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Category: Frankreich

Chateau Cap Léon Veyrin Listrac-Médoc, 2005

Chateau Cap Léon Veyrin Listrac-Médoc, 2005

Für einen derartig jungen Bordeaux überrascht die Menge des zurückbleibendem Depot in der Flasche nach Umfüllen in eine Karaffe. Satte violett-purpurote Farbe mit einem intensiven Kern wie schwarze Tinte. Der erste Eindruck in der Nase noch ein wenig verhalten, aber ein nuanciert-feines Lüftchen weht mir da entgegen. Feinfruchtige, noch verschlossener Aromakern, erinnert an Schwarzkirschen und jungen Pflaumen, dahinter Anklänge von Süßholz und/oder Lakritz. Das Holz mit einer moderaten Vanille und einer Ahnung von Marzipan bestens integriert. Noch sehr jung, aber…

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Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Domaine Charleux et Fils Maranges 1er Cru Le Clos des Rois, 2005

Die Domaine Charleux ist ein in vierter Generation geführtes Familienweingut – das Stammhaus befindet sich im südlichen Teil der Cote de Beaune, gute 20 km von Beaune selbst entfernt. Etwa 13 ha nennt die Familie ihr Eigen. Soweit die nakten Fakten… Dunkles, überraschend blickdichtes Purpurrot für einen Pinot. In der Nase Schwarzkirsche, Kräuter, auch dunkle Beeren sind vernehmbar, dazu verhalten Bitterschokolade. Die Nase ist merklich präsent und auch überraschend kräftig, wenngleich harmonisch. Mittlerer Körper im Antrunk, würzige Kräuternoten, unterlegt von…

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Bordeaux von 1948 bis 1961

Bordeaux von 1948 bis 1961

Schon vor geraumer Zeit hatte ich Gelegenheit die nachfolgenden Weine zu verkosten. Noch immer erinnere ich mich lebhaft an diesen Abend. Mit nur wenigen Ausnahmen waren alle Flaschen intakt und zeigten ungemein viele Facetten von gereiften Bordeauxs. Von 11 Flaschen übersprangen immerhin vier Kandidaten die 90-Punkte-Marke. Ein erstaunliches Ergebnis bei mindestens 50 Jahre alten Weinen. Ein paar der angestellten Chateaus hatte ich in einzelnen Beiträgen bereits zuvor beschrieben. Hiermit ist diese Verkostung vollständig erfasst. Weiter lesen… ‎

Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Chateau Sociando Mallet Haut-Médoc,1999

Nach zwei Stunden in der Karaffe öffnet sich der Wein und präsentiert eine elegante, zugleich aber kirschfruchtbetonte Nase. Die leicht röstigen Holznoten stehen harmonisch im Einklang mit einer klaren Kirschessenz, kühl und ein wenig unnahbar. Weiteren Charakter gibt ein wenig grüne Paprika. Dieses Wechselspiel aus klarer Kirschfrucht und einer noblessen Kargheit nimmt einen sofort für diesen Wein ein und animiert zum Trinken. Im Mund sehr ausgeglichen, alle Komponenten (ganz leicht fruchtsüße Kirschfrucht, etwas dunkle Schokolade, metalillisch-mineralische Noten, Kräuter) stehen schön…

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Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Domaine Joseph Roty Marsannay ‚Boivin‘, 2007

Mittelintensive, durchscheinende Farbe nach Kirschrot mit einem feinem Wasserrand. Früchtegeprägtes Bukett nach Wilderdbeeren, Sauerkirschen und herb-würzigen Kräutern, daneben Leder und auch ein Hauch von floralen Noten. Fruchtbetonter, leicht säuerlicher Auftakt, zeigt Frische und auch Strenge am Gaumen, eher von schlanker Statur; dadurch haben die eleganten Fruchtaromen nach Himbeern, Erdebeeren und Kirschen einen guten Auftritt. Die Frucht unterlegt mit der richtigen Menge Holz und auch einer zarten Ahnung von kalkiger Mineralik. Mittellanger frischer, fruchtiger, leicht herber und austrocknender Abgang. Sehr gute…

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Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Chateau Pichon-Longueville Baron Pauillac, 1996

Herrlich eindringliche und sehr weiche Bdx-Nase. Intensive Cabernet-Würze, Brombeeren, frisch gerösteter Kaffee und im Hintergrund ein Hauch Tabakkiste. Im Mund erkennt man sofort das bessere Jahr im Vergleich zu 93 und 94, die ich kürzlich verkosten durfte. Ein schlanker, viligraner Körper mit einer vielschichtigen Früchtearomatik nach Kirschen, Brombeeren und natürlich Cassis. Über den gesamten Verlauf ist der Baron ungemein weich, schmeichelnd mit sanften Tannine ausgestattet, wuscht wie ein Kätzchen über den Gaumen. Das Holz sehr charmant mit der Frucht verwoben,…

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Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Chateau Leoville Las Cases St. Julien, 1982

Nein, ich habe nicht auf ein solches Weinerlebnis gewartet, um meine Schreiberei auf diesem Blog nach etwas Abstinenz wieder aufnehmen zu wollen – aber, das sei zugegeben, hierzu zu schweigen – nein, das wäre nun auch nicht angezeigt gewesen. Blind kam dieser Wein auf den Tisch – und doch, weder geographische Herkunft noch seine Abstammung selbst konnte dieser Wein lange verbergen… Dunkles Karminrot, nur leichte Aufhellungen zum Rand hin. Kein Wasserrand. In der Nase eine unaufdringliche, hochkomplexe Eleganzvielfalt aus Kaffee,…

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E. Guigal Côtes du Rhône, 2007

E. Guigal Côtes du Rhône, 2007

Ich habe hier vor gut eineinhalb Jahren mal eine CdR-Trilogie mit Weinen von Edeka und leider mäßigem Erfolg veranstaltet (Teil 3 hier, die Links zu Teil 2 und 1 gibt’s dann dort im Artikel). Ich möchte nicht ausschließen, dass die eher schlechten Bewertungen auch damit zusammenhingen, dass ich mit CdR an sich nicht richtig warm werde. Danach habe ich aber jedenfalls eher die Finger davon gelassen. Nun ist mir hier in Boston kürzlich eine Flasche in die Hände gefallen, die…

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Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1990

Chateau Chasse-Spleen Moulis en Médoc, 1990

Bereits seit einigen Jahren verfolge ich dieses Chateau und bei meiner Subskription ist es auch regelmäßig dabei. Es liefert eigentlich immer einen reelen Gegenwert. Heute der 1990er zum rosa gebratenen Rumsteak. Passt. Und anschliessend war noch ein ausreichend großer Schluck im Glas, um neben „ahh, ist der einfach lecker“, sich ein wenig mehr mit dem Wein zu beschäftigen: klassische, ziegelrote Farbe eines gereiften BDX, mit zarter Randaufhellung. Leicht stallige Nase, etwas Unterholz und Waldboden, mit kräftigen Tabaknoten und viel Kräuterwürze….

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Chateau Malescasse Haut-Médoc, 2000

Chateau Malescasse Haut-Médoc, 2000

Jahrgang 2000, $19,99: Die Entscheidung hat mich 0,3 Sekunden gekostet. Sehr ledrige Nase, mit mehr Luft kommt dahinter aber auch noch mehr zu Vorschein. Zum Beispiel getrocknete Kräuter, Blumenwiese, Süßkirsche, etwas Marzipan. Ein etwas stechend-ätherischer Ton auch, grüne Paprika und schwarze Johannisbeere. Schon leichte Reifenoten wie Waldboden und Pilze. Im Mund ebenfalls vor allem mit der ledrigen und frisch-ätherischen Seite, kraftvolle Säure. Vanillig-holziger Ton. Die Frucht ist schwer zu identifizieren, sehr kompakt, viel Struktur, wenig geöffnet. Angenehme Tannine. Nachhaltig. Schöner,…

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