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Category: Alle Verkostungen

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 1995

Georg Breuer Riesling Berg Schlossberg Erstes Gewächs, 1995

Mal wieder ist Abend, mal wieder Besuch und mal wieder, wie schön, einer der seltenen Gelegenheiten ein immerhin fast 15 Jahre altes, großes, trockenes Gewächs zu verkosten. Wir sind im Rheingau und schreiben das Jahr 1995. Ein ausgezeichnetes Jahr wie man hört, auch für Breuer und insbesondere für seinen Berg Schlossberg, um den es hier gehen soll.  Nur 11,5 % Alkohol weißt das Etikett aus. Eine Selbstverständlichkeit zur damaligen Zeit. Wie schnell sich die Zeiten ändern können. Stellen Sie sich…

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Adeneuer Spätburgunder Auslese trocken Walporzheimer Gärkammer, 2001

Adeneuer Spätburgunder Auslese trocken Walporzheimer Gärkammer, 2001

Schon beim Betrachten sichtbar gereift, ein tief dunkelbraunes Rot, ein breiter Wasserrand. In der Nase sehr reife, süßliche dunkle Beeren, leicht rumtopfig, dunkle herbe Kräuter, altes Holz, dazu Reifetöne en masse, Pilze, feuchte Erde, Graphit. Im Mund zu Beginn eine feine, am zweiten Tag dann sogar noch etwas frische Frucht. Die Säure ist sehr fein und auch zurückhaltend. Die Struktur kommt vor allem durch die ordentliche Portion an ganz feinem, cremig geschmolzenem Tannin, das auch die Aromen trägt. Im Mund…

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Weingut Hexamer Riesling trocken Meddersheimer Rheingrafenberg XXL, 2007

Weingut Hexamer Riesling trocken Meddersheimer Rheingrafenberg XXL, 2007

Goldgelbe Farbe. Intensiv, fast wuchtige Nase voll kräutriger Mineralik und eine Spur Feuerstein gibt dem Duft ein wunderbares Spiel. Sehr ansprechend. Nach einiger Zeit zeigen sich auch ein Früchtkorb mit reifen Aprikosen, leicht angetrockenten Zitronen und Quitte. Alles findet sehr gut zusammen und gibt dem Wein eine eigene Identität. Der Antrunk wird dominiert von süßen, reifen Stein- und tropischen Früchten, die ein wenig in die Breite gehen. Die neun Gramm Restzucker nehmen dem Wein ein wenig Präzession, werden aber von…

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Querbach Riesling trocken Oestricher Doosberg Erstes Gewächs, 1998

Querbach Riesling trocken Oestricher Doosberg Erstes Gewächs, 1998

Die zweite Station auf meiner Rheingau-Tour kürzlich führte zum Weingut Querbach in Oestrich-Winkel. Und der Besuch sollte so etwas wie ein Gegenprogramm zu J. B. Becker werden. Das Weingut liegt fern vom Rhein, dafür nahe der Rebgärten inmitten der sanften Hügel des Oestricher Lenchen. Aus dem Verkostungsraum kann man die gut 10 Hektar des Weinguts nahezu komplett übersehen. Der Doosberg, aus dem Peter Querbach alljährlich sein Erstes Gewächs keltert, liegt nur einen Steinwurf entfernt. Auch als Winzercharakter unterscheidet sich Peter…

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Weingut Knoll Riesling Ried Schütt Smaragd, 2000

Weingut Knoll Riesling Ried Schütt Smaragd, 2000

Rainer meinte es gut mit uns. So und nicht anders will ich umschreiben, wie diese Flasche in unseren Besitz gelangt ist. Und nach einigen arbeitsreichen Wochen mit viel nervlicher Belastung sollte nun endlich der Tag gekommen sein, die notwendige Ruhe war inzwischen auch wieder eingekehrt, sich dieser Flasche eingehender zu widmen… Strohgelb mit metallisch-grünem Reflex. In der komplexen Nase einerseits ein ins tropische gehender Charakter, dominierend ist hier vor allem aber eine saftige, frisch angeschnittene Orangenscheibe, andererseits einen klaren Kontrast…

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Chateau St. Jean Riesling Sonoma County, 2007

Chateau St. Jean Riesling Sonoma County, 2007

Durst. Riesling-Durst. Der örtliche Liquor Store bietet vier kalifornische Rieslinge an. Dies ist der älteste und teuerste. Gekauft. Zwei Stunden, nachdem ich ihn karaffiert habe, öffne ich den Kühlschrank. Ein Schwall von Kräutern, mürbem Apfel und Stein kommt mir aus dem Kühlschrank entgegen! Was ist das denn? Im Glas ein recht kraftloses Grün-Gelb. In der Nase setzt sich fort, was der Kühlschrank angedeutet hat: Kräuter, viel gelber Apfel, etwas Gemüse, steinige Noten, ein ganz leichter, nicht störender Hauch Lack, minimal…

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Ascheri „Podere di Rivalta di la Morra“ Nebbiolo D´Alba, 2007

Ascheri „Podere di Rivalta di la Morra“ Nebbiolo D´Alba, 2007

Mittwochswein, der sechste. Wer in diesem Blog akribisch mitliest, wird beim Namen Ascheri vielleicht aufmerken und sagen: Das Weingut hatten wir doch auch schon einmal. Stimmt. Und in zweifacher Hinsicht doch wieder nicht. Denn zum einen ist dies schon der inzwischen dritte Wein von Ascheri, zum anderen unterscheidet sich der heutige Wein auch signifikant von den bisherigen beiden Flaschen: die Cantina Ascheri vermarktet unter dem gemeinsamen Weingutsnamen nämlich Weine von zwei verschiedenen Weingütern/Lagen — während unter den blauen Etiketten Weine…

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Schäfer-Fröhlich Riesling trocken Monzinger Halenberg Großes Gewächs, 2006

Schäfer-Fröhlich Riesling trocken Monzinger Halenberg Großes Gewächs, 2006

Helles, glänzendes Goldgelb. Etwas verhaltener, recht braver Duft nach Steinobst- und Zitrusfrüchten, dahinter eine dezente kräuterwürzige Mineralik und ein Hauch vegetabile Noten. Wirkt etwas gehemmt, ohne besonderen Ausdruck, jedoch sehr klar. Am zweiten Abend hat sich der Wein deutlich geöffnet. Weiterhin verhalten, aber nun verleiht eine subtil-karge Mineralik der Nase eine anregende Spannung. Im Mund passiert bereits am ersten Abend zum Glück deutlich mehr. Auffallend zunächst die ungemein vibrierende und überaus feinporige Säure. Die Frucht wirkt sehr jugendlich, prickelnde Zitrusnoten…

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Cantina Francone Barolo, 2005

Cantina Francone Barolo, 2005

Im Glas ein dunkles Rubinrot, mit leichten orangefarbenen Reflexen zum Rand hin. Die Nase ist zunächst recht wenig spektakulär, Kirsche, ein feiner Schokoton, ein Hauch nasaler Alkohol. Hier hätte eine Karaffe not getan, um dem Wein Raum für Entwicklung zu geben. Doch im Verlauf weiterer zwei Stunden öffnet sich die Nase, wird vielfältiger und bietet nun auch Aromen von Hagebutten, Kräutern, einen feinen Gewürzton, der Schokoton fächert sich auf in etwas balsamisches Holz und Herrenschokolade. Im Mund mit einer warmen,…

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J. B. Becker Riesling Spätlese trocken Wallufer Walkenberg, 1998

J. B. Becker Riesling Spätlese trocken Wallufer Walkenberg, 1998

Dem Weingut J. B. Becker eilt der Ruf voraus, dass man dort nicht mit einstimmt in den Zeitgeist der Riesling-Welt. Hier wird seit Jahrzehnten an einem unverwechselbarem, gebietstypischem Stil gefeilt. Die Weine liegen ein Jahr lang im großen Holzfass auf der Hefe, sind in ihrer Jugend geradezu explosiv und können Jahrzehnte lang reifen. Allesamt viele Gründe, die einen Besuch auf dem Weingut längst überfällig machten. Beeindruckend war dabei so Manches. Etwa ein Blick auf die Preisliste mit über hundert Weinen…

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