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Category: Alle Verkostungen

Weingut Weil – Notizen zu 16 Weinen

Weingut Weil – Notizen zu 16 Weinen

Bei einer Händlerverkostung hatte ich im September die Gelegenheit, einige Rieslinge aus dem Kiedrichter Weingut Robert Weil zu probieren. Zwei Dutzend Weine standen aus dem aktuellen Programm des Händlers zur Verkostung, die Verkostungs-atmosphäre war ruhig und ohne drängende Verkaufsgespräche – was in diesem Fall ein Gewinn war: für mich – und am Ende der Verkostung dann auch für den Händler… Die einfachen trockenen Weine (Qba und Literqualität) habe ich ausgelassen, denn mit den Spätlesen aus den Kiedricher Lagen Klosterberg, Turmberg…

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Eine Zeitreise in den Rheingau (1953 – 1990)

Eine Zeitreise in den Rheingau (1953 – 1990)

Es gibt nicht oft die Gelegenheit gut 20 gereifte, zumeist restsüße Spätlesen aus den großen Jahrgängen 1953 bis 1990 zu verkosten. Dank einer geschickten und kundigen Auswahl des Probenleiters hatten wir, abgesehen der üblichen Ausnahmen, einen Abend mit Weinen voller Frische, feinster Firne und Trinkfreude. Keiner der Probenteilnehmer ist ausgemachter Altweinfan und trotzdem hatten wir selten so viel erstaunte Freude am Tisch  – da bedurfte es auch keiner Ehrfurcht vor dem Alter der Weine. Bitte beachten sie den Unterschied von…

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3 x Fine Wine zum Skat

3 x Fine Wine zum Skat

Herrenrunde. Jeder bringt einen Wein mit. Heute alles außer Deuschland. Los ging es mit einem genialen Kreydenweiss, endlich mal wieder eine Flasche, die mir in Erinnerung rief, weshalb ich dieses Weingut schätze. Der 2007er Wiebelsberger Riesling „La Dame“ zeigte eine gereifte, fein-fruchtige Rieslingnase mit Anklängen an Pflaume, Blüten und angetrockneten gelbschaligen Äpfel, zarte Oxinote vom Faßausbau, diese spielt aber derart perfekt mit der Frucht, dass es eine wahre Freude ist. Prägnant ist die rauchige Mineralik, mit Briochenoten und Malz. Trotzdem…

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Weingut Weninger Blaufränkisch Hortischon Dürrau, 2005

Weingut Weninger Blaufränkisch Hortischon Dürrau, 2005

Der Dürrau ist Weninger´s bester Wein und stammt von der vermutlich besten, rund 1 ha großen Lage rund um Hortischon. Die Blaubfränkisch-Rebstöcke sind mittlerweile über 50 Jahre alt und stehen auf tiefgründigen Lehmboden mit recht hohem Kalkanteil. Ideale Voraussetzungen für die Rebsorte. 2005 war wahrlich kein gutes Jahr für Rotwein in Österreich und das Weingut befand sich dazu in dieser Zeit gerade in der Umstellung auf naturnahen Weinbau. Trotzdem war der Wein überaus schmackhaft. Tiefe Nase mit klaren Kirschnoten und…

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Weingut Prager Riesling Weissenkirchen Achleiten Smaragd, 2001

Weingut Prager Riesling Weissenkirchen Achleiten Smaragd, 2001

Eine betörend mineralische Nase mit leicht medizinalen Anklängen. Erinnert an erhitzten Stein, Tonboden und Feuerstein, mitten darin auch etwas Heftpflaster, eingetrocknete gelbe Früchte und die Anklänge von Jod und gebrannten Mandeln lassen einen Botrytiseinschlag vermuten. Von Frucht ist da nicht mehr viel, mir fehlt aber auch nichts. Lässt eine gewisse Wucht und Schwere im Mund vermuten, die sich dann erfreulicherweise nicht einstellt. Natürlich verfügt der Wein über eine hohe Extraktdichte, sein Körper ist betont mittelkräftig, aber er ist überraschend klar…

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Weingut Dr. von Bassermann-Jordan Riesling Gais, 2007

Weingut Dr. von Bassermann-Jordan Riesling Gais, 2007

Der Gais entstammt der Lage Ruppertsberger Hoheburg. Der Boden besteht hier aus einem Gemisch von Sand, sandigem Lehm und Buntsandstein-Verwitterungsboden mit vereinzelten Kalksteineinlagerungen. Helles strohgelb. In der Nase herbe Steinnoten, etwas Zitruszeste, unreife Steinfrucht, deutlich auch jede Menge grüne Haselnüsse. Eher verhalten in der Nase. Schlanker Antrunk, geschliffen im Mund, die Frucht zurückgenommen, gräsige Töne, wieder unreife Mirabelle, zitruszestig. Die Säure ist ungemein frisch, der Wein changiert zwischen der spritzigen Säure (7,2 g/l), den herben Tönen und der betont trockenen…

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Alvaro Palacios Finca Dofí Priorat, 1996

Alvaro Palacios Finca Dofí Priorat, 1996

Nach einer Stunde in der Karaffe sind die leicht unangenehmen gemüsigen Ankänge nahezu vollständig verfolgen. Was bleibt ist ein ausdruckstarkes Bukett von großer Fruchtfülle klar und nuanciert gezeichnet. Erinnert an Schlehen, Sauerkirschen und dunklen Beeren, ohne jede Überreife. Zederholz ummantelt von Bitterschokolade verleiht dem Wein einen feinen, sehr angenehmen leicht herben Touch und im Hintergrund tauchen die üblichen Minz- und Lacknoten wieder auf. Weder Farbe noch Naseneindruck zeigen Anzeichen von Reife; im Gegenteil der Wein zeigt sich insgesamt ausgeprochen vital,…

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Domaine Alain Burguet Bourgogne Les Pince Vin, 2005

Domaine Alain Burguet Bourgogne Les Pince Vin, 2005

Jugendliches, für einen Pinot Noir recht dichtes, ganz zarttrübes Kirschrot. Die Nase bietet einen herrlich reintönigen Kirschduft von erstaunlicher Eleganz für dieses Qualitätsniveau. Wird von einer fein-staubigen Holzwürze ummantelt, dahinter Waldbeeren und ein Hauch Wildkräuter ala Kerbel. Im Mund von mittlerem Körper mit saftig, klarem Fruchtauftakt nach Kirschen, noch etwas betont junges Holzarrangement, erinnert merkwürdigerweise an Eukalyptus, aber auch an Zedernholz und Schokolade, erneut etwas staubig. Die Tannine sind noch jung, haben also Gripp, fügen sich jedoch gut ein. Markantes,…

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Domaine Sylvie Esmonin Gevrey-Chambertin Cuvée Vielles Vignes, 2009

Domaine Sylvie Esmonin Gevrey-Chambertin Cuvée Vielles Vignes, 2009

Diesen 2009er-Burgunder habe ich aus reiner Neugier aufgezogen. Wie mag denn so ein junger Gevrey-Chambertin riechen und schmecken? Ehrlich gesagt, es war unmittelbar nach dem Aufziehen keine Offenbarung, hatte ich auch nicht erwartet, aber einen deratig aufdringlichen, staubigen Geruch nach frischer Sägespäne ebenso wenig. Mag das in einer Schreinerei noch ganz nett sein, ist es für einen Wein doch ziemlich ungehobelt. Dahinter rieche ich jedoch auch ein festes Früchtefundament und herbe Kräuter, genauer kann ich es in dem Zustand nicht…

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Elisabetta Foradori Manzoni Bianco Fontanasanta, 2010

Elisabetta Foradori Manzoni Bianco Fontanasanta, 2010

Elisabetta Foradori hat sich in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf für Rotweine erarbeitet – Teroldego Rotaliano, mit dieser Rebsorte verbindet man in Weinkreisen zunehmend selbstverständlich den Namen Foradori. Seit dem Jahrgang 2009 finden sich im Weinprogramm der Trentiner Winzerin mehrere Weissweine, die streng nach biodynamischen Grundsätzen erzeugt werden. Die Amphore ist bei den Weissweinen – mit Ausnahme des heute im Mittelpunkt stehenden Weines – ein gängiges Arbeitsmittel. Ergänzt wird das Weissweinportfolio seit dem Jahrgang 2010 also mit diesem Wein,…

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