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Category: Alle Verkostungen

Chateau Léoville Las Cases Saint Julien, 1983

Chateau Léoville Las Cases Saint Julien, 1983

Das blinde Trinken ist eine ewige Fortsetzungsgeschichte vom Scheitern… Letztlich habe ich den Wein zwar als Bordeaux aus Saint Julien erkannt („Pauillac“ kreiste zwischenzeitlich auch in meinem Kopf), gleichwohl machte ich diesen Wein doch schlicht um schlanke 13 Jahre jünger, als er in Wirklichkeit war. So jugendlich seine Farbe, so (kraft-)voll noch immer seine Frucht. Keine tertiären Aromen… ach, was solls. Die ewige Geschichte halt… Dunkler purpurroter Kern, kaum Aufhellungen zum Rand hin. Recht tiefe Nase, bestimmt von einer cabernetigen…

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K Vintners „Guido“ Walla Walla Valley, 2007

K Vintners „Guido“ Walla Walla Valley, 2007

Manchmal bin ich einfach bekloppt. Da steht ein Wein in einem Laden herum, der den Namen eines der hier Mitbloggenden trägt, und deshalb und trotz seines stattlichen Preises und des offensichtlichen Kindermordes, der damit begangen wird, nehme ich ihn mit. Was tut man nicht alles, um guten Freunden zu zeigen, dass man an sie denkt… Und ich wollte ja auch was lernen, da bietet es sich an, mal was anderes zu trinken als immer nur halbtrockene Rieslinge und Pinots. Dieser…

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Chateau Phélan Ségur Saint-Estèphe, 1995

Chateau Phélan Ségur Saint-Estèphe, 1995

Ziegelrot mit orangefarbenen Reflexen zum Rand hin. Wir hatten den Wein karaffiert und für gut 1,5 Stunden auf die Terasse gestellt, die abendlich herbstlichen Temperaturen kühlten den Wein ein wenig herunter, sodass er mit gefühlten 15 Grad ins Glas kam. In der leisen Nase Anklänge an feuchten, leicht pilzigen Waldboden, Laub, Orangen, dazu Kirsche. Eher subtil gezeichnet, nur etwas Tabak vernehme ich noch. Einigkeit am Tisch, wir haben den Wein im letzten Viertels seines Lebens geöffnet – morbide ist das…

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Fox Run Vineyards Pinot Noir Finger Lakes, 2007

Fox Run Vineyards Pinot Noir Finger Lakes, 2007

Würziger Duft, Wacholderbeeren, Leder, erfrischend schlank, außer einer dezenten Sauerkirsche kaum Fruchtkomponenten erkennbar, dafür ein wenig Milchschokolade. Im Mund staubtrocken, von meinem Besuch am Weingut erinnere ich noch, dass der Wein 0g Restzucker aufweist. Dennoch saftig, eine deutlichere Sauerkirsche hier als in der Nase, aber wieder recht schlank auf der Frucht, dafür eine muntere Säure, die ihm eine robuste Struktur verleiht. Wieder leicht ledrige Anklänge, angenehmes, gut integriertes Holz. Erst mit einer höheren Trinktemperatur kommt auch eine gewisse innere Wärme…

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Weingut Johannishof Riesling trocken Mineral, 2007

Weingut Johannishof Riesling trocken Mineral, 2007

Das sind mir die Richtigen: Tradition mit der Flöte (althergebrachte Flaschenform im Rheingau) suggerieren, aber dann die Pulle mit einem Plastikkorken verstopfen. Na ja, aber es geht ja schließlich um den Inhalt und bei einem 2007er sollten die Probleme mit diesem Verschluss noch nicht all zu deutlich zu Tage tragen. Bei Gewächsen, die länger reifen müssen, verzichte ich mittlerweile auf den Kauf, da die Weine oft viel schneller reifen und müde wirken. Die Nase wird dem Namen des Weines sofort…

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Chateau Rauzan Despagne Grande Réserve, 2001

Chateau Rauzan Despagne Grande Réserve, 2001

Dieser Wein erinnert mich spontan an den Typ von Frau, die zu einer Party kommt und direkt alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zu übertrieben laut ihr Lachen, zu selbstverliebt das Kokettieren – kein Bedarf für subtile Reize, heute will sie einfach spielen. Sie weiß genau, dass und wie sie wirkt. Und zieht die Männer damit an wie das Licht die Fliegen. Nein, niemand würde diese Frau zum Altar führen wollen, Gott bewahre. Mit ihr aber die Nacht zu durchfeiern, sie…

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Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Tag 1. Leicht transparentes Rubinrot. In der für einen Pinot recht lauten und von rauchig-würzigen Noten geprägten Nase Sauerkirsche, rote Beeren, viel grüne Kräuter – wird mit weiterer Luftzufuhr im Glas in seiner eher rustikalen Art fortgesetzt, es schälen sich verhalten feine Bitterschokoladentöne hervor. Ansprechend. Kaum im Mund, breitet sich ein Säureteppich über die Papillen aus, er dominiert das Mundgefühl – nein, das ist nicht in der Balance. Vergellt mir den Trinkspass aber nicht völlig (andere Ansicht: mein significant other)….

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Hermann J. Wiemer Riesling Reserve Dry Finger Lakes, 2008

Hermann J. Wiemer Riesling Reserve Dry Finger Lakes, 2008

Wiemer kam bei meinem Ausflug an die Finger Lakes Ende Mai von den besuchten Weingütern meinem Wunschbild von Riesling am nächsten. Die Nachverkostung des regulären „Dry“ ein paar Wochen später zuhause bestätigte den Eindruck, den ich vor Ort gewonnen hatte. Ich hatte schon eine postalische Nachbestellung erwogen, doch dann: zwei Korkflaschen direkt hintereinander! Riesling Dry 2008 und Pinot Noir 2007, also aus dem gleichen Füllungsjahr! Das Vertrauen zerstört, der Konsument verunsichert. In meinem Kühlschrank lagerten noch zwei Flaschen der „Reserve“,…

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Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?

Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?

Nach der spannenden Jahrgangsverkostung 2003 mit dem Arbeitstitel „King Kaktus“ im August 2009 fand man sich in diesem Sommer wieder zusammen, um dem Folgejahrgang nach dem zugegeben etwas zugespitzten Motto „Riesling 2004 – phantastisch oder phenolisch?“ an die Kapseln zu gehen. 2004 stand/steht bei manchen Weinfreunden/professionellen Weinverkostern ja für einen durchaus schwierigen Jahrgang – phenolische Bittertöne „noch und nöcher“ hätten Sie in allerlei Weinen in deren Jugend vermeintlich entdeckt, so war es zu lesen… das Unwort der „Jahrgangsproblematik“ kreiste einmal…

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La Granja de Nuestra Señora de Remelluri „Remelluri“ Reserva, 2004

La Granja de Nuestra Señora de Remelluri „Remelluri“ Reserva, 2004

Dunkles Purpurrot, zum Rand hin transparent werdend. Die Nase ist noch jugendlich, ein deutlicher Pfefferton lässt mich aufmerken, dann schlägt die fruchtige Seite des Weines zu – und sie lässt den Wein auch fast nicht mehr los:  liköriges Blaubeergelee und ein süßliches Vanille-Parfum vom Holzeinsatz, dazu etwas Rauch und eine Nuance, die mich an blutiges Fleisch erinnert. Garniert mit einem (zu) kräftigen Alkoholstich. Im Antrunk baut der Wein (jedenfalls aktuell) ebenfalls verstärkt auf seine Frucht, dies bei mittlerer Dichte, man…

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