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Category: Burgund

Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Zwei schmackhafte Franzosen – Trimbach Emile 2001 und Bouchard Meursault-Perrieres 2004

Bei einer Mitbringprobe kamen zufällig zwei ausgezeichente Weißweine auf den Tisch. Der Hausherr bereite ganz vorzügliche Kalbsbäckchen, zu denen beide Weine auf ihre Weise gut passten. 1 Domaine Trimach Cuvée Frédéric Emile, 2001 Großartige, tiefe Rieslingnase nach kandierten tropischen Früchten, Zitronenschalen, Limettten – von Karamell ummantelt. Blutorangen, weiße Blüten, leicht oxidativer Einschlag, aber noch sehr jung und von großer Vitalität. Der Antrunk elegant und vielschichtig, wir sind am Tisch alle sofort betört  – hören die Sirenen und lassen uns verführen….

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Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Die Domaine Charleux ist ein in vierter Generation geführtes Familienweingut – das Stammhaus befindet sich im südlichen Teil der Cote de Beaune, gute 20 km von Beaune selbst entfernt. Etwa 13 ha nennt die Familie ihr Eigen. Soweit die nakten Fakten… Dunkles, überraschend blickdichtes Purpurrot für einen Pinot. In der Nase Schwarzkirsche, Kräuter, auch dunkle Beeren sind vernehmbar, dazu verhalten Bitterschokolade. Die Nase ist merklich präsent und auch überraschend kräftig, wenngleich harmonisch. Mittlerer Körper im Antrunk, würzige Kräuternoten, unterlegt von…

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Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Mittelintensive, durchscheinende Farbe nach Kirschrot mit einem feinem Wasserrand. Früchtegeprägtes Bukett nach Wilderdbeeren, Sauerkirschen und herb-würzigen Kräutern, daneben Leder und auch ein Hauch von floralen Noten. Fruchtbetonter, leicht säuerlicher Auftakt, zeigt Frische und auch Strenge am Gaumen, eher von schlanker Statur; dadurch haben die eleganten Fruchtaromen nach Himbeern, Erdebeeren und Kirschen einen guten Auftritt. Die Frucht unterlegt mit der richtigen Menge Holz und auch einer zarten Ahnung von kalkiger Mineralik. Mittellanger frischer, fruchtiger, leicht herber und austrocknender Abgang. Sehr gute…

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Germain Pere et Fils Crémant de Bourgogne Brut, n. v.

Germain Pere et Fils Crémant de Bourgogne Brut, n. v.

Der Feinschmecker soll geschrieben haben, dass 98 von 100 Leuten diesen Cremant lieben würden. So jedenfalls sagt es die Werbebotschaft des Händlers. Eigentlich eine gute Quote, „das wird wahrscheinlich passen“ denke ich noch so still und heimlich vor mich hin und nehme eine Flasche davon mit… Zu Hause dann angekommen,  umgehend in die Kühlung…  und… nun… wie soll ich es sagen… ich kann die Aussage des Feinschmeckers nun überhaupt nicht widerlegen! Aber: Nummer 99 wäre mein significant other und an…

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Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Domaine Bernard Morey Chassagne Montrachet Vielle Vignes, 2004

Tag 1. Leicht transparentes Rubinrot. In der für einen Pinot recht lauten und von rauchig-würzigen Noten geprägten Nase Sauerkirsche, rote Beeren, viel grüne Kräuter – wird mit weiterer Luftzufuhr im Glas in seiner eher rustikalen Art fortgesetzt, es schälen sich verhalten feine Bitterschokoladentöne hervor. Ansprechend. Kaum im Mund, breitet sich ein Säureteppich über die Papillen aus, er dominiert das Mundgefühl – nein, das ist nicht in der Balance. Vergellt mir den Trinkspass aber nicht völlig (andere Ansicht: mein significant other)….

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Rote Burgunder 1919 bis 1953

Rote Burgunder 1919 bis 1953

Kürzlich hatte ich das wohl einmalige Vergnügen alte, und ich meine wirklich alte Burgunder zu geniessen. Ein ebenso verrückter Weinfreund lud ein und es sollte ein denkwürdiger Abend werden. Jahrgänge zwischen 1919 bis 1953 standen an. Zwischendurch sorgten unsere lieben Gastgeber anhand eines vorzüglichen Menüs in vier Akten für die notwendige Kondition. Natürlich reiste ich mit der festen Überzeugung an, dass dieses alte Zeug überhaupt nicht mehr schmecken kann und ich mich nicht von Jahreszahlen oder irgendwelchen Namen wie Romanee…

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Colinot Irancy „Les Mazelots“, 2006

Colinot Irancy „Les Mazelots“, 2006

Irancy ist eine ziemlich winzige und recht unbekannte Rotwein-Appellation im Departement Yonne, südwestlich der AOC Chablis, sudöstlich von Auxerre gelegen. Eine der, wenn nicht die nördlichste Rotwein-Appellation Frankreichs also. Das Ganze gehört zur Region Bourgogne. Die Weine werden aus Pinot Noir und der lokalen Traube César bereitet. Pinot und die nördliche Lage ließen mich beim Kauf des Weines in Erwägung ziehen, ihn als Pirat in eine demnächst zu veranstaltende Baden-Spätburgunder-Probe einzuschmuggeln, was der tippgebende Weinhändler als interessante Idee absegnete. Die…

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Hubert Lamy Bourgogne Les Chataigners, 2007

Hubert Lamy Bourgogne Les Chataigners, 2007

Dieser Wein war ein Tipp meines Händlers. Wie so oft wusste ich genau, was ich will, und wollte mich schnell wieder von dannen machen, doch er kriegt mich immer wieder: „Probieren sie doch mal eben den da.“ Nur selten macht er mit dieser Masche kein kleines Zusatzgeschäft. Diesmal weckte er mein Interesse bereits mit dem Etikett, denn Hubert Lamy ist mir bekannt aus dem faszinierenden, wenn auch nicht unproblematischen Film „Mondovino“, wo er sich als knurriger Anwalt des Terroir-Gedankens gegen…

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Domaine Henri Remoriquet, Bourgogne Hautes-Cotes de Nuits, 1999

Domaine Henri Remoriquet, Bourgogne Hautes-Cotes de Nuits, 1999

Der Wein kam mit einer dunklen, purpurrotfarben Farbe blind ins Glas, dessen Boden dank des schwarzen Farbkerns des Weines nicht mehr zu sehen war. Hineinschnüffelnd war mein erster Gedanke: das ist bestimmt ein Pinot Noir aus Burgund, typischer Vertreter seiner Art. Der erste Schluck, dann aber deutliche Zweifel. Denn typisch, nein, irgendwie war der Wein viel zu üppig für einen Burgunder, viel zu fett und präsent, kaum elegant. Irgendwie passte das Geschmacksbild dann aber doch wieder gut zum ersten Eindruck. In der Nase mit vollreifen Kirschen, kleinen…

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Latour-Giraud Meursault-Perrières Premier Cru, 2000

Latour-Giraud Meursault-Perrières Premier Cru, 2000

Im Glas ein gleichmäßiges helles Gelb mit Wasserrand. In der Nase ein schönes, klassisches Bukett mit Butterscotch und geröstetem Toast, dabei aber recht schlank und mit mineralischer Frische, auch junge Aprikosen, Apfelschalen und Lindenblüten. Im Mund fällt die Mineralität noch stärker auf. Beim Antrunk ist der Wein auffallend schlank und kühl, trocken, mit einer reifen, aber noch vitalen und präsenten Säure. Im Verlauf öffnen sich die Aromen dann immer stärker mit Buttertoast, getrockneten Aprikosen und einer tabakigen, auch etwas salzigen…

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