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Category: Alle Verkostungen

Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1983

Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1983

Der 83er von Chevalier soll ein sehr klassischer, überaus gelungener Vertreter dieses Jahrganges sein , dass überwiegend eher leichte und elegante Weine hervorbrachte. Nach meinen Dafürhalten wurden im südlicheren Medoc die besseren Weine erzeugt – es blieb dort eben trocken im Herbst, während es im Norden viel regnete. Insbesondere der Chevalier wird in der Literatur immer wieder lobend erwähnt und so kam der Wunsch auf diesen Wein einmal im Glas zu haben. Sehr helles, durchscheinendes Ziegelrotbraun mit rostbraunen Reflexen, deutlicher…

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Weingut Huber Spätburgunder Hecklinger Schlossberg GG, 2005

Weingut Huber Spätburgunder Hecklinger Schlossberg GG, 2005

Transparentes Purpurrot. Ganz verhalten orangefarbene Reflexe zum Rand hin. Aus der frisch geöffneten Flasche wirkt die Nase scheu und unzugänglich, kaum präsent. Ganz anders nach drei Stunden Karaffierzeit. Eine zunehmend komplex verwobene Nase mit roter Frucht, Kräutern, wobei hier Thymian dominiert, Krokant und weitere Schichten mit herber Sahne drängen aus dem Glas.  Mit mehr Luft zunehmende Kaffeenoten. Saftiger Auftakt, dann frische Säure zeigend, die mit der stets elegant bleibenden Extraktsüße spielt. Herzkirschen, Hagebutten und ein wuchtiger Krokantton vom Holzkontakt. Der…

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Champagne Agrapart & Fils A Avize Grand Gru Terroirs Blanc de Blancs

Champagne Agrapart & Fils A Avize Grand Gru Terroirs Blanc de Blancs

Klares Gelbgold. Ruhige Perlage. Fast noble, tiefe ungemein schmeichelnde Nase nach einem gereiften Früchtekorb, erinnert mich an mürbe Äpfel und Birnen. Gleichwertig schmelzige, recht reife Brioche-Noten nach Hefeteig und Brotkruste, dahinter etwas süße Blüten. Fullminanter, fruchtiger Auftakt im Mund. Da lacht mein Herz als Champangner-Novize. Die ersten am Tisch fangen zum rummoppern an, weil ihnen die Komplexität und die Mineralität fehlt. Ich erfreue mich dagegen an der ungemein cremigen, nahezu seidigen Textur, großer Trinkspaß im Glas und ich muss aufpassen,…

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Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Bei einer Mitbringprobe kamen zufällig zwei ausgezeichente Weißweine auf den Tisch. Der Hausherr bereite ganz vorzügliche Kalbsbäckchen, zu denen beide Weine auf ihre Weise gut passten. 1 Domaine Trimach Cuvée Frédéric Emile, 2001 Großartige, tiefe Rieslingnase nach kandierten tropischen Früchten, Zitronenschalen, Limettten – von Karamell ummantelt. Blutorangen, weiße Blüten, leicht oxidativer Einschlag, aber noch sehr jung und von großer Vitalität. Der Antrunk elegant und vielschichtig, wir sind am Tisch alle sofort betört  – hören die Sirenen und lassen uns verführen….

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Probe zum Reifezustand Großer Gewächse Riesling von 2001 bis 2003

Probe zum Reifezustand Großer Gewächse Riesling von 2001 bis 2003

Kürzlich ergab sich die Gelegenheit eine große Bandbreite trockener Spitzenrieslinge von 2001 bis 2003 binnen weniger Stunden im Glas zu haben. Alle Weine wurden blind serviert, nach jedem Flight wurde aufgedeckt. Zehn erfahrene Rieslingfreaks trafen sich in Engelskirchen und steckten ihre Nase in insgesamt knapp 40 große Gewächse, getrieben von der Neugier wie sich die einzelnen Jahrgänge entwickelt haben und in welchem Reifestadium sie sich aktuell befinden. Es sollte so einige Überraschungen geben. Alle Notizen wurden vor dem Aufdecken verfasst….

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Bürklin-Wolf Riesling Gaisböhl Ruppertsberg G.C., 1998

Bürklin-Wolf Riesling Gaisböhl Ruppertsberg G.C., 1998

Tief gelbe Farbe mit grünen Reflexen, sehr klar und glänzend, enge gotische Kirchenfenster bildend. Aromatische Nase mit feinen Reifenoten. Reife, etwas mürbe Äpfel, Nektarinen und Zitruszesten, verbindet sich leichtfüßig mit einer grazilen Firnenote. Die gleichberechtige Mineralik nach erhitzem Stein, Grafit und Asche bringt Tiefe und Komplexität. Ohne Zeifel haben wir hier ausgezeichneten Riesling vor uns. Im Mund gar noch einen Tick besser. Perfekt gereifter, vielschichtig komponierter Riesling, dessen Aromatik nur eine längere Lagerung hervorbringen kann. So besitzt er noch hinreichend…

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Domaine Zind Humbrecht Riesling Clos Saint Urbain Rangen de Thann, 2007

Domaine Zind Humbrecht Riesling Clos Saint Urbain Rangen de Thann, 2007

Die Farbe ein mittleres, schimmerndes Bernsteingold. Elsass eben. Packender, komplexer Duft, der für deutsche Riesling-Nasen vermutlich etwas ungewohnt sein dürfte. Ich höre sie schon: kein Riesling, sofort die AP-Nummer entziehen, keine Sortentypizität – als hätte Deutschland ein Monopol auf DIE Rieslingaromatik. Nein haben wir natürlich nicht, denn genau hier haben wir Identität und regionalen Ausdruck im Glas. Genau so soll Elsass, ja Rangen de Thann riechen. Auffallend natürlich sofort der feine oxidative Einschlag, der Duft wird nicht von den üblichen…

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Chateau Haut-Bailly Pessac-Léognan, 1989

Chateau Haut-Bailly Pessac-Léognan, 1989

Recht dichtes Kirschrot mit orangen Reflexen am Rand. Die Farbe entspricht den Erwartungen an einen 20 Jahre alten Bordeaux. Die Nase zeigt mustergültig seine Herkunft mit deutlicher Holzwürze. Die Frucht erinnert in aller erste Linie an Schwarzkirschen, dahinter süße Himbeeren. Wie gesagt, die Holzwürze deutlich präsent, aber ungemein weich, elegant und fast nobel. Erinnert mich an Lakritz, warmen Rauch und Milchschokolade, hat jedoch auch einen Hauch derbe Anklänge von Leder und Waldboden. Leicht frucht-süßlicher, verführerischer Auftakt, mit viel Kirschkonfit und…

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Georg Breuer Spätburgunder „B“, 2006

Georg Breuer Spätburgunder „B“, 2006

Für einen Spätburgunder dunkles, intensives Kirschrot. In der Nase viel Kirschfrüchte (konfitürig), etwas Mandelsplitter und florale Noten im Hintergrund. Das Barrique tritt typisch Deutsch auf, also mit einer Menge herben Würze (Nelken, Kokos). Rauchschinken und dunkler Herrenschokolade. Elegant ist das nicht, aber etwas Spiel und Tiefe kann man nicht abstreiten. Warmer, fast pfeffrige Antrunk, von mittlerem Körper. Fein-fruchtiger Geschmack mit einer prägnanter Holzwürze und ein wenig zu sehr vom Alkohol getragen. Viel Schwarzkirschen, ein Touch Preisel- und Brombeeren, verbinden sich…

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Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1989

Domaine de Chevalier Pessac-Leognan, 1989

An den Rändern ein altersgerechtes Ziegelrot, im durchscheinenden Kern ein mittelintensives Kirschrot, zarter Wasserrand. Zieht schöne gotische Kirchenfenster in der Glasinnenwand. Gänzlich aufgeblühte, wunderbar zarte Bordeaux-Nase. Noble Vielschichtigkeit der leisen Töne, kommt auf Zamtpfoten daher. Reife, rote Waldbeeren und Backpflaumen verwoben mit Rauch (erinnert irgendwie an versengte Textitien), Tabak und Teernoten. Letzeres sorgt für Kontur und Spannung. Nach einer Weile wird das Bukett noch um Leder und Schokolade ergänzt. Zum reinlegen. Am Gaumen ebenso zurückhaltend, von schlanker Statur, setzt voll…

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