pauillac, 1998

Chateau Lynch-Moussas fristet in der Appellation Pauillac, nicht zuletzt auch dank seiner herausragenden Nachbarschaft, eher ein Nischendasein. Nur eher selten kommt es vor, dass dieses Weingut einmal im Rampenlicht steht — und dies wohl auch zu Recht, zumindest wenn man die Weine der zweiten Hälfte der 90er Jahre als Maßstab nimmt. Der Jahrgang 1998 scheint im Weingut aber besser gelungen zu sein — insbesondere die mir bekannten Jahrgänge 1994 bis 1997 lässt er in der Qualität insgesamt nun schon zum…

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Kees-Kieren Riesling „S“ Graacher Domprobst Spätlese trocken, 2005

Kees-Kieren Riesling „S“ Graacher Domprobst Spätlese trocken, 2005

Das Graacher Weingut Kees-Kieren hat sich in den letzten Jahren beständig in der Qualität seiner Weine weiter entwickelt, ohne zugleich die preisliche Bodenhaftung zu verlieren. Sympathisch ist diese Winzerfamilie noch dazu, wie ich bei einigen interessanten persönlichen Gesprächen erfahren konnte. Grund genug, aus dem Jahrgang 2005, der hier wirklich überaus gut gelungen ist, die eine oder andere Flasche einzulagern. Goldgelb liegt der Wein im Glas. Frisch geöffnet zeigt der Wein eine verhaltene Nase nach gelben Steinfrüchten, ungemein viel Kräutertöne, die…

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Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2003

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 2003

Während ich diese Verkostung schreibe, hallt noch immer der Wein im Geiste und am Gaumen nach. Was für ein großartiges Weinerlebnis. Ich verneige mich vor diesem Werk und versuche nun trotzdem einigermaßen neutral das Erlebte in Worte zu fassen. Strahlendes Goldgelb, hohe Viskosität im Glas. In der Nase zunächst eine extrem zupackende Mineralik, glockenklare Aromen nach getrockneten Wiesenkräutern, auch frisches Heu, Essenz vom Pfirsich und filigrane Zitrusspitzen. Alles in einer perfekten Harmonie verwoben und doch von gewaltiger Komplexität, so als würden die Bestandteile…

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Heinrich Männle Spätburgunder Durbacher Kochberg Auslese trocken, 2003

Heinrich Männle Spätburgunder Durbacher Kochberg Auslese trocken, 2003

Diesen Wein nahm ich als Geschenk entgegen, nach dem Blick auf das Etikett mischte sich Irritation in die Freude, denn ganze 16% Alkohol verspricht die Prägung. So erklärt sich auch die 0,5l-Flasche, dachte ich mir, denn davon hat man sicher schnell genug. Bei der Verkostung sollte mich der Wein dann erneut irritieren, denn genug hatte ich nach der kleinen Flasche lange nicht. Kirschrot mit deutlichen orangenen Reflexen liegt er schwer und viskos im Glas, mit gar nicht allzu großen Kirchenfenstern…

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J. Friederich Riesling Bullayer Sonneck Auslese, 1976

J. Friederich Riesling Bullayer Sonneck Auslese, 1976

Es gibt Weine, die bringen mich einfach nur zum Schmunzeln… Diesen Wein habe ich vor nun mehr als vier Tagen geöffnet. Der Korken war komplett durchfeuchtet, es wuchsen Pilzkulturen aus einer schon fast vergangenen Zeit darauf. Ich habe den Wein dann in eine andere, saubere Flasche umgefüllt, an besagten Abend wurde er nur zur Hälfte getrunken. Und da stand die Flasche nun seitdem in der Kühlung und harrte ihrer Dinge. Heute endlich kam ich dazu, nachzuverkosten. Ich dachte, der Wein…

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Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg Kabinett, 2007

Emrich-Schönleber Riesling Monzinger Halenberg Kabinett, 2007

Klare strohgelbe Farbe. In der zurückhaltenden Nase deutlich hefig-stoffige Noten, ein wenig Steinfrucht, leichte kräutrige Aromen und mineralische Anklänge. Deutliche Restsüße im Antrunk, der Körper entspricht den Erwartungen an einen Kabinett. Gelbe Steinfrucht, erfrischende Gerbstoffe, etwas Mineralik und eine gute Säurestruktur zeichnen den Wein aus. Der Wein wirkt gefällig ohne besondere Raffinesse oder Tiefe. Endet mittellang auf einer etwas diffusen Steinfrucht und einem Hauch Mineralität. Der Wein könnte etwas mehr Struktur und Tiefe haben, aber als einfacher Trinkspaß durchaus zu…

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Chateau Leoville Barton, St. Julien, 1994

Chateau Leoville Barton, St. Julien, 1994

In der Nase Honig, wenig Frucht, ein Hauch Mandarine und Cassis, dann sehr viel Stein und dunkles Mineral, kräutrig. Sehr alkoholstark. Im Antrunk üppig, aber trocken. Schmelzig und sehr steinig, wieder Honig, Cassis, erste Reifetöne, herbes Mineral. Wenig Frucht. Gute Struktur. Ruhige Säure. Deutlich mittellang, steinig-schmelziger Abgang, am Gaumen hält der Wein die Balance zwischen Körper und Alkohol nicht und bleibt alkoholisch. Beim Aufdecken, nachdem ich meine Notizen niedergeschrieben hatte, war ich ziemlich überrascht, denn den Wein hatte ich ja…

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