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Category: Frankreich

Chateau Pontet-Canet Pauillac, 1997

Chateau Pontet-Canet Pauillac, 1997

Wenn man diesem Wein eine Schachfigur zuordnen müsste, käme ihm ohne Zweifel die Position eines Turmes zu, schwarze Spielsteine. Denn der Wein ist etwas sperrig, hat aber durchaus schon monolithische Züge. Er zeigt sich dabei weniger von der charmanten Art, er ist vielmehr von Kraft und Kernigkeit geprägt und trägt eine maskuline Handschrift. Schwarzroter Kern, mit Aufhellungen zum Rand hin. In der drückenden, vielschichtigen Cabernet-Nase zeigen sich Herzkirsche, Graphit, grüne Paprika, etwas Leder, dazu viel Johannisbeere; er präsentiert auch den…

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Domaine Weinbach Riesling Schlossberg Cuvée Ste Catherine Clos des Capucins, 2004

Domaine Weinbach Riesling Schlossberg Cuvée Ste Catherine Clos des Capucins, 2004

Sie suchen einen Riesling? Am besten einen Vertreter, der die bekannten Aromen der Rebsorte müstergültig präsentiert und somit spielend die AP-Nummer von allen deutschen Prüfungskommissionen erhält? Dann lesen Sie nicht weiter. Denn dieser Wein hätte in Deutschland wohl niemals die Prüfung bestanden, so wenig hat er mit den gemeinhin bekannten Riesling-Aromen gemeinsam. Und doch ist er ein herrliches Beispiel für die Bandbreite dieser außergewöhnlichen Rebsorte und für die hohe Kunst unserer Nachbarn, sie auf ihre ganz eigene Weise zu vinifizieren….

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Domaine Henri Remoriquet, Bourgogne Hautes-Cotes de Nuits, 1999

Domaine Henri Remoriquet, Bourgogne Hautes-Cotes de Nuits, 1999

Der Wein kam mit einer dunklen, purpurrotfarben Farbe blind ins Glas, dessen Boden dank des schwarzen Farbkerns des Weines nicht mehr zu sehen war. Hineinschnüffelnd war mein erster Gedanke: das ist bestimmt ein Pinot Noir aus Burgund, typischer Vertreter seiner Art. Der erste Schluck, dann aber deutliche Zweifel. Denn typisch, nein, irgendwie war der Wein viel zu üppig für einen Burgunder, viel zu fett und präsent, kaum elegant. Irgendwie passte das Geschmacksbild dann aber doch wieder gut zum ersten Eindruck. In der Nase mit vollreifen Kirschen, kleinen…

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Zind Humbrecht Riesling Clos Häuserer, 2004

Zind Humbrecht Riesling Clos Häuserer, 2004

Zum ersten Mal hatte ich im November 2007 das große Vergnügen, im Rahmen der Bonner Weinrunde den Clos Häuserer 2004 zu verkosten. Obwohl der Wein damals noch zu jung war (was er auch heute noch ist) und kontrovers diskutiert wurde, verfiel ich ihm sofort. Probieren Sie mal den 2003er mit seiner rassigen, zugleich feingliedrigen Säure und einem scheinbar unendlich langem Abgang. Der 2004er wurde meist etwas schwächer beurteilt, zuweilen zeigt er sich sehr verschlossen, und das Potenzial ist schwierig zu…

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Chateau La Louviere Pessac-Léognan, 1994

Chateau La Louviere Pessac-Léognan, 1994

Purpurnes Rot mit leicht bräunlichen Reflexen. In der Nase Schwarzkirschen, Pflaumen, ganz fein auch Orangenmarmelade. Hinzu gesellt sich mit mehr Luft eine Schwarzteenote und ein warmer, ganz leicht alkoholischer Schokoladenton. Im Mund schlanker als in der Nase, recht balanciert mit Schwarzkirsche und wieder Teenoten, hat dabei aber eher eine geringe Tiefe. Am Gaumen mit viel angenehmer Bitterschokolade, zeigt sich hier ein noch recht präsentes, aber geschliffenes Tannin. Mittellanger Nachhall. Wirkt insgesamt ein klein wenig erdig-rustikal, ganz so, wie man es…

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Sieben mal Chateauneuf-du-Pape

Sieben mal Chateauneuf-du-Pape

Der Winter neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also, um nochmal einige gehaltvolle Rotweine zu verkosten. Auf dem Programm standen sieben Chateauneuf du Pape, die man sich leisten kann. Wir erwarteten viele eingekochte Früchte und Alkoholbomben. Und waren am Ende doch überrascht, wie viel Eleganz wir in den Gläsern hatten. Weiterlesen …

Bouvet Ladubay Cuvée „Tresor“ Blanc Brut, 2006

Bouvet Ladubay Cuvée „Tresor“ Blanc Brut, 2006

Kurz vor der 200. Verkostungsnotiz muss man sich ja doch einmal dazu Gedanken machen, womit man auf dieses kleine Jubiläum anstoßen könnte. Und da drängt sich doch ein Prickelwässerchen geradezu auf. Als (absolut bezahlbare) Alternative zu einigen Markenchampagnern dachte ich spontan an diesen Cremant von der Loire. In der Nase bietet diese Cuvée aus 80 % Chenin Blanc und 20 % Chardonnay viel Frucht, insbesondere Aprikose. Dazu kommt ein leichter Honigton und — noch deutlicher — florale Anklänge, auch etwas…

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La Réserve de Léoville Barton, Saint-Julien, 1996

La Réserve de Léoville Barton, Saint-Julien, 1996

Es gibt Konsumenten, die kaufen einen Wein nur deshalb, weil das Etikett „so hübsch“ aussieht. Die dahinterstehende Logik drängt sich einem ja auch förmlich auf: wenn schon die Verpackung klasse ist, kann der Inhalt ja auch gar nicht schlecht sein. Oder so ähnlich. Keine Frage, nach der Maßgabe hätte es dieser Wein bei diesen Frauen Konsumenten wirklich sehr schwer. Denn das Keilerkopf-Etikett des Zweitweins von Chateau Léoville-Barton gehört meiner bescheidenen Meinung nach mit zu den hässlichsten Flaschenaufdrucken, die das Bordelais jemals verlassen haben. Aber getreu dem…

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Les Pagodes de Cos Saint-Estephe, 1996

Les Pagodes de Cos Saint-Estephe, 1996

Zweitweine zu verkosten ist immer spannend und oft ungewiss, vor allem wenn sie schon etwas älter sind. Zu den Trinkfenstern gibt es unterschiedlichste Meinungen und Diskussionen. Oft zeigt sich jedoch, dass auch die kleinen Brüder der großen Bordeaux-Weine vernünftig reifen können und auf Cru-Bourgeois-Niveau oder gar noch besser getrunken werden können. Gemäß der Regel, dass in guten Jahrgängen auch viel Gutes in den Zweitwein geht, wurde heute der 1996er aufgezogen — erst der dritte Jahrgang des neben Chateau Marbuzet zweiten…

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Chateau Cantemerle Haut-Medoc, 2001

Chateau Cantemerle Haut-Medoc, 2001

Dieser Wein kam blind ins Glas. „Bordeaux 2001“ war als Eingrenzungskriterium bekannt, der Rest war demütiges Raten. Zum Glück, da doch sehr regionstypisch, als Haut-Medoc erkannt. Dunkles Purpurrot, mit fast undurchsichtigem, ins Schwärzliche gehenden Kern. In der Nase ein recht komplexer Dreiklang von frischen Johannisbeeren und etwas Zwetschgen, minzig-würzigem Zedernholz – diese Nuancen hatte ich auch beim 96er aus gleichem Hause – und einem angenehmen Anklang an Vollmilchschokolade. Der Fruchtanteil ist dabei besonders deutlich zu vernehmen. Im Mund wiederholen sich…

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