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Category: Frankreich

Maison Leroy Moulin-á-Vent Beaujolais, 1928

Maison Leroy Moulin-á-Vent Beaujolais, 1928

Diesen bemerkenswerten Wein gab es kürzlich zur Musik bedeutender Jazz-Saxophonisten und er spielte den perfekten Begleiter dazu, eben weil er ebenso vergangen wirkte, so wie das Spiel dieser Musiker aus den frühen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts. Und so vergangen wie die Töne aus den Lautsprechen anmuteten, so dürfte auch die Zeit solcher Weine sein. Weit reisen würde ich um mit Zeitzeugen zu sprechen, die derartige Weine noch in ihrer Jugend getrunken hatten und davon zu berichten wüssten. Ich vermute sie…

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Chateau Malescot St. Exupery Margaux, 2006

Chateau Malescot St. Exupery Margaux, 2006

Die Weine des Margaux gelten gemeinhin als die femininen Vertreter am linken Ufer der Gironde, eher feinduftig, vergleichsweise charmant und oftmals von ausgesprochener Eleganz. Vor diesem Hintergrund kann man wohl sagen, dieser Wein ist ein eher untypischer Vertreter der Appellation, dies jedenfalls in seinem jetzigen Zustand… In der Nase etwas säuerliche Johannisbeere, etwas Cassis, auch würzige Pflaume und etwas Brombeere scheinen durch, eine deutliche Holztönung mit Karamell und dunkler Herrenschokolade. Die Komponenten sind schon balanciert und ansprechend miteinander verwoben, mit…

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Domaine Michel Lafarge Volnay Vendanges Sélectionnées, 2007

Domaine Michel Lafarge Volnay Vendanges Sélectionnées, 2007

Die Domaine Michel Lafarge gehört zu den renomierten Produzenten in Volnay. Papa Michel und Sohn Frédéric arbeiten noch immer gemeinsam im Betrieb und bereits vor 20 Jahren begannen sie auf bio-dynamischen Anbau umzustellen und seit dem Jahrgang 2000 wird auf jede Chemie verzichetet. Lafarge ist nicht leicht zu erfassen, denn die knapp zwölf Hektar in Mersault, Volnay, Pommard und Beaune, sind auf acht Premier Crus, zwei Village und mehreren Gutweinen verteilt. Bei den Village-Weinen gibt es dazu noch eine spezielle…

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Michel & Stéphane Ogier Côte-Rôtie, 2007

Michel & Stéphane Ogier Côte-Rôtie, 2007

Glänzendes, mitteltiefes schwarkirschenrot, blickdichter Kern. Jugendliches, jedoch schön entfaltetes Nasenbild, reife schwarze Früchte, im Vordergrund Blaubeeren, Brombeeren, Abrieb von der Zitrone, keinerlei Überreife zu erkennen, deutliche, etwas staubige Holzwürze, Teer, getrocknete Kräuter und rohes Fleisch verleihen dem Bukett Tiefe und zeigen Herkunft. Am Gaumen von mittlerem Körper, bei aller vorhandenen Konzentration eher ein leichter, feiner Wein, mit klarer, dunkler Frucht, erneut Zitrusnoten, rote Johannisbeere, rohes Fleisch und eingelegten grünen Oliven, die Säure pikant, lebendig und gelungen mit der Frucht verwoben,…

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2 x 8 Spätburgunder vs. Pinot Noir

2 x 8 Spätburgunder vs. Pinot Noir

September 2012 stiegen jeweils acht Spätburgunder aus Deutschland und Frankreich in den Ring um die alte Frage zu klären: wer ist denn der schönste Pinot Noir im Ländle. Eigentlich ging es Heiko und mir aber viel mehr darum, den Teilnehmern der Bonner Weinrunde einen breiten Überblick über die Stilistiken der vermutlich großartigsten roten Rebsorte zu vermitteln. Die Probe sollte dabei für Normalsterbliche bezahlbar bleiben und so bewegten wir uns bei den Burgundern im Village bzw. 1er Cru-Bereich und selbst bei…

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Riesling Kraftakt V – 2012

Riesling Kraftakt V – 2012

Bereits zum fünften Mal in Folge trafen sich dieselben Weinnasen im Herbst eines Jahres um die Tradition des Kraftaktes ein weiteres Mal aufleben zu lassen. Zum Jubiläum waren alle aufgerufen besonders lange in ihren Kellern zu graben, um ihren besten Riesling zu bergen. Guido wachte streng darüber die Güte der angestellten Tropfen, einige Teilnehmer mussten nachsitzen, aber es lohnte sich. Dieser Kraftakt war von der formalen Güte der Weine, aber auch vom Ergebnis das mit Abstand gelungenste und vielfältiges Feuerwerk…

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Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Domaine Santa Duc Gigondas, 2003

Nach drei Jahren gab es ein Wiedersehen mit diesem Wein: Eine stattliche Nase, unheimlich kräuterwürzig, es duftet aus dem Glas als habe man darin Brombeeren in Averna mariniert (aber ohne irgendwelche Schnapsnoten), gepudert mit Herrenschokolade, nach dem Abtrocknen drapiert auf einem feinen Stück Leder, ein Hauch schwarzer Pfeffer oben drauf gestreut-  und fertig. Maskulin, animierend, ernsthaft. Zugegeben, eine etwas adsurde Metapher – und doch finden sich darin alle Leitaromen dieses Gigondas wieder. Ein kühler, dunkelfruchtiger Antrunkt, ätherisch – kräuterwürzige Aromen…

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Domaine Comte Georges de Vogüe Chambolle-Musigny, 2006

Domaine Comte Georges de Vogüe Chambolle-Musigny, 2006

Zu fairem Kurs auf der Weinkarte in einem Bonner Restaurant entdeckt, packte mich spontan der Kaufreiz und der Wein zeigte von Beginn an seine ganze Klasse. Da ist zunächst in der Nase die reine Pinot-Frucht in sehr feiner, ja nobler Form ohne jede Anstrengung oder lautem Geschrei. Herrlich frische rote Beerenfrüchte, rote und weiße Blütenbläter, das Holz verleiht ihm Tiefe hält sich aber fast gänzlich zurück, feinste Würzigkeit führt in die ganze Tiefe dieses Bukett. Im Mund fast noch besser…

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Domaine Giraud Chateauneuf du Pape Les Gallimardes, 2004

Domaine Giraud Chateauneuf du Pape Les Gallimardes, 2004

2004 ist immer öfter ein Chateauneuf-Jahrgang nach meinem Geschmack – nicht zu überkonzentriert, nicht zu hitzig. Und so zeigt sich auch dieser Wein eher von der „eleganten“ Seite – jedenfalls im Kontext Chateauneuf. Eine strukturierte Nase besitzt dieser Wein, aromatisch sofort an Leder erinnernd, dann aber wird die leicht wärmende Nase fruchtfüllig mit Brombeer- und Johannisbeergeleé und etwas Zitrus. Das Holz ist präsent, schmeichelt aber aromatisch mit Krokantanklängen und feinem Kakaoduft. Mit mehr Luft auch Zigarrenkiste. Ein schichtenartiger Naseneindruck, hier…

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Château Sociando-Mallet Haut-Médoc, 1990

Château Sociando-Mallet Haut-Médoc, 1990

Kräftige, ins kamitrot gehende Farbe mit orangenen Randaufhellungen, erste Reife in der Farbe zu erkennen. Bereits das Farbspiel lässt die Hoffnung auf schmackhaften Bordeaux aufkeimen. Die Nase enttäuscht nicht, nein, sie ist gar tiefer als erhofft, zeigt sie gar ein wenig Noblesse. Reife, vielschichtige Medoc-Nase nach Cassis, Zedernholz und süßem Pfeiffentabak, sehr milde und animierend. Wirkt gänzlich ausgereift ohne jede Müdigkeit. Im Mund von mittlerem Körper, fein saftiger Antrunk, herrliche Cassis-Aromen, mit noblen Holz, schmeckt so wie er riecht, einfach…

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