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Category: Frankreich

Chateau Leoville Las Cases Saint-Julien, 2002

Chateau Leoville Las Cases Saint-Julien, 2002

Ein Bukett nach hochreifer, aber sehr feiner Cassisfrucht, dahinter drückt aber leider eine ins überreife gehende Waldbeerenfrucht mit gar rosinigen Ansätzen, die Hitze des Jahrganges ist deutlich zu spüren, dunkle Bitterschokolade, wirkt mit der Zeit fast ausladend, erinnert an die überextrahierten Kandidaten der neuen Weinwelt. Am Gaumen von gewaltiger Extraktdichte, saftiger Auftakt mit Bächen voller dunkler Beerenfrucht, viel Brombeere und Maulbeere, alle ummantelt von Schichten dunkler Schokolade von den Barriques, die Tannine reif, beißen mit aller Macht ungeniert in meinen…

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Chateau Lafite-Rothschild Paulliac, 2002

Chateau Lafite-Rothschild Paulliac, 2002

Glockenklares Bukett nach sehr feiner und noblen dunklen Beerenfrucht, Cassis par excellence in perfekter Ausreifung, duftige Anklänge nach Brombeeren und roten Johannisbeeren, vielschichtige Barriquenoten, die gelegentlich noch zu sehr die Frucht bedrängen, aber in diesem jugen Stadium sei es dem Wein zugestanden. Eine sehr klassische, aber nahezu perfekte Nase. Am Gaumen gibt es einen führenden Eindruck: delikat und klar. Mittlerer Körper, im Antrunk vielschichtige dunkle Beerenfrüchte, perfekt gereift, Kakaopulver und feinherbe Herrenschokolade, Tabakanklänge, etwas Vanille, die Säure bringt alle Aromen…

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Guigal Condrieu, 2009

Guigal Condrieu, 2009

Ich muss feststellen, dass ich in der letzten Zeit eine gewisse positive Schwäche für jugendliche Condrieu entwickelt habe. Mit einer Mischung aus überbordenden, kristallklaren Frucht auf der einen Seite und den im Regelfall vanillig-krokantigen Holzaromen als Gegenpart sind diese Weine für mich Argument genug, bar jeder Vernunft zum Korkenzieher zu greifen, anstelle den Weinen ein gutes Jahrzeht Reife angedeien zu lassen. Nichts da, raus mit dem Korken und Spass dabei haben, wie einen solch ein Wein überrollt verführt. Und genau…

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Pierre Moncuit Champagne Brut Millésime Grand Cru Blanc de Blancs, 2004

Pierre Moncuit Champagne Brut Millésime Grand Cru Blanc de Blancs, 2004

Ausladender, hoch animierender Duft nach getrockneten Walderdbeeren umhüllt von Milchschokolade und weißen Mandelguß mit mineralischem Einschlag, spricht mich sofort an, wenngleich er eher die einfachen Instinkte anspricht, aber ich lasse mich gerne verführen. Am Gaumen saftig, er ist das Gegenteil von „non desage“, trotzallem bleibt er stets gewogen. Am Gaumen schwingen im saftigen Auftakt erneut Walderdbeeren durch den großen Raum, eine pulvrige Mineralität verleiht ihm den nötigen Kick Ernst, viel junge, weiße Mandeln, die Perlage sehr fein, belebt den Wein…

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Alain Burguet Chambolle-Musigny Les Chardannes, 2002

Alain Burguet Chambolle-Musigny Les Chardannes, 2002

Neulich im Restaurant stießen wir in der Weinkarte auf diesen Wein – maßvoll aufbepreist und aus bestem Jahr. Da die bisherigen Begegnungen mit Weinen dieses Winzers allesamt gut waren, war die Entscheidung auch schnell getroffen… Während die Vorspeisen serviert wurden, durfte dieser Wein noch eine Stunde in die Karaffe. Was ihm gut tat – er dankte diese Zeit der Belüftung mit einer ansprechenden röstig-rauchigen Nase mit roter Frucht und einer deutlichen Rosmarin-Note (was perfekt zum Rehfilet passen sollte), hier zeigten…

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Chateau Leoville Las Cases „Clos du Marquis“, 1998

Chateau Leoville Las Cases „Clos du Marquis“, 1998

Was für eine schöne Nase… ich könnte mich hier einfach reinsetzen – und verweilen. Eine betont holzwürzig-röstige Nase, die von einer tiefen Brombeer-und Cassisfrucht umspielt wird, begleitet von einem Hauch Zeder und hellem Tabak. Hier wusste der Weinmacher, wie es geht, seine Kundschaft mit Röstaromen zu verführen. Dies wird nur noch schöner werden mit weiterer Reife, für sich eingenommen hat diese Nase mich aber schon heute… „1a-Zuhause-feeling“. Mitteldichter Antrunk, sofort fällt hier die prägende (und mich faszinierende) Aromatik von hellem…

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Kraftakt Spätburgunder 5: Pinot Noir aus Frankreich, Deutschland und der neuen Welt

Kraftakt Spätburgunder 5: Pinot Noir aus Frankreich, Deutschland und der neuen Welt

Im Januar 2014 trafen sich die üblichen Verdächtigen im Gelpetal in Wuppertal bei Heiko, um ihre Nasen in Pinot Noirs aus allen möglichen Ländern zu stecken. Die fünfte Ausgabe des Kraftaktes für Spätburgunder stand an, und jeder brachte mal wieder zwei hochwertige Weine an den Start. Unser Master of Wine war in diesem Jahr Michael, der streng über die Güte der Vorschläge wachte. Um es vorweg zu nehmen, die Franzosen verwiesen erneut die Konkurrenz auf die Plätze, nur das Weingut…

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Taittinger Champagne Les Folies de la Marquetterie Brut Champanger

Taittinger Champagne Les Folies de la Marquetterie Brut Champanger

Letztes Jahr war ich während meines Besuches bei Taittinger in Reims ziemlich enttäuscht ob der hoch konventionellen Stilistik der beiden Basis Champagner des Hauses. Aber der aktuell im Glas perlende Les Folies ist derart unverschämt harmonisch, dass ich ihn mit einer kurzen Notiz würdigen muss. Bereits das Bukett verdient ein Wort: ausgewogen! Feine Pfirsicharomen verbinden sich entspannt mit einem Hauch Mandeln, Zitrusabrieb, rote Beerenfrüchte und Brioch, seine Ruhe lässt Tief in die Seele des Buketts zu und wirkt derart harmonisch,…

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Rote Burgunder von 1990 bis 1999

Rote Burgunder von 1990 bis 1999

Kürzlich lud unser Weinfreund Heiko zu einer überaus interessanten Burgund-Probe ein. Nach dem Studium des Line-Ups, mussten wir da einfach dabei sein. Die Auswahl versprach die ganze Bandbreite des Burgunds kennen zu lernen. Traditionalisten, wechselten sich mit Modernisten ab, mit Stiel vergorene und vollkommen entrappte Trauben, unterschiedlichste Lagen, die gesamte Breite des Fassausbaus usw. fand sich auf der Liste. Klang anstrengend, aber überaus lehrreich und genau so wurde auch. Weiter lesen

Egly-Ouriet Champagne Premiere Cru „Les Vignes de Vrigny“ Brut, NV

Egly-Ouriet Champagne Premiere Cru „Les Vignes de Vrigny“ Brut, NV

Mit einem sortenreinen Pinot Meunier hat für uns das Jahr 2014 – ausgezeichnet – begonnen. Eine eher feingliedrige Nase nach reifen Äpfeln, die von Aromen von Brotkruste und Nüssen umspielt wird. Deutet Tiefe an und bereitet viel Vorfreude auf den ersten Schluck. Im Mund ebenfalls schönes Spiel von reifen roten Äpfeln, Nüssen und dunkler Brotkruste, stimmig hinterlegt mit einer feinen Perlage. Feingliedrige Süße, für Hardcore-Puristen warscheinlich schon zu viel – mir schmeckt das jedenfalls, denn der Auftritt ist balanciert. Die…

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