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Category: Deutschland

Weingut Sonnenberg Spätburgunder trocken Neuenahrer Schieferlay, 2007

Weingut Sonnenberg Spätburgunder trocken Neuenahrer Schieferlay, 2007

Ein Weingut, eine Rebsorte, ein Jahrgang. Dies war die gemeinsame Ausgangsposition für die drei nachfolgenden Verkostungsnotizen. Die Weine kamen halbblind ins Glas, ich wusste, was kommt, nur nicht die Reihenfolge, aufgedeckt wurde erst zum Schluss. Die Flaschen waren alle ca. 48 Stunden geöffnet, alle noch gut zur Hälfte gefüllt, also ordentlich belüftet, ohne dass sich ein Luftton eingestellt hatte. Also, Nase rein ins Glas und los … Der Schieferlay kommt mit hellrubinroter Farbe ins Glas, leichter Wasserrand. Rotfruchtig, insbesondere aromatisches…

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Weingut Sonnenberg Spätburgunder Spätlese trocken Neuenahrer Schieferlay „S“, 2007

Weingut Sonnenberg Spätburgunder Spätlese trocken Neuenahrer Schieferlay „S“, 2007

Wein Nummer zwei in der Sonnenberg-Verkostung hat ein anderes, größeres Kaliber. Dichtes Rubinrot, kein Wasserrand. Dichte Nase nach Schwarzkirschen, wieder etwas Erdbeere, deutet Komplexität an. Vermittelt dazu würzige Tiefe. Eine etwas urwüchsige Gesamtstilistik. Mittlerer Körper, ansprechend dicht. Wirkt trotz seiner Würze schon elegant. Am Gaumen tanninstark, mineralisch, hat leider aber auch ein ziemlich deutliches Bitterl, das insbesondere im Nachhall unharmonisch und störend ist und sich trotz der langen Belüftungszeit nicht eingebunden hat. Der Alkohol (13,5 % – wie ich später…

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Weingut Sonnenberg Spätburgunder trocken „Tradition“, 2007

Weingut Sonnenberg Spätburgunder trocken „Tradition“, 2007

Wein Nr. 3 ist von der Nase her ähnlich voll und ansprechend, vielleicht jedoch noch einen Tick eleganter und tiefer als der Schieferlay „S“. Eine mit gewisser Komplexität ausgestattete Nase nach Schwarzkirschen und Kräutern, zudem feine Holznoten. Im Mund extraktreich, ohne auch nur im geringsten Maße fett zu wirken,. Er hat weniger Würzigkeit als der Schieferlay „S“, auch weniger Mineralik – es wird eher die Finesse betont. Sein Alkohol ist nicht spürbar (14 %), ebenso gut balanciert ist der Holzeinsatz….

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Winzergenossenschaft Divino Nordheim Frühburgunder Barrique, 2006

Winzergenossenschaft Divino Nordheim Frühburgunder Barrique, 2006

Im Glas ein dunkles Purpurrot, mit leichten lila-farbenen Reflexen. Lebendige und reintönige Nase, Nelken, sehr sortentypisch, dazu gut eingebundene, strukturierende Barriquenoten, eine insgesamt ansprechende und harmonische Komposition. Allein die Komplexität fehlt ein wenig, um höhere Weihen zu erfahren. Die 14,3 % Alkohol spürt man weder in der Nase noch im Mund – sie sind perfekt engebunden. Extraktreich, sensorisch eher trocken und zugleich ersthaft im Antrunk, mundfüllende dunkle Früchte. Der Wein vermittelt ein dichtes und geschliffenes Mundgefühl. Dazu etwas Vollmilchschokolade, mit…

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Meyer-Näkel Spätburgunder „S“, 2005

Meyer-Näkel Spätburgunder „S“, 2005

Im Glas ein helles Rubinrot mit orangenen Reflexen und zartem Wasserrand. Kurz nach dem Öffnen intensiver Duft nach Suppengemüse, Blumenkohl und kräutriger Mineralität. Nach einiger Zeit auch rotbeerige Noten und leichte Röstaromen, es dominieren aber das Gemüse und die Kräuter. Der Wein wirkt ein wenig müde. Im Mund dann viel reife rote Beerenfrüchte, intensive Kräuterwürze, eine wunderbar feine Säurestruktur und überaus geschmeidige dezente Tannine. Der Wein wirkt ungemein saftig, harmonisch und verfügt über einen verführerischen Schmelz. Der Nachhall ist ausgezeichnet,…

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Weingut Bergdolt St. Lamprecht Chardonnay Spätlese trocken, 2005

Weingut Bergdolt St. Lamprecht Chardonnay Spätlese trocken, 2005

Helles Gelbgold. In der Nase Zitrusnoten, etwas Melone und Birne. Auch leicht karamellige, altholzige Noten. In der etwas verhaltenen Nase vielschichtiger als im Mund. Im Mund ist der Wein dagegen etwas präsenter, dicht, hat Schmelz, erscheint nicht ganz trocken (was er von den Analysewerten her aber ist), moderate Säure, leider ist er auch etwas alkoholisch. Er bietet strukturierende Tiefe, aber braucht dafür sehr viel Luft. Der Wein hat die 14,0 % Alkohol trotz seiner deutlichen Fülle nicht gänzlich verpackt. Mit…

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Jakob Sebastian Spätburgunder trocken Recher Herrenberg, 2007

Jakob Sebastian Spätburgunder trocken Recher Herrenberg, 2007

Manchmal ist es nicht der Wein allein, der eine Erinnerung wert ist — manchmal ist es die Erinnerung an den Moment, in dem man diesen Wein trinkt, damit dieser nicht so schnell in Vergessenheit gerät … sei es, weil man mit guten Freunden zusammensitzt, sei es, weil der Zeitpunkt speziell ist. Gestern war es der Ort des Weintrinkens, der mich zu diesem Eintrag bewogen hat. Getrunken wurde dieser Wein nämlich am frühen Nachmittag des Einheitstages, auf einem gefällten Baumstamm sitzend,…

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Wagner Stempel Riesling Siefersheim Heerkretz Großes Gewächs, 2005

Wagner Stempel Riesling Siefersheim Heerkretz Großes Gewächs, 2005

Im Glas ein reifes Zitronengelb. Die opulente Nase bietet komplexe Aromen von Mango, gereiften gelben Pfirsichen und kandierten Zitronen, komponiert mit einer intensiven Kräuterwürze und einer knackigen Mineralität. Am Gaumen fällt sofort die deutliche Restsüße auf, die kraftvoll von der jugendlichen, vitalen Säure in Schacht gehalten wird. So entwickelt sich eine spannende Harmonie, wobei wir es hier eindeutig mit einem GG zu tun haben, was aufgrund seiner Opulenz und den intensiven Fruchtextrakten gefallen möchte. Schwelgerische Pfirsicharomen, tropische Früchte, reife gelbe…

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Molitor Riesling Saar Alte Reben, 2005

Molitor Riesling Saar Alte Reben, 2005

Im Glas ein helles klares Gelb, erkennbar extraktreich zur Glasmitte hin dunkler werdend. Das Bukett verströmt Düfte von gelben reifen Pfirsichen, frischen Zitronen, auch etwas Kokos, dazu kommen würzige Wiesenkräuter. Eine wunderbare Nase mit duftender Opulenz und kühler Frische zugleich, sehr gut ausbalanciert. Im Mund wieder Pfirsich, auch Ananas, Zitrone, süße Kräuteraromen wie von Veilchenpastillen, leicht herbe mineralische Töne, auch trocknende Gerbstoffe. Der Restzucker wie auch die Säure sind tief eingebunden. Dazu kommt eine druckvolle Mineralik, die dem Wein hinten…

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J.L. Wolf Riesling Forster Ungeheuer, 2005

J.L. Wolf Riesling Forster Ungeheuer, 2005

Wolf´s Riesling Ungeheuer aus 2005 präsentiert sich im Glas in glänzender, sehr heller Farbe. Die Nase komplex, überaus einladend dank des intensiven Dufts nach Zitronenbiskuitrolle, Kräutern, Steinobst und mineralischen Noten. Im Mund wirkt der Wein auf den Punkt gereift, saftig, von luftiger Transparenz, jedoch mit ausreichendem Körper, vitaler Säure und zarten Bitternoten. Erneut gefallen die ausgeprägten mineralischen Noten, die knackige Pfirsichfrucht und die Zitruscreme. Der Abgang ist nicht sonderlich lang, jedoch blitzen darin junge Steinfrüchte und die cremige Textur hervor,…

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